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Zur Geschichte: Mein Mann und ich sind seit 9 Jahren zusammen seit 2008 verheiratet und seit Dezember 2011 haben wir einen gemeinsamen Sohn.
Mein Mann hat mit seiner Ex auch einen Sohn , er ist 10 Jahre alt. Die Mutter kümmerte sich nie um das Kind und er ist praktisch bei seinen URgroßeltern aufgewachsen die sind über 70!!! Er hat schon seit er klein ist "Probleme" gemacht und war auffällig- was ja logisch is wenn man so eine Besch.... Sorry Mutter hat!
Wir waren damals beim Jugendamt wie er 3 Jahre alt war, das wir ihn zu uns bekommen- doch vergebens! Mein Mann hat 1x im Monat Besuchsrecht, also sehen wir ihm 12x im Jahr.
So nun war sein Sohn schon in 2 Heilpädagogischen Zentren, und im Endeffekt der Mutter entzogen worden ,da er ja auffällig war , das sie endlich eingesehen haben das sie nicht alle Tassen im Schrank hat, zur Zeit ist er immer noch in einem Zentrum in unserer Ortschaft.
Nun wenn er bei uns zu Besuch ist , ist es für mich ein Horror weil er lügt stiehlt und überall rumschnüffelt was ihm nix angeht, frech usw. Nun will das Jugendamt das wir ihm zu uns nehmen, ich möchte das aber nicht, ich fühl mich total unwohl wenn er da ist, und wie soll das dann sein wenn er tag täglich hiersein soll????? Ich möchte mich schließlich wohl und sicher fühlen in meinen eigenen 4 Wänden....
Klar verstehe ich auch meinen Mann, er würde ihm sofort nehmen...Weil wenn wir ihn nicht nehemen kommt er zu einer Pflegefamilie.... Aber er hat ja nicht die "Arbeit" mit ihm... Zudem will ich die Zeit mit meinen Kind verbringen... Sorry viele werden jetz denken ich bin total gemein.....
Sein Sohn braucht ja schließlich auch Teraphien und Medikamente.
Weiß echt nichtmehr wo mir der Kopf steht....
Danke für Ratschläge
Ich kann dich da echt gut verstehen. Da ich von Beruf Sozialpädagogin bin und tag täglich mich solchen Kids zu tun hatte, weiß ich genau wovon du sprichst.
Eine Möglichkeit wäre eventuell eine betreute WG, d.h. unter der Woche wäre er in der WG und wenn er sich benimmt, kann er am Wochenende nach Hause fahren.
Den Kids wird dort beigebracht Verantwortung zu übernehmen für ihr Handeln.
Außerdem fällt es den Kids meist leichter aussenstehenden Personen Respekt gegenüber zu bringen
Das ist alles voll zu Kacken....
ich kann es verstehen, dass dir dabei unwohl ist und gerade hast du ja selber erst nachwuchs bekommen und auch dein erstes.
ich weiss ja nicht wie dein mann damit umgeht, dass er lügt usw. und wie auch der kleine auf ihn hört. an eurer stelle würde ich ihm ganz klare regeln von Anfang an klar machen. ich kann gut verstehen, dass der kleine misstrauisch ist wenn er so eine schlechte Kindheit bisher hatte. es ist halt die frage ob Pflegeeltern sinn machen. leider sind nicht alle Pflegeeltern in der Lage mit verhaltensauffälligen Kindern zurecht zu kommen. aber da er noch relativ jung ist, kann er mit dem richtigen Umgang noch lernen, wie man sich richtig verhält. ich habe früher auch schonmal mit auffälligen Kindern zusammen gearbeitet, die am Anfang sehr schwierig und nicht leicht im Umgang waren. aber wenn man offen mit ihnen redet und ihnen dann auch klar macht was geht und was nicht und wenn sie sich benehmen auch was erwarten können, werden selbst aus solchen Kindern welche, mit denen man ordentlich zusammen leben kann. nur man darf halt nicht direkt schreien oder dergleichen.
vielleicht ist es ja auch erstmal möglich mit Absprache des Jugendamtes ihn erstmal über die Wochenenden zu nehmen und dann mal länger wenn dein mann urlaub hat, schließlich hast du auch ein baby zuhause um das du dich kümmern musst. und es kann von dir keiner verlangen, dass du ein zweites kind aufnimmst, dass nicht von dir ist und dein mann kann ja auch schlecht deswegen den job hinschmeissen. und wenn er dann mal öfters bei euch ist als einmal im Monat wird sicher das Verhältnis besser. woher soll der kleine es denn auch wissen, dass es anders werden kann. und an eurer stelle würde ich auch den kleinen fragen, ob er evt zu euch wollen würde und wenn das es halt nur unter bestimmten Voraussetzungen geht.
ich hoffe das hilft dir ein wenig.
Bin auch in ner Pflegefamilie aufgewachsen und meine Pflegema hatte nur solche "Pflegefälle". Ich würde erstmal gucken das ich meinem Mann sage was ich für Ängste dabei habe und dann versuchen einen gemeinsamen Weg zu finden. Vielleicht gibts die Möglichkeit Pflegefamilie und dann alle 2 Wochen oder auch jedes Wochenende Besuche? Dann kann man vielleicht immernoch nach ner Zeit gucken ob es klappen würde...
Zum Glück hab ich mit meiner Stieftochter solche Probleme nicht. Die benimmt sich bei uns total anders als zu Hause. Aber auch nur weil ich ihr von Anfang an klar gemacht hab das sie bei uns nicht machen kann was sie will. Auch meinem Mann musste ich das erst beibringen...
Hab mit meinen Mann schon über meine Ängste geredet, und ihm genau das vorgeschlagen mit dem Wochenenden aber er sagt das will er nicht , er will ihm die Pflegefamilie ersparen weil er schon sooft rumgeschoben wurde.... E r sagt auch wir müssen uns was überlegen nur was?????
Und wenn es dann nicht klappt, kann man ihn doch nicht wegschieben wie eine Puppe die man nichtmehr will.... Mein Mann sagt er sitzt zwischen 2 Stühlen, kann ihm eh verstehen.... Horchen tut er auf meinen Mann schon garnicht, da eher noch auf mich....
Nur soll ich meinen Mann einen Gefallen tun und dann hängt mein eigenes Leben auf dem Hacken????
Gib Dir doch einen Ruck und versuch dieses Kind genauso zu lieben, wie Dein eigenes. Und - nehmt es zu Euch, damit es eine Chance im Leben hat.
Der Junge ist 10 Jahre alt und ich bin absolut davon überzeugt, dass ihr eine sehr gute Chance habt, diesen Jungen noch zu einem vorbildlichen Sohn zu erziehen.
Und natürlich habe ich auch Angst um meinen 2 Monate alten Sohn, es ist auch mal vorgefallen das der Sohn von meinen Mann meine Nichte die Stufen runtergestoßen hat, weil sie gestritten haben.... Ist dann nicht so lustig....
Das ist nicht so einfach wie manche denken....
Sicher braucht er Liebe und erziehung - wie gesagt ich versteh meinen Mann auch, nur mir wär ein Mittelweg lieberso wie Systembiene schon schrieb, Pflegefamilie und über jedes Wochenende zu uns, und schaun wie es sich entwickelt, aber von heute auf morgen ist mir zu überstürzt.....
Man muss nunmal keine Mutterliebe für ein Kind aufbringen können, das sich nicht benehmen kann.
Und man kann NIEMALS vorher wissen, was für Probleme auf einen zukommen können! Das ist keine alltägliche Geschichte, die sie erlebt!
Nun... ich würde sagen, guck dir die Mutter an, dann weiss man warum das Kind so ist. Gene kann man nicht therapieren!
Ich könnte noch andere Worte finden, aber dann werde ich mit Steinen beworfen.
Schliesslich muss man immer "pro Kind" sein. Aber anscheinend nur für die, die es auch "wirklich brauchen"!
und, liebe cyborg - "Gene therapieren", hört sich echt hart an, so als wenn das Kind böse geboren wäre, da würde ich nochmal meine Wortwahl überdenken.
cyborg2611 hat geschrieben:
> Ich könnte noch andere Worte finden, aber dann werde ich mit Steinen beworfen.
Wieviel Gene-Erziehung-Umwelt sind wir denn?
Es gibt Kinder, die werfen Steine nach anderen Kindern. Und es gibt Kinder, die machen es NICHT!
dass man nicht mit Steinen nach anderen Lebewesen schmeißt ist genauso Erziehungssache, wie danke zu sagen oder guten Tag. Das hat mit Genen nichts zu tun. Ich bin erschrocken, dass das wirklich Deine Meinung ist.
@mmselig
ich wünsche Euch noch alles Gute. Und - mit der Zeit kommt auch Deine Zuneigung zum Kind Deines Mannes, das glaube ich ganz fest. Das braucht natürlich etwas Zeit. Berichte doch mal, wie Ihr euch entschieden habt.
LG
Ich könnte über 2 Fälle berichten, da kann man es eben nicht auf Erziehung und Umwelt schieben! Die Forschung beschäftigt sich intensiv damit...
"Der Mensch ist von Natur aus gut." -Jean-Jacques Rousseau (1712-1778)
"Der Mensch ist von Natur aus böse." -Thomas Hobbes (1588-1679)
sie ist nun 16,5, probleme gibts seit sie 12 ist ganz massiv....lügen, stehlen, aggressiv sein, verbal sehr ausfallend
und das sicher nicht, weil ich so mit ihr umgegangen bin
ich war viele jahre alleinerziehend..... und habe gekämpft, mich an den rand eines nervenzusammenbruchs gebracht...heute würde man sagen, ich hatte burn.out
ich hab immer wieder verziehen, und ja gesagt, ich liebe sie ja, denn sie ist meine tochter, trotzdem war es vor einigen monaten dann soweit, dass sie in eine betreute wg ging-gehen musste
und es war die beste entscheidung die wir beide treffen konnten
es ist für uns hier zu hause mit der kleinen (hab einen neuen partner seit 3 jahren) wesentlich entspannter, wenn meine große nicht da ist
und an den wochenenden wenn sie da ist, läufts gut....wir stellen uns alle drauf ein und es ist gut
also was ich eigentlich zu diesem thema sagen will...ich denke es ist für den kleinen - so blöd es vielleicht klingt - das beste, wenn er in der betreuten einrichtung bleibt oder noch besser zu geeigneten pflegeeltern kommt
denn wenn er dann am wochenende bei euch ist, könnt ihr richtig auf ihn eingehen, planen und es ist für alle entspannt
er ist alt genug um zu begreifen warum er in einer einrichtung ist und warum er nciht für immer zu euch kann
gebt euch allen die zeit, zu lernen damit umzugehen....vielleicht klappt es in ein paar monaten, in einem jahr so gut, dass ihr ihn auch in den ferien ein oder 2 wochen holt und evtl mal urlaub macht
erklärt es ihm, er wird es verstehen.....
lg
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