Schwangerschafts-Monate

1. Monat schwanger – Alles über den 1. Schwangerschaftsmonat

Endlich schwanger! Im ersten Schwangerschaftsmonat ahnen viele werdende Mamis noch gar nichts von dem neuen Bauchmitbewohner. Manchmal ist es erst nur eine leise Hoffnung, dass es endlich geklappt hat. Oder vielleicht sind die ersten Schwangerschaftssymptome am Ende der vierten Schwangerschaftswoche auch eine große Überraschung? So oder so – wir begleiten Sie durch alle Schwangerschaftsmomente bis hin zur Geburt Ihres Babys.

Ein Monat schwanger – so wird der Geburtstermin errechnet

Der künftige Geburtstermin wird über einen kleinen Kunstgriff errechnet: Der erste Tag der letzten Periode ist rein rechnerisch der Start der Schwangerschaft und damit des ersten Schwangerschaftsmonats. Die eigentliche Empfängnis – also der Moment, in dem Eizelle und Spermium aufeinandertreffen – findet meist erst am Ende der zweiten oder in der dritten Schwangerschaftswoche (SSW) statt.

Selbstverständlich gibt es Schwangerschaftsrechner, die zur Bestimmung des Geburtstermins sehr hilfreich sein können. Die Berechnung, die dahinter steckt, ist folgende:

Datum des ersten Tages der letzten Menstruation – 3 Monate + 7 Tage + 1 Jahr.

War also beispielsweise der 3. Juli der letzte Periodentag, heißt das 03.07. – 3 Monate = 03. 04. + 7 Tage = 10. 04. Dann wäre der 10. April des Folgejahrs der Geburtstermin.

Die Bestimmung des Geburtstermins ist wichtig, um beobachten zu können, ob sich das Kind zeitgerecht entwickelt und ab wann der Entbindungszeitraum überschritten wird.

Diese Berechnung nach der „Naegel’schen Regel“ hat jedoch einen kleinen Haken: Sie geht von einem stabilen 28-tägigen Zyklus aus, Abweichungen werden nicht berücksichtigt. Bei verkürzten Zyklen müssen Sie die entsprechenden Tage abziehen bzw. bei verlängerten Zyklen hinzuzählen.

Sind Sie mitten in der Kinderwunschphase? Dann setzen Sie wahrscheinlich zunächst einen Eisprungrechner ein, um Ihre fruchtbaren Tage zu bestimmen.

Das passiert gerade bei Ihrem Baby

In der ersten und zweiten Schwangerschaftswoche ist Ihr Baby noch gar nicht unterwegs! Allerdings wartet bereits eine Ihrer knapp 400.000 Eizellen, die schon bei Ihrer eigenen Geburt vollständig angelegt waren, auf ihren Einsatz. Erst in der dritten Schwangerschaftswoche kommt es bei einem stabilen Zyklus zum Zusammentreffen von Eizelle und Spermium. Ab dann geht es sehr schnell: Die Zellteilung setzt ein.

Von diesem Moment an sind alle genetischen Informationen Ihres Kindes bereits festgeschrieben. Ab jetzt teilen sich die Zellen, bis sie auf ungefähr 100 Stück angewachsen sind.

Zwischen der dritten und vierten Schwangerschaftswoche wandert das befruchtete Ei langsam durch den Eileiter in Richtung Gebärmutter, wo es sich in der gut durchbluteten und weichen Schleimhaut einnistet. Manchmal verursacht dies eine leicht rosa bis hellbraune Schmierblutung. Diese leichte Blutung sagt nichts über eine sichere Einnistung oder die Gesundheit des Embryos aus.

Die vielen kleinen Zellen teilen sich fleißig weiter und fangen in der vierten SSW an, sich auf ihre spätere Funktion in Leber, Niere oder Herz zu spezialisieren.

Entwicklung des Babys im Überblick

SCHWANGERSCHAFTS-WOCHE ENTWICKLUNGSSCHRITTE GRÖßE & GEWICHT
SSW 1 - -
SSW 2 - -
SSW 3 Zeugung und erste Zellteilung;
Einnistung in der Gebärmutter
weniger als 1 Millimeter groß
SSW 4 (Einnistung in der Gebärmutter)
Dottersack bildet sich
weniger als 1 Millimeter groß

So geht es der werdenden Mama

Die Regelblutung startet und geht vorbei. Danach baut sich in der Gebärmutter eine neue Schleimhaut auf, ein reifes Ei macht sich auf den Weg durch den Eileiter in Richtung der Gebärmutter. Davon merken die meisten Frauen aber nur wenig.

Manche Frauen spüren den Eisprung ungefähr zwei Wochen nach Beginn des Zyklus entweder rechts, links oder mittig im Unterbauch. Sollten Sie normalerweise nichts vom Eisprung bemerken, ist auch das völlig in Ordnung.

Paare mit Kinderwunsch prüfen oft durch Ovulationstests, an welchem Punkt ihres Zyklus sie bereits sind und wann die Chancen auf eine Schwangerschaft besonders gut stehen.

Frühe Anzeichen einer Schwangerschaft

So mancher Frau schmeckt von heute auf morgen der tägliche Kaffee nicht mehr, Zigarettenrauch ist plötzlich unerträglich – und auch die Lust auf ein Gläschen Wein verschwindet. Dabei wissen sie noch gar nicht, dass sie schwanger sind! Auch ganz leichte Einnistungsblutungen sind normal, müssen aber nicht auftreten. Dazu kommt bei einigen Frauen ein leichtes Stechen, vor allem in der vierten SSW.

Am Ende der vierten SSW setzen auch die ersten frühen hormonellen Veränderungen ein:

  • Spannungsgefühle in den Brüsten.
  • Erste leichte Anzeichen von Übelkeit.
  • Leicht metallischer Geschmack im Mund.
  • Ziehen im Unterleib oder leichte Unterleibsschmerzen.

Für einen Schwangerschaftstest ist es in der dritten und vierten SSW oft noch zu früh. Das Schwangerschaftshormon HCG kann meist frühestens Ende der vierten Schwangerschaftswoche im Blut und erst ab der fünften bzw. sechsten SSW im Urin nachgewiesen werden.

Und so fühlen sich manche werdende Mamis leicht unwohl, können sich über die Schwangerschaft aber noch nicht sicher sein. Die gespannte Vorfreude auf eine vielleicht geglückte Empfängnis tut ihr übriges: Vielleicht können Sie im Moment vor lauter Aufregung nicht schlafen oder spüren es überall zwicken.

Ihr Gewicht bleibt im ersten Schwangerschaftsmonat meist stabil. Erst ab der 5. und 6. Schwangerschaftswoche kann bei einigen werdenden Müttern die Schwangerschaftsübelkeit einsetzen, die das Ausgangsgewicht oft noch ein bisschen reduziert.

Schwangerschaftssymptome im Überblick

SCHWANGERSCHAFTS-WOCHE SCHWANGERSCHAFTS-ENTWICKLUNG SCHWANGERSCHAFTS-SYMPTOME
SSW 1 Menstruation -
SSW 2 Reifung eines neuen Eis;
eventuell Eisprung (Ovulation)
eventuell Eisprung-Schmerz
SSW 3 Eizelle wandert vom Eileiter zur Gebärmutter;
Spermium und Eizelle treffen aufeinander; Zellteilung beginnt
eventuell Müdigkeit, leichte Einnistungsblutungen
SSW 4 Fruchtwasserhöhle & Mutterkuchen bilden sich Brüste können spannen; Stimmungsschwankungen und Geruchsempfindlichkeit machen sich bemerkbar

Schwanger im ersten Monat: Stille Fehlgeburten

In diesem frühen Stadium einer Schwangerschaft kommt es vor, dass sich die befruchtete Eizelle nicht in der Gebärmutterwand einnistet. Die Schwangerschaft endet dann – meist in einer normal erscheinenden Regelblutung.

Paare in der Kinderwunschphase mit aktiver Beobachtung der fruchtbaren Tage bemerken diese stillen Abgänge teilweise als das, was sie sind. Der Schmerz über einen nicht geglückten Schwangerschaftsversuch kann ganz erheblich sein, vor allem bei lange bestehendem Kinderwunsch. Hier ist es aber wichtig zu wissen: Relativ viele Schwangerschaften enden im ersten Monat, ohne dass die Chance auf ein späteres Kinderglück deshalb beeinflusst wäre.

Schätzungen gehen von ungefähr 50 Prozent abgehenden Eizellen bei Frauen unter 30 aus, bei älteren Frauen könnte die Zahl noch höher liegen. Erst mit Erreichen der 11. bzw. 12. Schwangerschaftswoche nimmt das Risiko für eine Fehlgeburt deutlich ab.

Die besten Tipps für den ersten Schwangerschaftsmonat

Sie fragen sich bestimmt, was Sie im ersten Schwangerschaftsmonat beachten sollten. Für den ersten Monat als Schwangere und für alle weiteren Monate ist es sehr wichtig, dass Sie auf sich selbst und Ihre Bedürfnisse achten.

Nehmen Sie sich Zeit und beobachten Sie die Veränderungen in Ihrem Körper. Die Gefühle spielen oft verrückt, die Stimmung schwankt zwischen unfassbarem Glück und heftiger Traurigkeit. Die hormonelle Veränderung kann für Partner und Familienangehörige schwierig zu verstehen sein. Fordern Sie aktiv Verständnis ein – in Ihrem Bauch wächst schließlich gerade ein kleiner Mensch heran!

Was können Sie sich im ersten Schwangerschaftsmonat Gutes tun? Wir haben die besten Tipps für Sie zusammengefasst:

  • Kein Alkohol & kein Nikotin, sobald Sie eine Schwangerschaft vermuten.
  • Stress reduzieren.
  • Keine Gartenarbeit und keine Katzentoilettenreinigung mehr; Obst und Gemüse gut abwaschen (als Schutzmaßnahme vor Toxoplasmose-Erregern, falls Sie Toxo-negativ sein sollten).
  • Täglich ein Folsäurepräparat einnehmen.
  • Bei Müdigkeit auf ausreichend Erholung achten.
  • Einen Schwangerschaftstest einplanen.
  • Termin beim Gynäkologen/bei der Gynäkologin ausmachen.

Wie es mit Ihrer Schwangerschaft weitergeht, erfahren Sie in unserem Schwangerschaftskalender.

Wichtige Fragen zum 1. Schwangerschaftsmonat

Kann ich die Einnistung spüren?

Einige Frauen berichten davon, dass sie ungefähr sieben bis acht Tage nach der mutmaßlichen Empfängnis einen leichten Schmerz im Unterbauch verspüren. Gelegentlich kommt es auch zu leichten Schmierblutungen, die nicht länger als ein bis zwei Tage andauern. Ist die Blutung stärker oder statt hellbraun eher hellrot, sollten Sie umgehend einen Arzt oder eine Ärztin aufsuchen.

Die meisten Frauen bemerken die Einnistung allerdings nicht. Das ist auch völlig normal und sagt nichts über eine gesunde Schwangerschaft aus. Im HiPP Mein BabyClub tauschen sich werdende Mamis zu ihren Erfahrungen dazu aus.

Ist ein Schwangerschaftstest im ersten Schwangerschaftsmonat zu früh?

Ein Schwangerschaftstest liefert ungefähr ab dem 8. Tag nach der Empfängnis mit bis zu 90 - 98 % sichere Ergebnisse über eine vorliegende Schwangerschaft. Das entspricht ungefähr drei bis fünf Tagen, nach denen normalerweise die Regelblutung eingesetzt hätte.

Der Test misst dabei das Vorkommen des Schwangerschaftshormons HCG im Urin der hoffnungsvollen Mutter. Das Ergebnis sollte beim Gynäkologen Ihres Vertrauens per Bluttest bestätigt werden.

Sogenannte Schnelltests sind schon wenige Tage nach der vermuteten Empfängnis einsetzbar, sind aber aufgrund des niedrigen HCG-Spiegels nicht so genau. Sind die fruchtbaren Tage gut bekannt und stimmt der Zeitpunkt mit dem letzten Sex überein, sollte der Schnelltest auch bei negativem Ergebnis nach einigen Tagen wiederholt werden.

Warum ist für die Berechnung des Geburtstermins meine letzte Regelblutung relevant?

Zu welchem genauen Zeitpunkt die Empfängnis und die Befruchtung der Eizelle stattfanden, lässt sich im Nachhinein nur schwer bestimmen. Um den Geburtstermin nach einer Schwangerschaft von durchschnittlich 40 Wochen einigermaßen sicher zu schätzen, wird deshalb vom ersten Tag der letzten Regelblutung an gerechnet. Streng genommen sind werdende Mütter in den ersten zwei Wochen einer Schwangerschaft deshalb gar nicht schwanger.

Die eigentliche Schwangerschaft startet meist erst in der dritten beziehungsweise vierten Schwangerschaftswoche.

Wie groß ist mein Baby im ersten Schwangerschaftsmonat?

In der dritten Schwangerschaftswoche ist der Embryo nur wenige Zellen „groß“ und misst weniger als einen Millimeter. Kindsbewegungen sind deshalb in diesem sehr frühen Stadium noch keine zu spüren.

Am Ende der vierten Schwangerschaftswoche lässt sich per Ultraschall allerhöchstens eine winzig kleine Einbuchtung in der Gebärmutterschleimhaut entdecken – mehr ist noch nicht zu sehen. Der Embryo entwickelt sich allerdings rasant und kann meist ab der fünften oder sechsten Schwangerschaftswoche im Ultraschall mitsamt schlagendem Herzchen beobachtet werden.

Autoreninfo:

Sabrina Sailer ist seit 2010 ehrenamtliche Stillberaterin und ausgebildete Trageberaterin. Sie arbeitet als Werbetexterin und Redakteurin und betreut zusätzlich verschiedene Angebote, die die Vereinbarkeit von Familie und Beruf betreffen.

Fachliche Beratung und Redaktion: Birgit Laue, Hebamme & Medizinpädagogin, Dipl. PR-Fachwirtin, Autorin

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