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Erfahrungsaustausch NEURODERMITIS
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meine 3 1/2jährige Tochter hat Neurodermitis bekommen. Kurz vor Weihnachten viel uns auf daß sie sehr trockene Haut um die Augen herum hat. Aber sie war da auch ziemlich krank und wir haben es einfach der Erschöpfung und dem Kranksein zugerechnet.
Nun, aber bilden sich auch am Hals und im Nacken Stellen mit sehr trockener, juckender Haut und so haben wir nochmal einen Arzt konsultiert.
Zwei unabhängige Ärzte haben dann auch die gleiche Diagnose gestellt, nämlich Neurodermitis.
Als Therapie: abwarten und wenn es schlimm wird eincremen mit Linola oder ähnlichem. Unser Kinderarzt meint daß wenn es wärmer wird und sie wieder gesund ist (aktuell mal wieder verrotzt mit Pseudokruppartigen Anfällen) wird sich die Problematik von allein geben.
Mir tut sie einfach leid weil sie sich die Augen oft blutig kratzt bzw. reibt. tagsüber ist sie echt tapfer und geht nicht dran, aber nachts im Schlaf und morgens sieht sie dann aus als hätte sie sich mit den Klitschkos angelegt...
Habt ihr Erfahrungen damit und könnt mir vielleicht noch den ein oder anderen Tip geben?
die salbe ist super, es dauert zwar aber besser als cordison nehmen zu müssen und es juckt dann auch nicht mehr so stark und die haut bekommt viel feuchtigkeit.
am anfang hab ich auch erst gewartet immer aber ich hab mich dann schlau gemacht in der apotheke und warum solange warten wenn man nicht cremen kann und so für linderung zu sorgen.
unsere Tochter 10 Monate hat ebenfalls Neurodermitis, ausgelöst durch den Heuschnupfen meines Schwiegerpapas. Klingt komisch, ist aber so.
Wir haben auch zu Beginn mit Linola etc. und dann Neuroderm akut versucht und es half nix.
Jetzt haben wir 14 Tage täglich einmal eine angerührte Cortisonsalbe auf die akuten Stellen gecremt. Und es ist alles weg. Die nächsten vier Wochen muss ich die Salbe 2mal die Woche anwenden, um die Entzüngsherde in Schach zu halten.
Des Weiteren müssen wir mehrmals täglich mit einer rückfettenden Creme und am Abend vorm Schlafen gehen mit einer Creme mit Microsilber "arbeiten. Außerdem benötigt sie 2mal täglich Fenistiltropfen, da sie sich sonst blutig kratzt.
Inzwischen geht es Emma aber gut und ich bin froh, das ich einen Hautarzt der auf Neurodermitis spezialisiert ist, hinzu gezogen habe.
lg
Nicole
Für die aufgekratzten Stellen benutze ich die antiseptische bepahnten.
Denn Bakterien, dreck usw. Verschlimmern es ja nur.
Zum fetten der ganz trockenen stellen benutzen wir alfason repaier.
Sehr gut auch für die rissigen stellen in kniekehlen, armbeugen usw......und perfekt für das gesicht.
Für den Körper benutze ich eucerin für Neurodermitis.
Eine grosse flasche kostet 18 euro.
Extra auch für Babys, ohne Zusätze, und wichtig ohne parabene usw.
Diese Kombination ist das einzigste was hilft.
Es heisst vom arzt jedes mal..... immer abwarten und wenn, fetten....
Das hilft bei uns gaaaar nicht.
Auch die neuroderm hat nicht geholfen.
Ich wünsche euch alles liebe und gute.
Ich hoffe ihr bekommt bald einen akzeptablen fahrweg !
Bei uns hilft Dermaplant für die Neurodermitis und Mykoderm für den Pops.
Seit ca 3 Monaten bin ich nur im Wechsel mit cremen.
Entweder sind es die Kniekehlen oder der kleine Popo.
Zur Zeit ist mal wieder der Popo dran.Wenn der wieder OK ist,kommt die Neuro in den Kniekehlen wieder. Hoffe das es bald besser wird.Werde diese Woche noch abwarten u dann nochmal meine KiÄ zu rate ziehen, weil es ja nicht ewig so weiter gehen kann.
LG
mein Kleiner (erst 14 Wochen) hat zum Glück noch keine Neurodermitis aber ich hatte und habe sie zum Teil sogar recht heftig. Vielleicht hilft es euch ja mal etwas aus der Sicht einer Betroffenen darüber zu lesen. Also zu aller erst bitte macht euren Kindern niemals Vorwürfe/schimpft sie weil sie kratzen! Der Juckreiz ist furchtbar, man versucht den Drang zu unterdrücken aber irgendwann ist es auch für die Nerven zu viel und man verfällt in einen richtigen 'Kratzrausch' da wird dann so lange gekratzt bis alles blutet. Das Schlimme an der Sache ist dass das kratzen im ersten Moment gut tut aber hinterher tut alles einfach nur weh. Es gibt einen Spruch 'die Haut ist der Spiegel der Seele' der trifft wirklich zu. Die meisten Neurodermitisschübe sind seelisch bedingt. Viele reagieren heftig auf Stress und das kann ein Streit sein, eine Situation in der man Angst hat oder auch nur eine Krankheit oder natürlich der 'normale' Stress wenn viel los ist.
Für die Haut ist es super wichtig dass sie richtig gepflegt wird. Bitte nicht abwarten bis es schlimm ist sondern vorbeugend etwas tun. Ich benutze seit 2 Jahren die 'Dexeryl'-Creme und bin seitdem fast ohne Juckreiz und damit ohne blutige Stellen und das trotz den ganzen Hormonumstellungen durch Schwangerschaft und Geburt (die Hormone spielen auch ne wichtige Rolle bei mir ist z. B. die Haut immer zwei Tage bevor ich meine Periode bekomme am schlimmsten). Die Creme ist eine reine Fettcreme und dient nur dazu, dass die Haut nicht so trocken wird wodurch sie spannen und juclen würde (fühlt sich so an als wäre sie eine Nummer zu klein),wird auch in Hautkliniken verwendet und kann man in der Apotheke kaufen. Wichtig ist das cremen des ganzen Körpers je nachdem wie trocken die Haut ist jeden Tag oder auch nur alle zwei Tage aber auf jeden Fall nach dem Baden/Duschen! Bitte auch nicht so häufig baden/duschen (2× pro Woche reicht völlig), nur kurz ins Wasser und das Wasser nicht zu warm! Warmes Wasser trocknet die Haut schon nach vier Minuten aus! Auch bei Shampoo und Duschgel gibt es einiges zu beachten moglichst ohne Duftstoffe und ph-neutral. Es gibt auch da eines in der Apotheke 'Physiogel' ist für beides zu nutzen und brennt vor allem auch in offenen Stellen nicht! Auch sonst auf alles mit Duftstoffen verzichten also Waschmittel möglichst ohne und keinen Weichspüler!
Ohje ganz schön lang geworden
@mondkind:
danke für die ausführlichen Infos, da ist sicher das ein oder andere dabei, was uns auch nützen wird
Unsere Tochter (21 Monate) hat auch Neurodermitis. Bei ihr sind einige Lebensmittel Auslöser: Tomaten,säurehaltiges wie Orangen, Mandarinen und alles mit Citronensäure. Letztens hatte sie eine heftige Erkältung und schon kam wieder ein Schub....;-( Dann hatte sie eine Mittelohrentzüdung, als sie bei Oma war und Oma bekam von Kinderarzt einen Fiebersaft mit Orangenaroma - schwupps, der nächste Schub....
Wir cremen jeden Tag mindestens zweimal mit der Creme von Dermapharm und auf die Wunden kommt Bepanthen. Die Dermapharm-Creme bekommen wir vom Kinderarzt auf Rezept.
Ausserdem machen wir zusätzlich eine Darmsanierung mit Milchsäurebakterien und ich mische ihr frisches Leinöl in ihren Joghurt. Das scheint ihr ganz gut zu tun.
Viele Grüsse Molly
Grüsse Molly
bei uns sieht es mit einigen Dingen ganz anders aus, auf Anraten des Arztes.
z.B. muss ich Emma, knapp 11 Monate alt, alle 2 Tage baden. Das erweitert die Poren und die Haut nimmt somit die Creme mit Microsilber besser auf. Die Creme zur Rückfettung der Haut müssen wir sogar mehrmals täglich komplett cremen. Und auf Anraten nutzen wir sogar Weichspüler, da ohne die Wäsche zu kratzig ist auf Emmas Haut und sie überall Reizungen bekommt. Und wir haben die ersten 14 Tage täglich morgens eine angemischte Cortisonsalbe genutzt auf den Entzündungsherden, bis Ende März wird dies noch 2mal die Woche auf die Stellen wo die Herde waren gemacht.
Aber es funktioniert gut und wir haben, bis auf den Hinterkopf, alles gut im Griff.
Es kommt bei ihr allerdings weder von Lebensmittel, Hygieneartikel oder Tierhaarunverträglichkeit. Sondern ist erblich bedingt von ihrem Opa.
lg
Nicole
Meine beiden Jungs, 2,5 J und 10 mon, leiden beide unter Neurodermitis. Bei dem Großen haben wir es sehr gut mit dem Aufbau der Darmflora und Homöopathie in den Griff bekommen. Er hat kaum noch Schübe.
Der kleine leidet sehr. Er hat alle Hautfalten wund. Außerdem muss er sofort gewickelt werden wenn er Kaka gemacht hat, sonst ist es sofort blutig
Lg
@emmapaul3: Ich glaube beim baden scheiden sich die Geister. Der eine sagt so, der andere so. Ich selbst habe in der Hautklinik gesagt bekomme, wenn ein neuer Schub da ist muss der ganze Schnodder (Wundflüssigkeit weil es nässt, Blut und Hautschuppen) ab und ich sollte sogar täglich kurz(!) duschen damit sich auf das ganze nicht auch noch ne Infektion drauf setzt (hatte ich schon mal sind höllische Schmerzen). Wenn die Haut aber recht gut ist, dann soll ich nur 2mal die Woche höchstens noch einmal wegen Sport etc. um die Haut nicht noch zusätzlich auszutrocknen. Im Sommer täglich kurz lauwarm abduschen damit der Schweiß abgewaschen ist geht natürlich
Da ihr mit Microsilber cremt braucht ihr die Fettcreme natürlich öfter, denn das Silber wirkt zwar entzündungshemmend aber trocknet auch aus. Ich vermute mal das Silber verwendet ihr nicht immer sondern nur in den Schüben und da muss man sowieso mehr fetten. Ich meinte vor allem zur Vorbeugung in guten Zeiten und da sollte man schon etwas weniger Fettcreme nutzen damit die Haut lernt für sich selbst zu sorgen. Natürlich nur nach und nach das Cremen reduzieren! Ich habe sonst morgens und abends die Fettcreme benutzt und natürlich nach dem Duschen nun (nach 2 Jahren) brauche ich sie nur noch nach dem Duschen ansonsten klappts auch so gut nur die Hände brauchen mehr Pflege kommen ja auch öfter mit Wasser in Kontakt. Super dass ihr fast ohne Cortisoncreme auskommt und es trotzdem gut im Griff habt
Ich hoffe ich hab jetzt nicht zu klugscheißerisch gewirkt. Will ich nämlich nicht, nur ich weiß ja selbst wie schlimm Neurodermitis sein kann und möchte gerne helfen es anderen vor allem den Kleinen zu ersparen.
@Carrie1: Das tut mir leid, dass dein Kleiner so leiden muss. Hattet ihr denn schon eine Creme mit Cortison? Ich weiß dass ist nicht unbedingt das beste aber für den Anfang wirklich wichtig. Ich hatte auch eine Phase in der ich dachte es hilft einfach nichts mehr und habe mich nach einem anderen Weg umgeschaut. Letztendlich bin ich beim Heilpraktiker gelandet dadurch ging es mir mal etwas besser dann wieder schlechter aber wirklich gut leider nie. Ich habe fast zweieinhalb harte Jahre gekämpft aber dann war es so schlimm und der Heilpraktiker wusste auch nicht mehr recht weiter, dass ich endlich auf meinen Hausarzt gehört habe und mich in die Hautklinik hab einweisen lassen. (Da bin ich vor lauter Schmerzen kaum noch alleine aus dem Bett gekommen) Dort habe ich ein Antibiotikum bekommen weil schon eine Infektion auf der Haut war und wurde dick mit Cortisoncreme eingeschmiert. Die Creme war die ersten beiden Tage super hoch dosiert aber wurde ab dem dritten Tag schon reduziert (also die Cortisonmenge in der Creme). Am Freitag bin ich in die Klinik und am Sonntag war ich schon fast Juckreiz und Schmerzfrei! Als ich nach einer Woche nach Hause bin war ich beschwerdefrei! Hätte nie gedacht dass sich die Haut so schnell erholen kann! Ich habe das Cortison langsam ausschleichen lassen und hatte gegen Ende der Cortisonbehandlung noch einen kleinen Schub, der aber gut zu händeln war. Seit dem bin ich quasi ohne Probleme, klar ist die Haut trocken und es juckt auch mal was. Es gibt auch mal ein paar kleine aufgekratzte Stellen aber keine Schmerzen mehr und keine Quälerei. Was ich eigentlich damit sagen will Cortison ist auf die Dauer sicher keine Lösung aber um erst mal etwas Ruhe einkehren zu lassen damit sich die Haut erholen kann gut. Wichtig ist eben, dass man die nicht einfach aufhört zu cremen sondern man sie langsam ausschleicht. Das heißt erst cremt man morgens und abends. Dann nur noch einmal (am besten Abends dann hat man für die Nacht Ruhe), dann nur noch alle zwei Tage und dann noch zweimal in der Woche, einmal pro Woche und dann nicht mehr. Immer nach einer Woche in die nächste Stufe wechseln. Versuche mal die Creme länger zu nehmen und nicht nach drei Tagen wieder aufzuhören, denn ganz oft reagiert die Haut erst nach ca. 1-2 Wochen (sowohl positiv als auch negativ). Vielleicht ist es ja auch eine Unverträglichkeit auf Lebensmittel (da hab ich auch einige) das ist nicht ganz einfach rauszufinden aber schreib doch einfach mal jeden Tag auf was er isst/trinkt und dann kannst du wenn es wieder besonders schlimm ist innerhalb der letzten zwei Wochen nachschauen ob er etwas besonderes gegessen/getrunken hat. So kam ich darauf dass ich gegen Nüsse allergisch bin. Hatte auf den Tag genau zwei Wochen vor dem Schub einen Nusskuchen gegessen (ich hab eh nur sehr wenig Nüsse gegessen ganz unbewusst). Übrigens gibt es etwas was dein Kleiner nicht essen will irgendein Obst, Gemüse etc. es ist wirklich unglaublich aber ich habe von klein auf keine frischen Tomaten und keine Erdbeeren gegessen und siehe da gegen beides bin ich allergisch. Tomaten gekocht hab ich schon immer geliebt in allen Variationen und da bin ich auch nicht allergisch
LG an alle
Danke für die ausführliche Antwort
die Silbercreme müssen wir noch bis zum 7. April täglich anwenden (deswegen ja auch die dauernde Rückfettung), am 8ten haben wir den nächsten Termin beim Arzt. Nächste Woche werden wir auch fertig mit Cortisonsalbe (wobei die nur noch 2mal die Woche angewendet wird). Dann entscheidet sich, wie es weitergeht.
Da die Neurodermitis bei Emma erblich bedingt ist, spielt es weiter keine Rolle welches Waschmittel oder Weichspüler wir nutzen. Wichtig ist nur, das die Wäsche weich ist (Essig hatten wir auch schon probiert).
Seid wir wieder jeden 2ten Tag baden (soll Emma sogar richtig lang planschen lassen), hat sich ihr gesamtes Hautbild (abgesehen vom Hinterkopf) verbessert.
lg
Nicole
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