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Ist mein Baby sicher gebunden?
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Ich kann irgendwie nicht aufhören mir Gedanken darüber zu machen, ob mein Sohn, 14 Monate alt, auch wirklich eine sichere Bindung zu mir hat. So richtig beschäftigt mich das Thema, seit wir neulich im Tobeland bei uns waren. Mein Schatz ist ein kleiner Klettermax und geht liebend gern auf Erkundungstour. Er wollte dort weder bei mir sitzen, noch auf meinem Arm bleiben, sondern immer runter. Ich habe ihn auch krabbeln lassen und bin immer hinterher. Er war das erste Mal dort und es war auch nicht gerade wenig los. Er ist dann einfach drauflos und hat mich da stehen lassen, hat sich nicht nach mir umgedreht und schwups war er um die Ecke außer Sichtweite.
Mir war ein wenig, als wäre es ihm völlig egal ob ich da bin oder nicht.
Was sich auch unschön für mich anfühlt, ist die Tatsache dass er bei meinem Freund auf der Brust einschläft und bei mir will er sich aufrichten und meckert dann wenn ich ihn auf mich legen möchte. Er kuschelt manchmal noch auf meinem Schoß und lehnt sich an mich, aber auch nicht lange und will sich dann aufrichten. Dann leg ich ihn in sein Bettchen und begleite ihn daneben in den Schlaf. Ich frage mich so warum er das bei mir nicht möchte, liegt es an mir oder bin ich unbequem?
Vielleicht hört sich das alles banal an, aber vielleicht versteht ihr auch ein bisschen meine Sorge.
Ich habe manchmal einfach so Sorgen,dass manches Schimpfen von mir in furchtbar erschöpfenden Nächten vll dazu geführt haben könnte, dass er unsicher gebunden ist..Aber ich bin immer für ihn da und mir tut es auch leid,wenn ich geschimpft hab.
Danke schonmal
Ich kann deine Sorge verstehen. Auch mir ist es wichtig, dass meine Kinder sicher gebunden sind. Ob wir das wirklich geschafft haben, stellt sich aber glaub ich erst in ein paar Jahren raus.
So wie du es beschreibst, würde ich jetzt mal sagen, dass er auf jeden Fall genug Vertrauen in dich hat. Denn wenn er sich traut, in einer fremden Umgebung einfach drauf los zu toben, ohne sich umzusehen, dann vertraut er meiner Meinung nach darauf, dass du da bist und ihm wenn nötig hilfst. Das mit dem Streicheln/Kuscheln beim Schlafen gehen kenne ich von meinem Sohn (21 Monate) auch. Mal will er es, mal nicht. Ich denke, dass müssen wir so akzeptieren. Unsere Kinder haben das Recht, Nähe einzufordern oder eben auch abzulehnen. Das sie sich abnabeln, ist ja ein natürlicher Prozess. Bei uns hat das vor ein paar Monaten schleichend angefangen. Mit dem konnte ich anfangs auch nicht so gut umgehen, andererseits bin ich total erleichtert, dass er innerhalb der Familie auf jeden zugeht und auch zu Leuten, die er nicht so gut kennt, schnell Vertrauen fasst und mich eben nicht mehr ständig braucht. Und auch mein Freund, die Omas/Opas, Goli/Gedi begleiten ihn teilweise anders als ich in den Schlaf und das ist auch gut so. Hauptsache, er findet mit jedem seinen Weg, gut einschlafen zu können.
Manchmal, wenn ich ihn wo abhole, kommt er sofort zu mir und lässt mich nicht mehr los (so nach dem Motto: lass mich ja nicht noch länger hier
Ich kann dir eigentlich nur den Tipp geben, dir selber zuzugestehen, dass du eine gute Mutter bist. Du machst vermutlich nicht alles richtig - wer tut das schon? - aber so wie du das beschreibst, versuchst du alles, um für dein Kind da zu sein und schenkst ihm so viel Liebe und Nähe wie möglich. Ich glaub, wir Mamas brauchen einfach viel öfter guten Zuspruch und die Zusicherung, dass wir das toll machen. Auch ich schimpfe mal mit meinen Kindern und nein, ich bin keineswegs stolz drauf. Durch Lesen von gewissen Büchern, Yoga und Atemtechniken wird das immer weniger und ich bin auch so weit, mich bei ihnen zu entschuldigen und ihnen zu sagen, dass es nicht ihre Schuld ist, sondern mich einfach manche Situationen überfordern. Vielleicht hilft dir das auch, um dein Gewissen wieder zu beruhigen. Auch wenn sie den Inhalt der Entschuldigung noch nicht verstehen, verstehen sie denke ich schon, dass sich die Mama wieder beruhigt hat und sie ganz doll lieb hat.
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