Fieberkrämpfe und eure Erfahrungen
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16. Dez 2018 21:38
Re: Fieberkrämpfe und eure Erfahrungen
Hallo Zusammen
,
unsere Tochter (3 Jahre) hatte Freitag Abend gegen 21 Uhr auch einen Fieberkrampf. Ich finde es echt gut, dass hier über Erfahrungen berichtet werden. Alle Eltern die einen Fieberkrampf bei ihrem Kind durchgemacht haben tun mir echt Leid. Es ist schrecklich. Man kennt zwar den Begriff Fieberkrampf aber dass der Ablauf so grausam ist wissen viele nicht. Ich hoffe dass mein Bericht auch viel Eltern erreicht deren Kinder noch keinen Fieberkrampf hatten weil ich finde man sollte vorbereitet sein. Nachdem wir abends beim Kroaten Essen waren haben wir beschlossen noch ne Kleinigkeit beim Kaufland einzukaufen. Als wir in den Kaufland rein liefen ist meine Tochter plötzlich stehen geblieben. Ich habe sie angeschaut und gesehen dass sie mit einem Auge zwinkert. Auf einmal sah sie nur ins Leere und war nicht mehr ansprechbar. Ich bin mit ihr sofort aus dem Laden raus und habe gleichzeitig ein Notruf abgesetzt. Der Notfalldienst wollte ein paar Fragen beantwortet haben, dies klappte aber nicht da ich völlig unter Schock stand. Meine Frau rief um Hilfe viele Passanten blieben stehen und ruften ebenfalls den Notarzt. Ein älterer Mann türkischer Abstammung kam und hielt meine Tochter im Arm und checkte ihre Atmung. Wir sind diesem Mann sehr dankbar. Zur dieser Zeit lief weißer Speichel aus den Mund meiner Tochter und die Augen verdrehten sich und waren letztendlich zu sprich meine Tochter war bewusstlos. Meine Frau und ich waren völlig schockiert über den Zustand unser Tochter wor dachten beide das wars sie stirbt. Der Mann checkte weiter die Atmung bis der Notarzt nach 10 Minuten eintraf. Wir trugen unsere Tochter schon in Richtung RTW als wir ihn sahen. Im RTW haben sie meine Tochter gecheckt und Ihr ein Zäpfchen verabreicht. Sie fing aufeinmal an am ganzen Körper steif zu werden und zuckte. Auf dem halben Weg ins Krankenhaus kam sie wieder zu sich und war irritiert und wurde langsam wieder normal. Meine Tochter hatte bereits eine Woche ein Atemwegsinfekt mit sich getragen. Im RTW war die Temperatur bei 39,1. wir mussten schließlich 2 Tage im Krankenhaus bleiben und meine Tochter wurde verkabelt und überwacht. Fieber ist bisher keines mehr aufgetreten. Als wir gehen durften haben wir noch ein Notfallmedikament bekommen dass wir bei einem weiteren Fieberkrampf verabreichen sollten. Das Medikament hieß Diazepam oder ähnlich. Es war echt ein schrecklicher Moment. In so einer Situation sollte man die Ruhe bewahren auch wenn es schwer fällt, denn das Kind spürt die Unruhe.

unsere Tochter (3 Jahre) hatte Freitag Abend gegen 21 Uhr auch einen Fieberkrampf. Ich finde es echt gut, dass hier über Erfahrungen berichtet werden. Alle Eltern die einen Fieberkrampf bei ihrem Kind durchgemacht haben tun mir echt Leid. Es ist schrecklich. Man kennt zwar den Begriff Fieberkrampf aber dass der Ablauf so grausam ist wissen viele nicht. Ich hoffe dass mein Bericht auch viel Eltern erreicht deren Kinder noch keinen Fieberkrampf hatten weil ich finde man sollte vorbereitet sein. Nachdem wir abends beim Kroaten Essen waren haben wir beschlossen noch ne Kleinigkeit beim Kaufland einzukaufen. Als wir in den Kaufland rein liefen ist meine Tochter plötzlich stehen geblieben. Ich habe sie angeschaut und gesehen dass sie mit einem Auge zwinkert. Auf einmal sah sie nur ins Leere und war nicht mehr ansprechbar. Ich bin mit ihr sofort aus dem Laden raus und habe gleichzeitig ein Notruf abgesetzt. Der Notfalldienst wollte ein paar Fragen beantwortet haben, dies klappte aber nicht da ich völlig unter Schock stand. Meine Frau rief um Hilfe viele Passanten blieben stehen und ruften ebenfalls den Notarzt. Ein älterer Mann türkischer Abstammung kam und hielt meine Tochter im Arm und checkte ihre Atmung. Wir sind diesem Mann sehr dankbar. Zur dieser Zeit lief weißer Speichel aus den Mund meiner Tochter und die Augen verdrehten sich und waren letztendlich zu sprich meine Tochter war bewusstlos. Meine Frau und ich waren völlig schockiert über den Zustand unser Tochter wor dachten beide das wars sie stirbt. Der Mann checkte weiter die Atmung bis der Notarzt nach 10 Minuten eintraf. Wir trugen unsere Tochter schon in Richtung RTW als wir ihn sahen. Im RTW haben sie meine Tochter gecheckt und Ihr ein Zäpfchen verabreicht. Sie fing aufeinmal an am ganzen Körper steif zu werden und zuckte. Auf dem halben Weg ins Krankenhaus kam sie wieder zu sich und war irritiert und wurde langsam wieder normal. Meine Tochter hatte bereits eine Woche ein Atemwegsinfekt mit sich getragen. Im RTW war die Temperatur bei 39,1. wir mussten schließlich 2 Tage im Krankenhaus bleiben und meine Tochter wurde verkabelt und überwacht. Fieber ist bisher keines mehr aufgetreten. Als wir gehen durften haben wir noch ein Notfallmedikament bekommen dass wir bei einem weiteren Fieberkrampf verabreichen sollten. Das Medikament hieß Diazepam oder ähnlich. Es war echt ein schrecklicher Moment. In so einer Situation sollte man die Ruhe bewahren auch wenn es schwer fällt, denn das Kind spürt die Unruhe.
28. Apr 2025 18:07
Re: Fieberkrämpfe und eure Erfahrungen **Thema: Verzweiflung nach vielen Fieberkrämpfen – Austausch gesucht**
Hallo zusammen,
ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll. Ich bin auf der Suche nach Eltern, deren Kinder ebenfalls komplizierte oder viele Fieberkrämpfe hatten – und bestenfalls daraus herausgewachsen sind oder hilfreiche Tipps bekommen haben.
Mein Sohn hatte gestern seinen vierten Geburtstag. Was eigentlich ein wunderschöner Tag hätte werden sollen, endete in einer Katastrophe: Er hatte seinen 13. Fieberkrampf.
Schon vor etwa 1,5 Jahren hatte er in der Notaufnahme einen extrem schlimmen Anfall: Er kam erst nach 18 Minuten wieder zu sich, obwohl er Propofol und ein Diazepam-ähnliches Medikament über die Vene erhalten hatte. Diese Erfahrung hat bei mir so massive Ängste und Depressionen ausgelöst, dass ich damals nochmal in Elternzeit gegangen bin, um irgendwie klarzukommen.
Aber ehrlich gesagt: Ich komme bis heute nicht klar.
Die Kinderneurologen sagen, dass mein Sohn zwei unauffällige EEGs hatte und dass es zwar selten, aber bekannt sei, dass manche Kinder viele oder kompliziertere Fieberkrämpfe haben – und dass sich das oft im Grundschulalter verwächst. Solange die Krämpfe in Verbindung mit Fieber stehen, solle ich beruhigt sein.
Aber ich bin alles andere als beruhigt.
Meine Ehe, mein gesamtes Leben leidet unter dieser ständigen Angst. Ich bin traurig, verzweifelt und fühle mich oft völlig allein.
Gestern beim Geburtstag kam der Fieberkrampf ganz plötzlich und völlig unvermittelt. Viele Gäste, die noch nie einen FK gesehen hatten, haben bestätigt, dass wirklich nichts auf den Anfall hingedeutet hatte.
Er hörte auf zu atmen, wurde blau.
Seine Augen verdrehten sich diesmal nicht, sie waren starr, leer – ohne Blinzeln, ohne jede Regung.
Es war einfach der blanke Horror.
Ich kann dieses Bild nicht vergessen.
Bisher verliefen die meisten Fieberkrämpfe eher unkompliziert, aber es kam auch schon vor, dass er zwei innerhalb weniger Stunden hatte. Und eben dieser eine, furchtbare Krampf damals, der nicht enden wollte.
Ich wende mich jetzt an euch:
Gibt es hier Eltern, die Ähnliches durchgemacht haben?
Was haben euch die Ärzte geraten?
Gibt es irgendetwas, was euch geholfen hat – medizinisch, organisatorisch oder auch emotional?
Habt ihr Tipps für den Alltag oder den Umgang mit der ständigen Angst?
Ich würde mich wahnsinnig über einen Austausch freuen. Ich weiß, dass jedes Kind individuell ist, aber im Moment brauche ich einfach Hoffnung. Und vielleicht Erfahrungen von Menschen, die wirklich verstehen können, wie es sich anfühlt.
Danke an alle, die bis hierher gelesen haben.
ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll. Ich bin auf der Suche nach Eltern, deren Kinder ebenfalls komplizierte oder viele Fieberkrämpfe hatten – und bestenfalls daraus herausgewachsen sind oder hilfreiche Tipps bekommen haben.
Mein Sohn hatte gestern seinen vierten Geburtstag. Was eigentlich ein wunderschöner Tag hätte werden sollen, endete in einer Katastrophe: Er hatte seinen 13. Fieberkrampf.
Schon vor etwa 1,5 Jahren hatte er in der Notaufnahme einen extrem schlimmen Anfall: Er kam erst nach 18 Minuten wieder zu sich, obwohl er Propofol und ein Diazepam-ähnliches Medikament über die Vene erhalten hatte. Diese Erfahrung hat bei mir so massive Ängste und Depressionen ausgelöst, dass ich damals nochmal in Elternzeit gegangen bin, um irgendwie klarzukommen.
Aber ehrlich gesagt: Ich komme bis heute nicht klar.
Die Kinderneurologen sagen, dass mein Sohn zwei unauffällige EEGs hatte und dass es zwar selten, aber bekannt sei, dass manche Kinder viele oder kompliziertere Fieberkrämpfe haben – und dass sich das oft im Grundschulalter verwächst. Solange die Krämpfe in Verbindung mit Fieber stehen, solle ich beruhigt sein.
Aber ich bin alles andere als beruhigt.
Meine Ehe, mein gesamtes Leben leidet unter dieser ständigen Angst. Ich bin traurig, verzweifelt und fühle mich oft völlig allein.
Gestern beim Geburtstag kam der Fieberkrampf ganz plötzlich und völlig unvermittelt. Viele Gäste, die noch nie einen FK gesehen hatten, haben bestätigt, dass wirklich nichts auf den Anfall hingedeutet hatte.
Er hörte auf zu atmen, wurde blau.
Seine Augen verdrehten sich diesmal nicht, sie waren starr, leer – ohne Blinzeln, ohne jede Regung.
Es war einfach der blanke Horror.
Ich kann dieses Bild nicht vergessen.
Bisher verliefen die meisten Fieberkrämpfe eher unkompliziert, aber es kam auch schon vor, dass er zwei innerhalb weniger Stunden hatte. Und eben dieser eine, furchtbare Krampf damals, der nicht enden wollte.
Ich wende mich jetzt an euch:
Gibt es hier Eltern, die Ähnliches durchgemacht haben?
Was haben euch die Ärzte geraten?
Gibt es irgendetwas, was euch geholfen hat – medizinisch, organisatorisch oder auch emotional?
Habt ihr Tipps für den Alltag oder den Umgang mit der ständigen Angst?
Ich würde mich wahnsinnig über einen Austausch freuen. Ich weiß, dass jedes Kind individuell ist, aber im Moment brauche ich einfach Hoffnung. Und vielleicht Erfahrungen von Menschen, die wirklich verstehen können, wie es sich anfühlt.
Danke an alle, die bis hierher gelesen haben.
6. Aug 2025 22:57
Re: Fieberkrämpfe und eure Erfahrungen
Hallo Mama,
ich bin in einer ähnlichen Situation. Wir hatten bisher 5 Krämpfe. Der erste Krampf war mit 10 Monaten und ging über 20 Minuten. Die Ärzte haben es nicht in den Griff gekriegt. Unser Baby ist nachts aufgewacht, hat geschrien und ist bewusstlos zusammen gesackt und dann fing das krampfen an. Es war furchtbar. Eine COVID Infektion war der Auslöser und soll wohl öfters komplizierte Fieberkrämpfe auslösen. Das EEG war auch unauffällig. In den folgenden 1,5 Jahren kamen vier weitere Krämpfe dazu. Zwei davon haben wir mit Diazepam beenden müssen. Man merkt es meistens wenn es kommt, d.h. er ist vorher schon kränklich und schlapp. Also ich merke es meistens. Es ist immer der erste Fieberanstieg.
Wir haben nie Fieberzäpfchen genommen, weil es hieß, es bringt nichts. Nach dem 5. Krampf aber haben wir angefangen sofort zu senken. Der Krampf kommt auch schon bei niedrigen Temperaturen (38,0) was ebenfalls ein Risikofaktor ist. Und seid wir sofort senken, haben wir seit einem Jahr keinen Krampf mehr. Ich denke, das Alter wirkt sich positiv aus (inzwischen fast 3,5), aber ich bilde mir ein, dass das Senken hilft. Das Hirn entwickelt sich mit 3 Jahren wohl stark weiter, sodass viele Kinder aufhören zu krampfen. Unser Kinderarzt hat auch gesagt, dass es sehr unwahrscheinlich ist, dass durch das Senken der Temperatur ein Krampf ausgelöst wird.
Was die emotionale Belastung betrifft, habe ich leider keine Lösung und suche selbst nach Wegen mit der Angst umzugehen. Ich mag den Winter nicht mehr, weil alle krank sind und vermeide viele Kontakte in der Grippezeit. Alle aus dem Umfeld wissen Bescheid und sind sehr vorsichtig. Dafür bin ich sehr dankbar, weil wir dadurch insgesamt selten krank waren, aber leider, bis vor einem Jahr, jedes Mal mit einem Krampf. Jeder Husten lässt mich nervös werden. Ich habe mein Kind dann sofort Blick und bin direkt angespannt, wenn die Temperatur leicht ansteigt. Mein Körper geht direkt in Panik über und ich bin wie in einem Fight or Fight Modus. Ich kann viele Dinge nicht mehr genießen und habe so unglaubliche Angst um mein Kind. Niemand versteht, dass es eben nicht nur eine Erkältung ist. Ich bin dankbar für die lange krampffreie Zeit. Wir durften drei Infekte, davon eine heftige Influenza, ohne Krampf überstehen. Die Angst ist leider nicht merklich weniger geworden. Das verliert sich hoffentlich wenn das Grundschulalter erreicht ist.
Solange versuche ich mir klar zu machen, was in meiner Macht steht, was ich ändern kann und was nicht. Ich bete auch und finde so meine Kraft. Und positive Berichte helfen mir auch. Auf einer Fortbildung habe ich einen Vater getroffen, dessen Tochter 11 Fieberkrämpfe hatte und inzwischen studiert. Eine Arbeitskollegin hat eine Tochter, die ebenfalls fünf Mal gekrampft hat und inzwischen eine gesunde erwachsene Frau ist. Entscheidend ist, wie du gesagt hast, die Verbindung zum Fieber. Als die Grippe so schlimm war, habe ich mir Unterstützung aus der Familie geholt, sodass die alleinige Verantwortung nicht bei mir war. Mir hilft es auch, das Fieber engmaschig zu kontrollieren und zu sehen wie es sinkt. Das gibt mir das Gefühl etwas im Griff zu haben. Und setze viel Hoffnung auf das Verwachsen des Fieberkrampfes. Ich sehne manchmal den 5 Geburtstag her, weil das Risiko in diesem Alter so niedrig ist und mit 6 Jahren ist es eigentlich überstanden. Es ist nur eine Phase, sage ich mir. Bald ist es geschafft. Es schafft eine Perspektive.
Es bricht mir das Herz von deinem Sohn zu hören und wie viel er bereits durchmachen musste. Und ich sehe deinen Schmerz und die Last, die du trägst. Es tut mir so leid, wie lange und wie oft du schon diese Krämpfe miterleben musstest. Hole dir bitte Hilfe, wenn dich das Thema zu sehr belastet. Du machst das bestimmt großartig und bist eine tolle Mama für dein Kind. Ich hoffe und bete, dass ihr bald Ruhe findet und die Krämpfe der Vergangenheit angehören.
ich bin in einer ähnlichen Situation. Wir hatten bisher 5 Krämpfe. Der erste Krampf war mit 10 Monaten und ging über 20 Minuten. Die Ärzte haben es nicht in den Griff gekriegt. Unser Baby ist nachts aufgewacht, hat geschrien und ist bewusstlos zusammen gesackt und dann fing das krampfen an. Es war furchtbar. Eine COVID Infektion war der Auslöser und soll wohl öfters komplizierte Fieberkrämpfe auslösen. Das EEG war auch unauffällig. In den folgenden 1,5 Jahren kamen vier weitere Krämpfe dazu. Zwei davon haben wir mit Diazepam beenden müssen. Man merkt es meistens wenn es kommt, d.h. er ist vorher schon kränklich und schlapp. Also ich merke es meistens. Es ist immer der erste Fieberanstieg.
Wir haben nie Fieberzäpfchen genommen, weil es hieß, es bringt nichts. Nach dem 5. Krampf aber haben wir angefangen sofort zu senken. Der Krampf kommt auch schon bei niedrigen Temperaturen (38,0) was ebenfalls ein Risikofaktor ist. Und seid wir sofort senken, haben wir seit einem Jahr keinen Krampf mehr. Ich denke, das Alter wirkt sich positiv aus (inzwischen fast 3,5), aber ich bilde mir ein, dass das Senken hilft. Das Hirn entwickelt sich mit 3 Jahren wohl stark weiter, sodass viele Kinder aufhören zu krampfen. Unser Kinderarzt hat auch gesagt, dass es sehr unwahrscheinlich ist, dass durch das Senken der Temperatur ein Krampf ausgelöst wird.
Was die emotionale Belastung betrifft, habe ich leider keine Lösung und suche selbst nach Wegen mit der Angst umzugehen. Ich mag den Winter nicht mehr, weil alle krank sind und vermeide viele Kontakte in der Grippezeit. Alle aus dem Umfeld wissen Bescheid und sind sehr vorsichtig. Dafür bin ich sehr dankbar, weil wir dadurch insgesamt selten krank waren, aber leider, bis vor einem Jahr, jedes Mal mit einem Krampf. Jeder Husten lässt mich nervös werden. Ich habe mein Kind dann sofort Blick und bin direkt angespannt, wenn die Temperatur leicht ansteigt. Mein Körper geht direkt in Panik über und ich bin wie in einem Fight or Fight Modus. Ich kann viele Dinge nicht mehr genießen und habe so unglaubliche Angst um mein Kind. Niemand versteht, dass es eben nicht nur eine Erkältung ist. Ich bin dankbar für die lange krampffreie Zeit. Wir durften drei Infekte, davon eine heftige Influenza, ohne Krampf überstehen. Die Angst ist leider nicht merklich weniger geworden. Das verliert sich hoffentlich wenn das Grundschulalter erreicht ist.
Solange versuche ich mir klar zu machen, was in meiner Macht steht, was ich ändern kann und was nicht. Ich bete auch und finde so meine Kraft. Und positive Berichte helfen mir auch. Auf einer Fortbildung habe ich einen Vater getroffen, dessen Tochter 11 Fieberkrämpfe hatte und inzwischen studiert. Eine Arbeitskollegin hat eine Tochter, die ebenfalls fünf Mal gekrampft hat und inzwischen eine gesunde erwachsene Frau ist. Entscheidend ist, wie du gesagt hast, die Verbindung zum Fieber. Als die Grippe so schlimm war, habe ich mir Unterstützung aus der Familie geholt, sodass die alleinige Verantwortung nicht bei mir war. Mir hilft es auch, das Fieber engmaschig zu kontrollieren und zu sehen wie es sinkt. Das gibt mir das Gefühl etwas im Griff zu haben. Und setze viel Hoffnung auf das Verwachsen des Fieberkrampfes. Ich sehne manchmal den 5 Geburtstag her, weil das Risiko in diesem Alter so niedrig ist und mit 6 Jahren ist es eigentlich überstanden. Es ist nur eine Phase, sage ich mir. Bald ist es geschafft. Es schafft eine Perspektive.
Es bricht mir das Herz von deinem Sohn zu hören und wie viel er bereits durchmachen musste. Und ich sehe deinen Schmerz und die Last, die du trägst. Es tut mir so leid, wie lange und wie oft du schon diese Krämpfe miterleben musstest. Hole dir bitte Hilfe, wenn dich das Thema zu sehr belastet. Du machst das bestimmt großartig und bist eine tolle Mama für dein Kind. Ich hoffe und bete, dass ihr bald Ruhe findet und die Krämpfe der Vergangenheit angehören.
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