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Probleme mit Schwiegermama
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Im Moment habe ich etwas Schwierigkeiten mit meiner Schwiegermama und muss mich deswegen mal kurz auskotzen. Ich bitte um ehrliche Meinungen, da mich das ganze Thema schon sehr viel Energie kostet.
Ein paar Informationen vorab: es ist das erste Enkelkind und wir wohnen direkt nebeneinander und sehen uns deswegen zwangsläufig fast täglich.
Wenn wir uns alles sehen, wird mir die kleine sofort aus den Arm genommen und ich spiele keine Rolle mehr. Sie übernimmt dann automatisch alle Aufgaben, die eigentlich ich so mache... zum Beispiel wechselt sie der kleinen immer die Windeln und das klammheimlich, weil sie weiß, dass ich das nicht so gerne abgebe... das hat auch ein Grund, weil die kleine jetzt schon öfter einen wunden Po bekommen hat, weil sie ihn nicht trocknen lässt nach den Saubermachen... und das will ich einfach verhindern!
Ein anderes Beispiel, der Raum wird mit der kleinen oftmals verlassen, wenn ich dazu komme. Die kleine könnte mich ja dann sehen und zu mir zurück wollen...
wenn die kleine nur kurz meckert (ich aber da bin) springt sie sofort auf mit den Worten „Oma ist schon da“
Und sie muss auch immer alles ganz genau wissen. Wann und wie viel hat sie geschlafen? Wie viel hat sie gegessen? Das nervt mich einfach!
Generell gibt sie mit einfach das Gefühl, dass sie meine Rolle als Mama gerne übernehmen würde...
wenn wir uns sehen gibt es nur noch die Oma und die kleine... und generell hatten wir nie ein wirklich herzliches Verhältnis.
Und ich muss vielleicht auch noch erwähnen, dass ich selber keine Eltern mehr habe und der Verlust meiner Mama mich unglaublich fertig gemacht hat... vielleicht fällt mir der Umgang mit ihr deswegen so schwer, weil ich gerne meine Mama in der Omarolle sehen würde? Ich weiß es nicht...
vielleicht übertreibe ich auch und sollte es nicht so streng sehen?!
Vorab vielen Dank!!
Bei einem Punkt musste ich Schmunzeln: Windeln wechseln - das gebe ich immer an jeden ab, der es freiwillig macht
Zur allgemeinen Situation: als erstes immer dreimal tief durchatmen. Und dann würde ich an deiner Stelle ein klärendes Gespräch suchen. Vielleicht interpretierst du in ihr Verhalten etwas hinein, was sie so gar nicht beabsichtigt? Eventuell will sie dich nur entlasten und du interpretierst es als "wegnehmen"? Ich bin auch so ein Kandidat, der gerne auf Grund meiner Mobbing-Vergangenheit in allem gleich einen Angriff sieht etc.
Ich hab auch einige Male meinen Mann vorgeschickt, um Standpunkte bei seinen Eltern klar zu stellen (bei meinen mach ich es). Insbesondere weil seine Eltern mit meiner sehr direkten Art nicht umgehen können und bevor das sonst gute Verhältnis gestört wird, darf mein Mann sich diplomatisch betätigen.
Eventuell wäre das für euch auch eine Möglichkeit, dass dein Mann mit seiner Mutter redet?
Bezüglich deiner Mutter kann ich das sehr gut verstehen. Hier kann ich dir leider nicht helfen, bei mir leben beide noch. Aber Versuch dich nicht auf den Gedanken zu versteifen, dass deine Mutter auch gerne Oma gewesen wäre, sondern Versuch es mal so zu sehen, dass es toll ist, dass noch eine Oma da ist (ich hatte auch nur eine Oma) und sie diese Rolle gerne ausfüllt. Ich kenne auch Familien, wo die Oma überhaupt nicht für die Kinder da ist!
Bei uns ist es etwas anders. Meine Eltern leben beide noch, wohnen aber 30 km weit weg und sind berufstätig.
Die Eltern meines Mannes sind beide verstorben, seine Großmutter, Onkel und Tante wohnen im Ort.
Der Onkel meines Mannes hat bei uns die Opa-Rolle übernommen. Er passt auch ein bis zweimal die Woche mittags auf die Kleine auf, wenn ich arbeite.
Anfangs hatte ich auch oft das Gefühl, sobald der „Opa“ da ist bin ich abgeschrieben. Aber auf der anderen Seite habe ich gemerkt, dass er einfach so glücklich über die Kleine ist.
Die beiden sind ein Herz und eine Seele. Für mich ist es inzwischen das schönste zu sehen, wie lieb die zwei sich haben.
Klar ist es bestimmt nicht schlecht mal mit deiner Schwiegermutter über deine Gefühle zu reden, aber ich kann dir nur den Tipp geben die Hilfe deiner Schwiegermutter zuzulassen. Sie freut sich bestimmt nur darüber eine kleine Enkelin zu haben und meint es nicht böse.
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