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Kindertagespflege, Kinderkrippe oder Babysitter

Welche Betreuungsform ist die richtige?

Viele Eltern beschäftigen sich bereits vor der Geburt ihres Kindes mit dem Thema „Kinderbetreuung“. Welche Betreuungsformen gibt es? Welche passt zu mir und meinem Kind? Ab welchem Alter kann ich mein Kind in welche Betreuung geben? Fragen, auf die viele Eltern Antworten suchen, um die beste Lösung für ihre Familie zu finden.

Wir haben Ihnen hier die wichtigsten Informationen zu diesem Thema zusammengestellt.

Vorbereitung

Eine gute Vorbereitung ist das A und O für eine reibungslose Betreuung Ihres Lieblings. Grundlage dazu ist, festzulegen zu welchen Zeiten Ihr Kind eine Betreuung braucht. Ist eine regelmäßige Betreuung notwendig, oder nur ab und zu?

Außerdem müssen Sie überlegen, ob die Kinderbetreuung bei Ihnen zu Hause, in der Umgebung des Zuhauses oder in der Umgebung Ihres Arbeitsplatzes stattfinden soll. Sollten Sie sich für eine Außer-Haus-Betreuung entscheiden, ist es wichtig zu klären, wer Ihr Kind wann dorthin bringen und wieder abholen kann. Auch ein Notfallplan sollte feststehen, falls Ihr Kind krank ist oder die Betreuung ausfällt.

Ausgewählte Kinderbetreuungsformen im Überblick

Kinderkrippe

In der Kinderkrippe werden Kinder ab der achten Lebenswoche bis zum Kindergarteneintritt zur Betreuung aufgenommen. Die Räume in Kinderkrippen sind bedürfnisgerecht ausgestattet und gestaltet. Ihr Liebling kann sich dort optimal entwickeln, mit anderen Kindern der Gruppe (bis zu 12 Kindern) spielen und erhält eine individuelle Förderung.

Die Plätze in Kinderkrippen sind sehr begehrt, deswegen ist hier eine frühzeitige Suche notwendig. Beachten Sie, dass es Gemeinden gibt bei denen man sich nur einmal im Jahr auf eine Liste schreiben lassen kann, diesen Termin sollten sie nicht verpassen. Es gibt vor allem außerhalb von Städten leider nur ein begrenztes Angebot. Planen Sie vier bis sechs Wochen für die Eingewöhnung ein und eine ausreichende Pufferzone, sollten Sie oder Ihr Kind, was sehr häufig vorkommt, in der Eingewöhnungszeit krank werden.

Kindertagespflege

Bei der Kindertagespflege wird Ihr Kind tagsüber von einer Tagesmutter oder einem Tagesvater betreut. Die Betreuung findet meistens beim Betreuungspersonal Zuhause statt. Auch hier ist es wichtig, frühzeitig mit der Suche zu beginnen, denn eine passende Tagesmutter oder einen Tagesvater zu finden, kann viel Zeit in Anspruch nehmen.

Die Kindertagespflege ist sehr flexibel: Die Betreuungszeiten und sonstige weitere Regelungen können mit dem Betreuungspersonal individuell abgesprochen werden. Die Kindertagespflege ist für Kinder jeder Altersstufe geeignet.

Kindergarten

Nach dem Krippenalter ist Ihr Liebling reif für den Kindergarten. Sie können Ihr Kind dort nach drei Jahren zur Betreuung geben. Neben Halbtagsgruppen und Ganztagsgruppen gibt es je nach Kindergarten flexible Angebote.

Um den richtigen Kindergarten zu finden sollten sich die Öffnungszeiten mit Ihren Arbeitszeiten decken. Der Besuch eines Kindergartens ist freiwillig, es ist jedoch zu empfehlen ihn regelmäßig aufzusuchen, alleine um in der Gruppe Anschluss zu finden. Die soziale Förderung und das spielerische Lernen sind im Kindergarten sehr wichtig.

Babysitter

Babysitter eignen sich vor allem, wenn Sie eine Betreuung für einen kurzen Zeitraum benötigen und können sehr vielseitig eingesetzt werden. Ein Babysitter könnte beispielsweise einen Spaziergang mit Ihrem Liebling unternehmen während Sie Hausarbeiten erledigen, oder Ihr Kind abends betreuen, wenn Sie mit Ihrem Partner/Ihrer Partnerin Essengehen wollen. Viele Aufgaben können schon von jüngeren Babysittern übernommen werden, bei anspruchsvolleren Aufgaben sollten Sie auf einen erfahrenen Babysitter zurückgreifen.

Entscheidend ist beim Babysitter, dass sich Ihr Liebling wohlfühlt und sich die beiden gut verstehen.

Au-Pair

Dabei helfen Ihnen junge Menschen aus dem Ausland bei Ihrer Kinderbetreuung und bei leichten Hausarbeiten. Ein Au-Pair lebt meist für sechs bis zwölf Monate bei Ihnen zu Hause und nimmt am Familienalltag teil. Die Betreuung liegt nicht den ganzen Tag in den Händen des Au-Pairs – er sollte nicht länger als fünf Stunden pro Tag beansprucht werden und ihm stehen freie Tage und freie Abende zu. Sie ermöglichen dem Gast einen Deutsch-Sprachkurs und die Kultur in Deutschland kennenzulernen. Sie haben mit einem Au-Pair quasi ein „neues Familienmitglied“. Diese Betreuungsform ist nur für Familien geeignet, die offen und aufgeschlossen gegenüber fremder Kulturen und kleine Abenteuer sind.

Wo finde ich Angebote?

Der beste Ansprechpartner ist das örtliche Jugendamt: Die zuständigen Mitarbeiter wissen über die Angebote bei Ihnen in der Umgebung am besten Bescheid. Alternativ können Sie auf der Internetseite der Stadt oder Gemeinde zu den angebotenen Betreuungsformen recherchieren. Wenn Sie einen Babysitter suchen, ist es hilfreich sich bei anderen Eltern zu erkundigen. Auch Anzeigen in Zeitungen oder im Internet helfen bei der Suche. Au-Pairs werden fast nur von privaten Instituten vermittelt. Hier ist der „Bundesverband der Au-Pair Agenturen“ ein guter Ansprechpartner.