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'Quickie'-Mamis...oder: Wenn die Geburt zu schnell ist
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ich habe drei Kinder und alles kamen mehr oder minder zügig auf die Welt. Mein Ältester kam 2001 in nur knapp 2 Stunden auf die Welt, meine Mittlere erblickte 2010 nach 70 Minuten das Licht der Welt und mein Jüngster kam vor knapp 2 Wochen in einer knappen Stunde noch im Krankenwagen auf die Welt.
Rein körperlich habe ich die Geburten alle gut überstanden und auch meine Kids sind alle gesund und munter.
Allerdings muß ich gestehen daß ich an der Geburt meines Jüngsten arg zu arbeiten habe, rein vom psychischem Standpunkt her.
Ich habe das wahnsinnige Bedürfnis ihm nahe zu sein- als könne ich es anders nicht realisieren daß er bei mir ist. Die Geburt war doch sehr turbulent (einen Geburtsbericht habe ich bei den Junimamis geschrieben) und mir fällt es nach wie vor schwer wirklich zu verstehen was da so passiert ist.
Die meisten reagieren verständnislos wenn ich erzähle daß ich mich um das Geburtserlebnis betrogen fühle, dass mir halt einfach was fehlt auch wenn das schwer zu beschreiben ist.
Auch muß ich mir immer wieder sagen lassen daß so eine schnelle Geburt doch toll sei und dann auch noch im Krankenwagen -wow- etwas total besonderes...nun ich empfinde das nicht so.
Wie geht es euch mit der Quickievariante der Geburt : Froh daß es so schnell vorbei war oder traurig daß das Geburtserlebnis so kurz ausgefallen ist?
Ich bin gespannt auf eure Berichte und Erfahrungen
Sandra
Bei meiner Großen lief noch alles normal. Brav ein paar Stunden Wehen veratmet, gemütlich in Kreißsaal, noch ne Runde laufen, in die Wanne und dann ne schöne Entbindung, die zwar körperlich echt heftig war, aber so hatte ich es erwartet..diesmal..tja... anders.
Muttermund war ab der 37ssw schon 3-4cm, die Àrztin meinte bei der letzten Untersuchung noch..Wenns losgeht, Tasche nehmen und in die Klinik.also hab ich auf Wehen gewartet...vergeblich. Mein Mann hatte es wohl im Urin. Sind Abends mal zum Check in die Klinik, minimale Wehen ,ich wäre aber nie auf den Gedanken gekommen, dass es losgeht. Wurde ans CTG GELEGT
20.36 Uhr.PENG! Blase geplatzt. Muttermund 4cm, die Hebamme hat meinen Mann "mal langsam" zur Anmeldung geschickt, nu würde es wohl losgehn, dauert aber noch, er hat Zeit. Hebamme, Ärztin und Mann weg. Plötzlich heftigste Wehen, dachte ich müsse DRINGEND auf Toilette und hab das CTG weggerissen..war seeehr dringend..Bin dann auf die Toilette und da hab ich festgestellt, dass ich NICHT MUSS!Das Baby drückte mit aller Kraft. Ich hab nur noch um Hilfe gerufen, die Hebamme kam angerannt undnirgendwie hab ichs noch aus dem Bad geschafft. Mir wurde noch ein Bett rangeschoben, wollte drauf, aber da kam er schon. Papa hats grad noch zur Tür reingeschafft. Um 21.14 war er da und ich hab um 3 Uhr nachts
Am Sonntag Abend hat es um halb sieben etwa 'knack' in meinem Unterleib gemacht (das Geräusch kenne ich noch von der Geburt meiner Tochter und mir war gleich klar: entweder heut oder morgen) dann hab ich meine Tochter noch ins Bett gebracht und bin anschließend in die Badewanne (hatte ich eh geplant und bis dahin hatte ich weder Schmerzen noch Wehen, nur halt dieses 'Knack' wobei der Schleimpfropf abgegangen ist). Um viertel nach sieben bin ich dann in die mäßig warme Badewanne und hatte dann ziemlich sofort regelmäßig alle 7 Minuten Wehen. Um viertel vor acht bin ich raus aus der Wanne und hab meinen Mann gebeten unsere Hebamme anzurufen, die hatte zufällig grad Dienst und meinte wir sollten den Krankenwagen anrufen und sie würde uns im Kreißsaal erwarten. Krankenwagen haben wir um kurz vor acht gerufen. Um fünf nach acht waren Notarzt (mit Hubi eingeflogen
Der Fahrer der kurz zuvor noch mit dem Krankenhaus telefoniert hatte um nachzufragen wie er am besten anfährt und wo der Kreißsaal dann ist rief direkt wieder an und meldete daß wir schon zu zweit kommen. Es war verrückt. In dem Moment erst war mir klar daß mein Baby gerade auf die Welt gekommen war. Als wir im Kreißsaal ankamen kam uns meine Hebamme schon entgegen und schaute mich nur an ... 'ich hab Dir da wen mitgebracht'- mehr hab ich nicht rausgebracht. Als ich dann im Kreißsaal gerade von der Liege auf das Bett umgebettet wurde kam mein Mann rein und auch ihm konnte ich nur sagen 'er ist schon da'.
Uns war zwar die ganze Schwangerschaft über klar daß mein Mann es diesmal schwer haben würde rechtzeitig zur Geburt da zu sein, aber mit sowas hatte keiner von uns auch nur im entferntesten gerechnet.
Um ehrlich zu sein habe ich noch immer Probleme mit dieser Geburt. Ich fühle mich irgendwie betrogen um das Geburtserlebnis. Mir fehlt einfach was. Es ist schwer zu beschreiben. Auf jedenfall kriege ich es noch nicht wirklich auf die Reihe.
Im Krankenhaus dann war Nils nur am schreien und ich hab gesagt das ist meine Schuld, es ging einfach zu schnell, der arme Kerl ist noch gar nicht angekommen. Die ganze Zeit überlege ich ob es besser gewesen wäre direkt zu Hause zu entbinden oder aber direkt mit dem eigenen Auto loszufahren. Aber beides wäre so nicht möglich gewesen.
Morgens um 6.30 ging mein Mann zur Arbeit,er war 5 min. weg,da knackte es ziemlich heftig und von dem Moment an hatte ich alle 2 min. Wehen,also die Große aus dem Bett ,mann zurückgepfiffen,die Große zur Oma und ab in die Klinik (25 km) wir kamen an,kein Parkplatz ,ich hab meinem Mann gesagt park direkt vor dem Laden (Chefarzt-Parkplatz)
Mein Mann ging zur Anmeldung und wollte einen Rollstuhl für mich,in der Zeit war ich eine Treppe höher und trommelte gegen die Kreissaaltür,Tür ging auf,direkt ins nächste Zimmer,Arzt kam sofort,Baby auch.Da war es dann 8.24.
Aber Spaß beiseite ... wie hast Du die Geburt so empfunden? Hast Du das schnell realisieren können oder doch eher ein blödes Gefühl gehabt?
Die Zweite kam innerhalb von 7 Minuten - zum Glück war ich bereits stationär in der Klinik aufgenommen, sonst hätte ich die Geburt nämlich nicht überlebt
Die Dritte hat sich wieder etwas mehr Zeit genommen: 1 1/2 Stunden ab Blasensprung - und diesmal hat es sogar der Papa geschafft, dabei zu sein
Die Schnelligkeit hat mir eigentlich nicht so viele Probleme bereitet. Bei der ersten Geburt war für mich viel schlimmer, dass ich NACH der Geburt eine Not-OP bekam, weil meine Plazenta sich nicht lösen wollte. Ich wurde also direkt von meinem Sohn getrennt.
Um 15Uhr hatte ich zu hause nen Blasensprung. Hatte vorher aber keine Wehen oder sonstige Anzeichen das es demnächst losgehen könnte.
Um ca. 16Uhr war ich im Krankenhaus, immernoch ohne Wehen oder so.
Um ca. 16.40Uhr bekam ich von jetzt auf gleich Presswehen.
In den Kreissaal kam ich aber erst um 17Uhr da die Hebamme mir nicht glaubte das es jetzt direkt losgeht und verliess den Raum um sich zu unterhalten.
Um 17.20Uhr war mein Sohn da. Dank meines Mannes mit ärztlicher unterstützung. Er pfiff die Hebamme nämlich irgendwann zurück als es bei mir immer schlimmer wurde und ihr folgten zwei Ärzte von dem einer zum Glück sofort erkannte das ich schon Presswehen hatte.
Ich finde es auch sehr schade das es so schnell ging. 20 Stunden Wehen hätte ich zwar auch nicht haben wollen. Aber ich hätte lieber mehr zeit gehabt um mich besser darauf einzustellen das ich jede Sekunde Mama werde.
So doof das auch klingt: Ich habe nämlich bis zum Schluss immernoch nicht glauben können das da bald ein Baby sein wird und das es MEIN Baby sein wird und das ICH dann eine Mama sein werde. Das wurde mir erst bewusst als man ihn mir in den Arm legte. Und da war mein erster gedanke "Oh mein Gott, das ist (m)ein Baby!"
ich hatte schon eine turbolente schwangerschaft. wurde durch icsi nach 8 jahren kinderwunsch schwanger. bis zum vierten monat mit zwillis. bei einem setzte dann das herzchen aus und hörte auf zu schlagen. in der 30. woche war mein muttermund schon 1 zentimeter offen und ich musste sofort ins kh. drei wochen an den wehenhemmer.
dann bei 33+4 ging es nicht mehr. sie wollte raus und hing schon halb draussen.
lag dann 15 stunden im kreissaal merkte aber keine wehen, wirklich null. mein muttermund öffnete sich trotzem. dann wurden die herztöne meiner kleinen sehr schlecht und sie überlegten ob kaiserschnitt oder blase sprengen.
sie öffneten die blase um 9.30 wo sofort auch die presswehen so heftig einsetzten das sie um 9.52 da war. also ganze 22 minuten weil die zeit vorher war ja nichts. keine wehen gar nichts. ich wusste damals auch nicht wie mir geschah.
fest steht wir wollen noch ein geschwisterchen für unsere kleine puppe.
glg und an alle werdenen mamas tolle schwangerschaften und entbindungen.
nehmt es wie es kommt
22 Minuten ist natürlich echt ne Ansage, Hut ab!
Lieben Gruß
Schnecke
Meine Schwangerschaft war gespickt mit Problemen, gegen Ende wollte die kleine Maus dann doch nicht so schnell raus - und so wurde 5 Tage eingeleitet.
Nach einem erneuten Einleitungsversuch lag ich im Kreißsaal zum Kontroll-CTG, das sogar leichte Kontraktionen anzeigte, was aber nicht wirklich was mit Wehen zu tun hatte. Mein Freund zog mir schon die Hose wieder an, die Hebi schrieb ihren Bericht schnell fertig und wollte und das wieder heim lassen. Kaum war die Hose oben platzte mit einem lauten Knall die Fruchtblase. Von da an ging es Schlag auf Schlag.
Ich bekam eine Wehenflut und innerhalb von 1,5 Stunden öffnete sich der Mumu vollständig. Für irgendwelche Schmerzmittel blieb keine Zeit. Während der Wehenflut wurde mir ein Arm festgehalten und ein Zugang gelegt, da mein Kreislauf immer wieder absackte. Es setzten umgehend die Presswehen ein und ich presste wie ne Irre mit aller Kraft die ich hatte. Der Oberarzt wurde hinzugerufen, da die Hertöne meiner Kleinen so sehr absackten. Für einen Not-Kaiserschnitt war es zu spät, Kind zu weit im Geburtskanal und Hertöne zu schlecht. So schnitt er mich am Damm auf, presste eine Saugglocke hinein und zog die Kleine raus. Ohne eine Wehe tut das echt verdammt weh
Wenigstens war meine Kleine da und ihr ging es gut. Ich durfte noch knapp 3 Stunden liegen bleiben und wurde genäht. In der Zeit habe ich viel Flüssigkeit über den Tropf bekommen (3 so Beutel) und 4 Ampullen für den Kreislauf.
Ich war so froh und glücklich, dass meine Maus da ist. Und ich fühlte mich so schuldig, dass ich mich um die Geburt betrogen fühlte.
Habe knapp 10 Wochen mit heftigen Schmerzen und Entzündungen zu kämpfen gehabt. War immer wieder ambulant im Kh, da man mich unten wieder aufschneiden musste damit der Eiter abfließen kann.
Diese Geburt sitzt tief - ich wollte immer 2 oder 3 Kinder, aber es wird wohl bei der einen bleiben. Das möchte ich nicht nochmal durchmachen müssen.
Dein beitrag rührt mich zu tränen!!
Was man als mutter alles durchsteht und wie wenig man auf seine eigenen "probleme" achtet...
Ich kann nur erahnen was es für dich hieß, so ein kind zu gebären...
Aber vielleicht kannst du deinem schatz ja doch noch ein geschwisterchen schenken... ich bin kein kaiserschnitz fan, aber ein geplanter kaiserschnitt ist in dem fall absolut gerechtfertigt!!
Ich wünsch euch alles glück der erde und hoffe, dass die kleine maus trotz allem gut auf dieser welt angekommen ist a
Alles liebe!!
Heute kann ich immerhin den Kinderwagen auch benutzen und schön spazieren gehen, pünktlich zum heißen Wetter
ich habe diesen Thread eröffnet weil ich es dringend nötig hatte mir alles von der Seele zu schreiben.
Nils ist mittlerweile fast 5 Wochen 'alt' und ist tags und nachts mein absoluter Sonnenschein, nur abends zwischen 20 und 22 Uhr macht er mir hier die Hölle auf Erden. Meine Hebi meinte auch als ich sie um Rat gefragt habe : Der ist einfach noch nicht auf der Erde angekommen der kleine Mann. Also viel Nähe und viel Kuscheln. Mach ich ja gerne
Dein Geburtsbericht hat mir Gänsehaut verursacht und ich kann gut verstehen daß Du den Gedanken an ein weiteres Kind erstmal weit von Dir schiebst, aber es gibt ja -wie schon angesprochen wurde- die Möglichkeit eines geplanten Kaiserschnittes oder vielleicht in der zukunft eine supertolle Hebamme die Dir mit Deinem 'Geburtstrauma' hilft. Ich würde es Dir jedenfalls wünschen.
Denn eins ist klar: Nicht nur unsere Babys müssen eine solche Geburt verarbeiten, auch wir Muttis.
Ich habe jedenfalls noch immer damit zu kämpfen. Grad auch weil wir in einem kleinen Ort wohnen und jeder hier weiß wie Nils auf die Welt kam und mich ständig jemand darauf anspricht.
Lieben Gruß
Sandra
Im KH haben sie mich jetzt schon immer angeschaut weil ich es nur vereisen lassen hab und sie mich jedes mal zur Vollnarkose überreden wollten. Aber dann hätte ich abstillen müssen und das wollte ich nicht. Also jedes mal die Zähne zusammen gebissen (auf ein Stückchen Leder), Luft angehalten und schneiden lassen. Das kann ich dann nicht machen wenns am Bauch ist...
Ich weiß auch nicht. Bin mir da so unsicher und hab glaub einfach Angst, dass es noch mal so wird...
Hab schon zwei lange Gespräche mit meiner Entbindungshebi gehabt. Man kann ich viel weinen
In einem kleinen Ort leben bringt oft solch einen Nachteil mit sich. Möchte nicht mit dir tauschen... das ist sicher alles andere als leicht.
Hast du denn mal ein Tragetuch ausprobiert? Ist bei der Hitze zwar nicht immer so angenehm, hat mir aber jegliche Schreistunde erspart. Die beste Nähe, die ein Baby bekommen kann, vor allem wenn es die Nähe braucht. Auch heute noch... ich binde sie in das Tuch, und sie legt gleich den Kopf an meine Brust, macht die Augen zu und kuschelt erst mal
Wie gehst du denn damit um? Ich weiß, dass ich keine negativen Gedanken haben sollte wenn ich an die Geburt denke, aber irgendwie schaffe ich es nicht, das abzuschalten
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