11 Monate altes Baby will nicht mehr vom Löffel essen

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gast.2016079
28. Jan 2016 12:53
11 Monate altes Baby will nicht mehr vom Löffel essen
Hallo.
Meine 11 Monate alte Tochter war leider noch nie eine gute Esserin und ist mit 7,7 kg auf einer Größe von 76 cm eher dünn.
Wir haben anfangs Pre-Milch gefüttert, sie trank als Säugling ca. 5 x 150-170 ml und seit dem 5. Monat füttern wir Beikost.
Morgens gibts ne Milchflasche mit ca. 180 ml. Mehr als ein halbes Glas mag sie mittag nicht. Nachmittags gibts Schmelzflockenbrei mit Obst. Mehr als eine halbe Tasse ist sie da auch nicht. Abends dann das restliche Glas von mittags und vor dem Schlafengehen ca. 180-200 ml 2-er Folgemilch. Tagsüber noch Wasser zum Essen dazu.
Sie hat sich bis vor 14 Tagen eigentlich ganz gut füttern lassen. Knabbert zu den Mahlzeiten auch schon fleißig Breze und Kartoffeln oder Vollkornnudeln oder auch mal was von unserem Essen zum Probieren.
Auch mit dem Zahnen (sie hat mit 9 Monaten 2 oben und 2 unten bekommen) hatten wir keine großen Probleme.
Seit 2 Wochen haben wir nun das Problem dass sie sich nicht mehr Füttern lassen will. Egal ob mit dem Löffel oder mit ner Gabel oder auch nur mit den Fingern. Kaum hält man ihr was zum Essen hin dreht sie sich weg und fängt zu meckern an. Sie will nur noch selber mit den Fingern essen und am Besten nur noch Nudeln oder Kartoffeln. Oder nur ne Milchflasche. Brei geht gar nicht mehr. Auch anderes Gemüse rührt sie nicht an. Wir haben ihr auch schon nur Gemüse hingelegt: sie tut dann so als hätte sie eben keinen Hunger mehr und lässt es links liegen.
Haben Sie einen Tipp, wie wir unser Kind wieder zum vom Löffel essen ermuntern können?
Nur Nudeln und Kartoffeln reichen doch nicht zum Groß werden! Seit ca. 4 Wochen nimmt sie eh nichts mehr zu sondern wächst nur in der Länge. Wir machen uns schön langsam doch ein bisschen Sorgen.
Gruß
HiPP-Elternservice
29. Jan 2016 08:58
Re: 11 Monate altes Baby will nicht mehr vom Löffel essen
Liebe „Sabine#“,

Ihre Kleine scheint Gefallen am Essen der Großen gefunden zu haben, das ist doch toll. Gegen Ende des ersten Lebensjahres, etwa ab dem 10. Monat, dürfen die Kleinen mehr und mehr vom Familientisch mitessen. Fördern Sie das ruhig und reichen Sie ihr weiterhin parallel zum Mittagsbrei babygerechtes Fingerfood wie Nudeln oder Kartoffeln, aber auch weich gedünstete Gemüsestückchen (Karotten, Pastinake, Kohlrabi, Süßkartoffel).
Machen Sie sich da ruhig den Hunger zum Gehilfen. Eines ist ganz sicher: ein gesundes Kind verhungert nicht vor einem vollen Teller! Ihre Kleine weiß einfach, dass Mama und Papa irgendwann nachgeben und es die beliebten Nudeln/Kartoffeln oder die Milch gibt.
Nehmen Sie die Mahlzeiten gemeinsam mit Ihrer Kleinen ein. Greifen Sie beherzt zu. Sie sind das beste Vorbild und Ihre Kleine wird Sie nachahmen!

Sie haben aber recht, dass die Spatzenportionen Ihre Kleine noch nicht vollständig sättigen. Die Einführung der Familienkost ist meist ein schleichender Prozess, bis dahin bleibt die pürierte Kost wichtig. Gerne könne Sie aber etwas vom Selbstgekochten mit der Gabel zerdrücken und Ihrer Kleinen so anbieten. Vielleicht schmeckt Ihr dieser „Brei“, den auch Mama und Papa essen besser. Nehmen Sie einfach eine Portion vor dem Würzen für Ihre Kleine ab.

Haben Sie eine Idee warum Ihre Kleine den Brei momentan verweigert? Ist irgendetwas beim Essen vorgefallen: war das Essen zu warm oder zu kalt, hat Ihre Kleine sich verschluckt, war es ein neuer Geschmack, Lärm, Druck…? Gibt es da was, dass sie negativ mit dem Löffel verbindet, dann braucht es etwas Zeit bis Ihre Kleine diese Erfahrung vergessen hat. Bieten Sie für den nächsten Anlauf eine "neue Atmosphäre": anderer Platz, ruhige Esssituation. Oft hilft es besonders einen anderen Teller, einen anderen Löffel (in anderen Farben) zu verwenden und so eine unbelastete Situation zu schaffen.

Geben Sie Ihrem Mädchen auch mal einen Löffel in die Hand und lassen Sie sie den Brei selbst erkunden. Das gibt ihr ein Gefühl von Selbstständigkeit. Sie ist nun schließlich bald kein Baby mehr sondern ein Kleinkind ;)

Oder steckt ein Infekt dahinter, der sich auf den Appetit niederschlägt? Gehen Sie in jedem Fall auf Ihre Kleine ein. Wenn sie nicht essen möchte ist das in Ordnung, hier gibt es kein „Muss“.

Vielleicht bahnt sich das nächste Zähnchen seinen Weg nach oben und dieses Mal plagt es Ihre Kleine?
Viele Kinder mögen während des Zahnens nicht mehr so gerne essen/trinken wie gewohnt oder bevorzugen plötzlich ganz bestimmte Speisen oder lehnen andere vehement ab. Der Mundraum ist beim Zahnen sehr empfindlich. Es ist schmerzhaft. Reichen Sie Ihrer Kleinen das Mittagsmenü mal kalt (=Zimmertemperatur), das empfinden viele zahnende Babys als angenehmer. Auch ein gekühlter Beißring vor dem Essen kann die Zahnleiste beruhigen.

Ganz wichtig ist, dass Sie in dieser Situation Ruhe bewahren. Die Natur hat solche Phasen schon mit eingerechnet. Bestimmt finden Sie bald einen Weg, wie Sie alle gemeinsam wieder entspannt am Tisch essen können.

Ein schönes Wochenende mit Ihrer Kleinen wünscht
Ihr HiPP Expertenteam
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