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Abendliche Verzweiflung
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Nun schreibe ich nach der zweiten Brüllattacke meiner 5,5 Monate alten Tochter aus Verzweiflung und Hilflosigkeit schnell einen Beitrag, bis mich die nächste Brüllattacke wieder zu ihr ins Bett holt.
Sie hat seit knapp 5 Tagen die Angewohnheit, dass sie so extrem laut und schrill anfängt zu schreien, dass mir wirklich die Ohren klingeln und die Nachbarn es durch 5 Wände hören. Dies macht sie gerade beim einschlafen oder wenn sie wach wird und man versucht, sie mit dem Schnuller oder Streicheln wieder in Schlaf zu bringen. Alles scheitert da gerade jeglich und sie lässt sich nur an meiner Brust beruhigen, wo sie dann auch einschläft. Schläft sonst eigentlich tagsüber und nachts in ihrem Beistelbett, aber im Moment hauptsächlich eng an Mama gekuschelt, die sich nachts kaum noch bewegt. Man sucht ja sämtliche Erklärungen, die Zähnchen ( sieht noch nicht nach Durchbruch aus), Entwicklungsschub, das Bäuchlein etc. etc. Ein Problem hat sie gerade und das ist ihr Stuhlgang. Seit sie Beikost bekommt, hat sie sehr harten Stuhlgang und kann ihn eigentlich nur mit meiner Hilfe (Beine anwinkeln) abführen. Haben schon alles ausprobiert, an Kümmelzäpfchen, glycerin Zäpfchen, Kartoffeln weggelassen, Leicht verdauliches Gemüse usw. aber so richtig flutscht es nicht. Aber laut unserer Ärztin brauch dies wohl seine Zeit
Allgemein wirkt sie häufig unzufrieden und benötigt sehr viel Aufmerksamkeit. Vielleicht kann man mich ja jemand beruhigen und sagen „hey, dieses Verhalten zeigte mein Kind auch um den 5 Monat herum
ich weiß ja nicht, wie es euch mittlerweile geht, der Post ist ja schon ein bisschen her, aber ich hab eine ganz ähnliche Situation mit meinem Sohn - nur tagsüber.
Er ist jetzt 3,5 Monate alt und findet ohne meine Hilfe nur ganz ganz selten in den Schlaf. Schnuller nimmt er keinen (was würden mein Mann und ich uns wünschen, dass er einen nimmt!!) und wenn er müde wird, dann fängt er sehr laut an zu weinen und muss dann von einem von uns in den Schlaf getragen werden. Eine Babytrage hat uns das Leben sehr erleichtert, aber alles geht halt auch nicht, wenn man fast den ganzen Tag ein Baby umgeschnallt hat.
In der Nacht muss ich sagen, schläft er ganz brav, kommt ca. 2-3 Mal zum Essen und schläft dann meist weiter. Aber die Tage sind von seinen Schreiattacken bestimmt, wobei wir es schon schaffen, diese immer schneller und effektiver in den Griff zu bekommen, was mir große Hoffnung macht, dass er bald ein bisschen zufriedener und ausgeglichener wird.
Alles Liebe, Vikine
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