Morgendliches Stillen ersetzen

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ich möchte gerne das morgendliche Stillen bei meiner knapp 10 Monate alten Tochter einstellen und frage mich nun, wie ich diese Stillahlzeit ersetzen kann.
Ihr Ernährungsplan sieht im Moment wie folgt aus:
Morgens: Stillen
Vormittags: Getreide-Obstbrei
Mittags: Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Brei
Nachmittags: Getreide-Obstbrei
Abends: Milch-Getreide-Brei (mit 200 ml Kuhmilch)
Könnte ich die morgendliche Stillmahlzeit nun durch einen weiteren Milch-Getreidebrei ersetzen? Oder sind 400 ml Kuhmilch für ein 10 Monate altes Baby zu viel?
Und ist meine Tochter mit nur Kuhmilch (keine Muttermilch mehr) ausreichend versorgt mit Calzium etc.?
Oder sollte ich den Brei besser mit Fertigmilch für Babys zubereiten? Die Flasche nimmt sie leider nicht, sonst würde ich ihr einfach eine Fertigmilch im Fläschchen geben…
Und, wenn ich ihr morgens nun einen Milch-Getreidebrei geben würde, wäre das dann zu viel Getreide, wenn sie 4x am Tag getreidehaltigen Brei bekommen würde? Wäre es dann zum Beispiel besser, vormittags einfach nur einen Obstsnack zu geben?
Herzlichen Dank bereits im Voraus für Ihre Antwort!
der Speiseplan Ihrer Kleinen gefällt mir sehr gut.
Die Milch zum Trinken am Morgen ist das ganze erste Lebensjahr das ideale Frühstück, sie liefert Flüssigkeit und schnelle Energie nach der langen Nacht. Alternativ kann es eine Säuglingsmilchnahrung geben.
Machen Sie sich keine Gedanken, es ist gar nicht ungewöhnlich, dass sich gestillte Kinder erst mal schwer tun sich an das Trinken aus dem Fläschchen und eine Milchnahrung zu gewöhnen, da sind Sie nicht alleine.
Ihr Mädchen ist den Geschmack der Muttermilch gewöhnt, da fällt eine Umgewöhnung nicht ganz leicht. Möchten Sie die morgendliche Stillmahlzeit ersetzen, dann bleiben Sie einfach dran. Bieten Sie die Milch mit einer Selbstverständlichkeit und positiven Überzeugung an. Gehen Sie nicht zögerlich ans Füttern.
Es kommt häufiger vor, dass die Kleinen einen neuen Geschmack nicht gleich akzeptieren, sie sind einfach von Natur aus skeptisch. Da braucht es etwas Geduld und mehrmaliges Anbieten, dann klappt das schon.
Versuchen Sie mal, etwas Muttermilch auf die Saugerspitze zu träufeln. Durch den Geschmack der Muttermilch kann der Saugreflex eintreten.
Das Fläschchen erfordert auch eine ganz andere Saugtechnik als das Trinken an der Brust. Was Sie noch probieren können: Ruhig auch mal mit einem „normalen“ Becher versuchen. Hierbei kann es hilfreich sein, den Becher bis zum Rand mit der Milchnahrung zu füllen, damit die Lippen beim Trinken gleich benetzt werden und sich das Mündlein so automatisch öffnet.
Vielleicht hilft es auch, wenn mal der Papa oder die Oma ihn füttert, die beiden verbindet Ihr Schatz nicht mit dem Stillen.
Klappt die Milch partout nicht, können Sie im Alter Ihrer Kleinen auch einen Milchbrei als reichhaltigeres Frühstück reichen.
Kuhmilch sollte im ersten Lebensjahr nur in kleinen Mengen gegeben werden. So kann zum Beispiel der Abendbrei mit etwa 200ml Kuhmilch zubereitet werden, wie Sie es machen. Greifen Sie dann morgens besser auf einen Milchbrei aus dem Gläschen, einen Milchbrei zum Anrühren mit Wasser oder einen Bio-Getreidebrei zurück, den Sie mit einer Säuglingsmilchnahrung anrühren.
Der Vorteil der Säuglingsnahrung gegenüber der Kuhmilch ist, dass diese besser an die Ernährungsbedürfnisse von Babys angepasst ist. V.a. der Eiweißgehalt liegt hier niedriger. Auch sind die Nährstoffe passender. Das bedeutet weniger Belastung für die noch empfindlichen Nieren.
Seien Sie ganz unbesorgt. Ein vierter Getreidebrei ist nicht zu viel Getreide. Wenn ihre Tochter am Vormittag noch satt ist, können Sie ihr gerne nur ein reines Obstgläschen oder eine kleine Portion Getreide-Obst-Brei anbieten. Bei einer Zubereitung der Breie mit einem reinen Getreidebrei können Sie auch mit dem Getreideanteil spielen. Je nach Hunger kann es dann mal mehr oder auch mal weniger Getreide im Brei sein. Verlassen Sie sich hier auf Ihren Schatz. Ihre Kleine hat ein sehr gutes Sättigungsgefühl und weiß am besten wie viel sie braucht.
Alles Liebe
Ihr HiPP Expertenteam
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