Menge Milch und Obst mit 8 Monaten

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Wir sind das HiPP Expertenteam - Ernährungswissenschaftler und Mütter und haben jahrelange Erfahrung. Täglich beraten wir seit vielen Jahren im HiPP Elternservice am Telefon, per Mail, über Social Media und via Live-Chat viele Mamas und Papas. Es gibt keine Frage, die wir noch nicht gehört haben. Und wenn doch machen wir uns schlau! Deine Fragen sind also bei uns bestens aufgehoben – wir freuen uns auf deine Nachricht!
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Eva, Sophia, Sigrid, Anke, Luise, Annelie und Evi
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Zunächst möchte ich an dieser Stelle ein großes Lob aussprechen! Als Erstgebährende ist man doch oft unsicher und ich konnte hier beim Lesen der Beiträge schon einige auch für mich nützliche Antworten finden!
Jetzt habe ich allerdings doch einige eigene Fragen!!
Mein Sohn ist 8 Monate alt und zur Zeit haben wir folgenden Essesnplan:
08:00h 180-200ml 2er Milch
12:00h 1 Glas Gemüse (Wochenplan: 3x mit Fleisch, 2x mit Fisch, 2x veg.) und 1 Glas Obst als Nachtisch
16:00h: 1 Glas GOB oder Reisflocken mit Obst (kleines Glas)
19:00h: 1 Glas Abendbrei + 1 Glas Obst (vermischt)
20:30h: 150-180ml 2er Milch
Dann schläft er durch bis zum nächsten morgen!
Zusätzlich trinkt er über den Tag verteilt zwischen 50-150ml Tee oder stark verdünnte Säfte
Jetzt zu meinen Fragen:
- Ist die Milchmenge oder die Obstmenge nicht zu hoch?
- Mein Sohn hat noch keine Zähne und weigert sich Gläschen ab 6 / 8 Monaten zu essen. Er ist sonst eigentlich ein "guter Esser"! Ich habe auch bereits das Unterschmischen probiert, leider ohne Erfolg! Er würgt und spuckt ALLES wieder aus!
Haben Sie noch einen Tipp? Und bekommt mein Sohn trotzdem genug Nährstoffe?
-Sollte ich beim Mittagessen auf das Glas Obst verzichten und Leiber ein zweites Glas Gemüse anbieten?
Vielen Dank für Ihre Antwort!
LG AprilMama29
das freut uns riesig, das wir Ihnen in dieser sensiblen Phase im ersten Jahr mit unserem Forum ein Hilfe waren!
Der Speiseplan ist ganz wunderbar.
Bei der Milch ist die Richtschnur 400-500 ml Milch (inklusive Gramm Milchbrei).
Es ist geplant, dass eine Portion Milchbrei am Abend einmal die letzte Mahlzeit des Tages darstellt. Etwas Wasser oder ungesüßter Tee als Getränk danach sind sinnvoll, ein Milch braucht Ihr Kleiner dann aber nicht mehr. Er konnte sich über den gesamten tag je jeweils gut satt essen.
Sie müssen das jetzt nicht von heute auf morgen ändern, als Ziel würde ich Ihnen das schon ans Herz legen. Damit eine Einschlafmilch am Abend nicht zu einer festen Gewohnheit wird.
Eine Anregung. Erhöhen Sie doch mal die Milchbreiportion am Abend. Also eher mehr vom Brei und weniger vom Obst. Der Brei bring mehr Nährstoffe und sättigt mehr als das Obst.
Übliche Milchbreiportion sind etwa 200-250 g.
Sie könnten noch einen Teil von einem zweiten Gläschen untermischen, oder Sie verwenden unsere Instant-Milchbrei. Damit sind Sie in der Portionsgröße variabel und können diese dem Appetit und Wachstum Ihres Kleinen anpassen.
Auch mittags würde ich anstelle von einem Glas Obst eher noch das Mittagessen an sich erhöhen. Etwa ein halbes Glas Obst als Nachtisch sind idR ausreichend.
Jedes Essen bzw. neue Beschaffenheit ist für das Baby gewöhnungsbedürftig. Manche Kinder brauchen für die Umstellung auf die stückigere Kost einige Zeit. Nicht jedes Kind macht hier die gleichen Entwicklungsschritte. Geben Sie Ihrem kleinen Liebling ruhig die Zeit, die er dafür braucht. Ihr Junge wird bis dahin auch mit den Gläschen nach dem 4. Monat mit allen wichtigen Nährstoffen versorgt, die er zu einem gesunden Wachstum benötigt. Wenn die Menge nicht reicht, einfach dem Appetit Ihres Kleinen anpassen.
Die Gläschen ab dem 6./8. Monat unterscheiden sich im Nährstoffgehalt nicht zu den jüngeren, sondern hauptsächlich in der Stückigkeit und der Portionsgröße. Auch sind die Zutaten umfangreicher.
Damit sich Ihr Sohn sich an die stückige Kost gewöhnen kann, mischen Sie weiter löffelweise stückige Nahrung unter den pürierten Brei. Wenn das gut klappt, können sie die Menge nach und nach steigern.
Oder zerdrücken Sie die Stückchen vorher mit der Gabel. Nimmt Ihr Sohn den Brei so an, können Sie dann immer mehr Stückchen belassen.
Auf diese Weise gelingt es gewiss Ihren Kleinen an die Stückchen zu gewöhnen. Natürlich braucht das viel Geduld und etwas Gewöhnungszeit für Ihren Liebling, aber es lohnt sich. Auch Ihr Sohn wird seinen Speiseplan erweitern und mit Freude die stückige Kost schätzen.
Noch eine Info: Kinder haben noch einen sehr empfindsamen Würgereflex. Das kennen Sie bestimmt, wenn ein Spatel bei einer ärztlichen Untersuchung in den Mund gelegt wird, dass wir dann automatisch würgen. Babys sind hier äußerst sensibel, und manche eben ganz besonders. Ein kleines Stückchen Brei bzw. etwas Druck im hinteren Rachen kann schon den Würgereflex auslösen und Ihnen als Mama rutscht dabei das Herz in die Hose.
Viele liebe Grüße
Ihr HiPP Expertenteam
Vielen Dank für die umfangreiche Antwort! Diese passt zur aktuellen Entwicklung!
Seit zwei Nächten kommt mein Sohn auch wieder nachts und lässt sich wirklich schwer beruhigen. Ich habe dann eine Milchflasche (niedriger Pulveranteil) gegeben.
Ich vermute, dass er durch das etwas zu hoch dosierte Obst doch nicht so ganz satt wird!
Ich werde den Mittags- und Abendbrei nach Ihren Anregungen anpassen.
Nun habe ich überlegt zukünftig am Vormittag eine kleine Zwischenmahlzeit anzubieten! Was empfehlen Sie hierfür? GOB oder Zwieback oder??
Viele Grüße
AprilMama29
sehr gerne!

gerne können Sie auch am Vormittag eine Zwischenmahlzeit anbieten, hier eignet sich wie am Nachmittag ein Getreide-Obst-Brei.
Hat sich Ihr Kleiner an die stückige Kost gewöhnt und kommt mit dem Kauen gut klar, kann es auch etwas Obst plus eine Knabberei geben. Zum Früchtebrei oder weichen, reifen Obststücken als Fingerfood lassen sich unsere Reiswaffeln, Babyzwieback, Hirsekringel etc. sehr gut mümmeln. Die Reiswaffeln können Sie dann mal mit Obstmus bestreichen, wie ein „kleines belegtes Brot“.... Auch so kann Obst & Getreide aussehen. Sie können die Knabbereien auch mal grob ins Obstmus bröseln, so entsteht ein schön griffiger Brei.
Gehen Sie da ganz nach der Reife Ihres Jungen, das hat überhaupt keine Eile!
Viel Freude mit Ihrem Kleinen wünscht
Ihr HiPP Expertenteam
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