Krabbelt nicht (Hypotonie)

Aus dem Baby ist ein Kleinkind geworden
Elternforum
Mimi10
23. Okt 2025 23:56
Re: Krabbelt nicht (Hypotonie)
Hey,

Ich freue mich über jeden möglichen Austausch mit euch. Mein Sohn ist frisch 1 geworden und ist auch relativ langsam. Er krabbelt nicht und mag nicht lang auf dem Bauch liegen und seinen Kopf halten. Nach einigen Sekunden legt er den Kopf zur Seite und dreht sich zurück. Er rollt wie ein Weltmeister durchs Haus und das seit dem er 6 Monate alte ist. Seitdem kam aber nicht viel dazu. Wenn er erhöht auf dem Bauch liegt zb unter einem Kissen setzt er sich nach hinten hin andernfalls kommt er auch nicht allein in den Sitz. Wir gehen zur Physio aber leider bringt es nicht viel weil er viel weint dort und keine Lust hat. Ich sehe Fortschritte jedoch wünschte ich mir, es würde alles viel schneller gehen. Wir waren 3 Mal beim Osteopathen, laut ihr hat sie viele Nacken Blockaden gelöst und auch eine in der Hüfte. Er hat keine Diagnose bekommen, so wie bei euch zb mit Hypotonie oder sowas. Unsere Kinderärztin ist da eher entspannt und hat zu seinem Allgemeinzustand gesagt dass das schon bald kommen sollte, ich mache mir jedoch viele Sorgen.

Über einen Austausch freue ich mich. Wir sind mit unseren Geschichten nicht allein 🤍
Mimi10
18. Apr 2026 14:47
Re: Krabbelt nicht (Hypotonie)
Hey ihr Lieben..

Gibt es hier noch jemanden der dieses Forum aktiv liest und sich gerne austauschen möchte? 🥺

Viele Grüße
Nadeika31
11. Jun 2026 12:57
Re: Krabbelt nicht (Hypotonie)
Hallo zusammen,

heute bin ich auf euer Forum gestoßen und habe alle Beiträge zum Thema Hypotonie gelesen. Dabei hat es mir ehrlich gesagt etwas Erleichterung verschafft zu sehen, dass wir mit unseren Sorgen nicht allein sind und es auch andere Eltern gibt, deren Kinder aufgrund einer Muskelhypotonie in ihrer Entwicklung verzögert sind.

Ich möchte kurz von meiner Tochter erzählen. Sie ist 21 Monate alt, läuft noch nicht selbstständig und kann auch noch nicht frei stehen. Alle ihre Entwicklungsschritte haben sich deutlich verzögert.

Sitzen konnte sie erst nach ihrem ersten Geburtstag. Das Abstützen auf gestreckten Armen kam ebenfalls erst nach dem ersten Lebensjahr, ungefähr mit 15 Monaten. In dieser Zeit begann sie auch zum ersten Mal zu robben. Mit 16 Monaten fing sie dann an, auf allen Vieren zu krabbeln, und kurz danach zog sie sich an Möbeln hoch und stand an einer Stütze.

Wir machen etwa einmal pro Woche, manchmal auch nur alle zwei Wochen, Physiotherapie nach dem Bobath-Konzept. Ob uns das wirklich sehr geholfen hat, kann ich ehrlich gesagt nicht beurteilen. Natürlich versuchen wir auch zu Hause etwas mit ihr zu üben, aber oft fehlt uns die konkrete Anleitung, was genau wir machen sollten.

Zusätzlich fällt mir auf, dass sich die Entwicklungsverzögerung nicht nur auf die Motorik beschränkt. Meine Tochter kaut feste Nahrung bisher kaum selbstständig. Besteck hält sie noch nicht selbst in der Hand, und trinken kann sie nur aus Trinkbechern mit Strohhalm. Ich füttere sie daher nach wie vor mit dem Löffel und stille sie auch noch.

Außerdem knabbert sie ständig an Spielzeug, Möbeln oder anderen Gegenständen und beschäftigt sich mit Spielzeug oft eher auf diese Weise als durch richtiges Spielen.

War das bei euren Kindern vielleicht auch so? Über eure Erfahrungen würde ich mich sehr freuen.

Beim Lesen der Beiträge hier hatte ich den Eindruck, dass sich vieles um die motorische Entwicklung dreht und dass viele Kinder ihre körperlichen Fähigkeiten einfach mit mehr Zeit entwickeln. Mich beschäftigt momentan aber auch die geistige bzw. kognitive Entwicklung meiner Tochter sehr.

Deshalb würde ich mich besonders über Rückmeldungen von Eltern freuen, deren Kinder inzwischen etwas älter sind. Vor allem interessiert mich das Thema Sprache. Meine Tochter spricht bisher kein einziges Wort. Sie plappert zwar, aber keine verständlichen Wörter. Manchmal habe ich außerdem das Gefühl, dass sie mich nicht immer versteht. Sie zeigt nicht mit dem Finger auf Dinge und reagiert oft nicht eindeutig auf Aufforderungen oder auf das, was ich ihr sage.

Das ist aktuell meine größte Sorge.

Leider bekommen wir von den Ärzten bisher kaum Antworten. Zusätzliche Untersuchungen wurden bisher nicht veranlasst. Alle Untersuchungen, die bisher gemacht wurden, waren unauffällig. Uns wird lediglich gesagt, dass eine Muskelhypotonie und eine Entwicklungsverzögerung vorliegen.

Ich würde mich sehr freuen, wenn jemand seine Erfahrungen zu diesem Thema teilen könnte. Vielen Dank schon einmal für eure Antworten!
Nadeika31
11. Jun 2026 12:59
Re: Krabbelt nicht (Hypotonie)
Mimi10 hat geschrieben:
> Hey ihr Lieben..
>
> Gibt es hier noch jemanden der dieses Forum aktiv liest und sich gerne
> austauschen möchte? 🥺
>
> Viele Grüße


Hey,

ich würde mich sehr gerne austauschen. Gibt es hier die Möglichkeit vllt, auch einander privat zu schreiben?

Viele Grüße
MilaMiMa
4. Jul 2026 17:23
Re: Krabbelt nicht (Hypotonie)
Hallo Zusammen!
Ich bin eigentlich auch eher der Typ Forum-Leser als Forum-Schreiber aber eure Erfahrungen haben mir doch auch etwas Mut gemacht, wenngleich ich aber auch gestehen muss, dass meine Tochter erst 7 Monate alt ist. Trotzdem haben wir (nicht nur) motorische Themen, die mich sehr ängstigen und verunsichern.
Kinderärzte sind immer so eine Sache. Alle sagen, man soll seine Sorgen mit dem Arzt besprechen, der ist aber meistens gestresst, guckt einmal in den den Kinderwagen und sagt sowas, wie, sieht doch ganz munter aus. Wirklich passieren tut ja dann meistens erst was, wenn plötzlich doch eine massive Entwicklungsverzögerung besteht und das Kind schon älter ist und eigentlich längst Physiotherapie oder Frühförderung nötig gewesen wäre.
Bei uns ist das Wort „Hypotonie“ auch noch nicht wirklich geäußert worden aber bei der U5 in der letzten Woche musste der Kinderarzt dann doch mal zugeben, dass meine kleine Maus bei den Lagereaktionen mehr Spannung und Widerstand hätte zeigen könnte. Bauchlage war bei uns immer ein Hass-Thema aber wir machen schon seit einigen Wochen Physio und ich versuche mit ihr fleißig zu üben. Sie ist drei Wochen früher geboren worden. Seit sie 6 Monate ist dreht sie sich auf den Bauch, bevorzugt aber definitiv das Drehen über rechts. Kurz danach kam auch das zurück drehen auf den Rücken dazu. Und jetzt, wenn sie sich dreht und sich ein Spielzeug greift, dreht sie quasi mit dem ersten Griff schon wieder zurück auf den Rücken. Unterarmstütz geht gut, im Kinderwagen teilweise über 40 Minuten, Handstütz aber fast gar nicht. Die Hände sind, außer beim Greifen, noch halb gefaustet. Sie kreist mal um ihre eigene Achse aber vorwärts gehts noch nicht. Sie hat eine diagnostizierte Asymmetrie ( dreht nach rechts, nimmt rechten Fuß in die Hand, greift lieber mit rechts) und einen Plagiozephalus (Plattkopf). Ich finde sie beim Tragen auch etwas instabil aber ich habe keinen Vergleich. Der Kopf wird ganz gut gehalten, wenn auch teils wacklig aber sie ist immer so Richtung Schwerkraft nach unten orientiert. Da fehlt einfach Spannung.

Zusätzlich habe ich auch Sorge bezüglich weiterer Entwicklungsbereiche. Sie reagiert nicht immer auf Ansprache, kann von nahem den Blickkontakt nicht gut halten, reagiert gar nicht empfindlich auf laute Geräusche (bellender Hund direkt neben ihr) und ist hart im nehmen was Schmerz betrifft.(weint eigentlich nur beim impfen). Bis sie mal vor Hunger oder Müdigkeit richtig weint dauert es ewig..Und am liebsten schläft sie (19/20-6/7, 7:30/8:30-9/10; 12/13-3/4)

Die Kombination aus allem macht mir schon große Sorgen, auch wenn sie ja bereits Entwicklungschritte gezeigt hat.
Ich würde einfach gerne wissen wo die Reise hingeht, nur dass kann mir wohl keiner sagen. Nächste Woche haben wir einen Termin bei einer Ergotherapeuten. Ein Rezept zu bekommen war glaube ich schwieriger als im Lotto zu gewinnen. Alles was der KK Geld kostet wird erstmal abgelehnt.

Ich würde mich auf jeden Fall auch sehr über Austausch freuen. Ich bin nämlich schon sehr verunsichert wenn ich andere Babys sehe und weiß im Alltag oft gar nicht gut wie wir eine Routine finden sollen oder wie ich mit ihren Verhaltensweisen umgehen soll.

Sonnige Grüße! ☀️
35 Beiträge

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