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Ängste 2te Geburt - Wie war es bei euch?

Das dritte Schwangerschafts-Trimester

Elternforum

Fineya
3. Jan 2020 19:20
Ängste 2te Geburt - Wie war es bei euch?
Hallo ihr Lieben,

ich brauche einen Rat oder vielleicht auch einfach nur einen Ort wo ich mich derzeit ausquatschen kann. Ich bringe es nicht übers Herz, mit meinem Mann darüber zu reden, obwohl er ahnt, dass was mit mir ist.

Meine Frage im Grunde ist: Wie ist eure zweite Geburt verlaufen (keine Verschönigungen). Wie habt ihr es organisiert? Wie war sie im vergleich zur ersten? Hattet ihr auch Ängste?

Ich bin derzeit in der 33+6 SSW, der Kleine (es wird wieder ein Junge) ist von der Größe her 3 Wochen weiter -> Von Gewicht nur 1 Woche.
Laut Pränatal ist er jedoch kerngesund -> nicht so wie beim ersten wo zwischen den Herzkammern ein Löchlein festgestellt wurde.
Meine erste Geburt hat 33 Std gedauert (ohne PDA) bis man mir die immer noch intakte Blase sprengte und das Kind innerhalb einer halben Stunde da war.
Alles in allem ist da also nichts, wo ich mir groß Sorgen machen müsste.
Und dennoch, habe ich Angst.
Ich entbinde dieses Mal in einer anderen Klinik (die erste war bis auf die Geburt ein Grauen), habe mich jedoch für eine andere als ursprünglich geplante entschieden, weil ich mit meinem ersten bei meiner Mutter bleiben möchte. Da weiß ich: Sie kann mit dem ersten gut umgehen, hält die regeln ein und ich habe da 3 Autofahrer ständig zur Verfügung. Nachteil: Mein Mann muss arbeiten, wir sehen uns also nur noch am Wochenende -> Ab Montag, bis das Zweite da ist. Aber mein Mann respektiert dennoch diesen Wunsch und das rechne ich ihm auch hoch an
Ich habe auch Angst, danach einfach nur noch zusammen zu brechen. Ich habe eh nach der Geburt ein erhöhtes Risiko für ein Multiple Sklerose Schub (welchen ich fröhlicherweise beim ersten nicht hatte) aber da ich Anfang Dezember meinen Vater überraschender Weise verlor, wird es wohl auf diesen Schub hinaus laufen. Bisher habe ich mich emotional wacker geschlagen. Kaum geweint, war eine Stütze für meine Mutter (Papierkram, Erledigungen, Trauerrede, etc) vielleicht auch weil ich selbst der Meinung bin, dass ich mir einen Zusammenbruch gar nicht erst erlauben darf - wegen der Gesundheit des Ungeborenen.
Ich habe also Angst. Angst vor der Geburt, dass sie noch schlimmer und länger wird als die davor (denn PDA und alles andere in der Art kann ich nicht nehmen) Angst, vor dem was danach kommt, vor einem Zusammenbruch zB. Angst davor, dass ich es nicht schaffe, meinen ersten vor der Eifersucht zu bewahren. Und ich weiß ehrlich gesagt nicht, wie ich mich wieder beruhigen kann.
Ich danke euch für eure Hilfe und das Teilen eurer Erfahrungen.
teilzeitmama
4. Jan 2020 10:35
Re: Ängste 2te Geburt - Wie war es bei euch?
Hallo 🙋,
meine 2.Schwangerschaft ist psychisch auch herausfordernder als die sorgenlose erste es war. Die Geburt war ähnlich thrillerhaft, wenn auch mit nur 10 Stunden kürzer. Körperlich habe ich kaum Probleme außer ich gönn mir mal Erholung. Da gehts mit Wadenkrämpfen und Ischias Schmerzen gleich wieder los. Einfach soll mir keine Erholung gegönnt sein. Da 2019 ähnlich stressig zuende ging (Oma erkältet, Papas MÄNNERHUSTEN zu nichts zu gebrauchen,..) grauts mir ab nächster Woche auch etwas. Bei meinem Erstgeborenen vor 3,5 Jahren war der Mutter schutz vom ersten bis letzten Tag kacke und die Geburt die mit Blasensprung.begann (gottseidank), endete in der Diagnose"schwere Gestose" mit HELLP und Notkaiserschnitt nach 10h. folgten 3,5 Tage Intensivstation für mich, mein Kleiner musste alleine auf der Wochenbettstation ausharren. Immerhin haben wir es beide körperlich unbeschadet überstanden und die Übelkeit, die ich mit jeder Wehe hatte (sonst keine Schmerzen) sind absehbar im Vergleich zu anderen die daran 10Monate leiden.

Vielleicht ist das ein kleiner Trost,

mein ET ist 1.02.,

und mein Mann steht auch voll und ganz hinter mir, ähnlich wie es bei dir zu sein scheint, das finde ich sehr erleichternd, die 4Wochen schaffen wir noch,

gutes neues Jahr und liebe Grüße,

. Gitta
Traumwaechter
4. Jan 2020 12:57
Re: Ängste 2te Geburt - Wie war es bei euch?
Hallo,

Im Gegensatz zu euren Erzählungen, war es bei mir ein "klacks".

Beim ersten Kind wurde ich am ET eingeleitet wegen Verdachts auf präklampsie. Meine Thrombozyten waren weit unter jedem Grenzwert. Als die wehen losgingen, hatte ich gleich Abstände von 4-5 Minuten und bin dazwischen nicht wieder auf normallevel runtergekommen. Die Geburt an und für sich hat dann gesamt ca. 8h gedauert. Da während der presswehen die Abstände der wehen plötzlich ewig würden, bin ich auch noch an den wehentropf gekommen. Weil die herztöne dann schlechter wurden, haben sie einen dammschnitt gesetzt, mit der nächsten wehe war er auf der Welt.
Durch die schlechten gerinnungswerte hatte ich dann einen monstermäßigen bluterguss untenrum und konnte wochenlang weder richtig sitzen noch laufen.
Achja: während der wehen habe ich Schmerzmittel bekommen, aber keine pda. Stillen hat problemlos funktioniert, soweit wir den Zwerg wachgehalten haben. Er war ein totales "an der Brust Einschlag Kind"

Beim zweiten Kind hatte ich dementsprechend Angst, dass ich wieder eine Thrombozytopenie entwickle und eingeleitet werde. Kurzum: war diesmal nicht der Fall. Ich hatte zwar wieder verminderte Werte aber in keinem kritischen Bereich. Dementsprechend haben sie mich warten lassen und unsere Maus hat sich eine Woche nach ET dann auch dazu entschlossen, auf die Welt zu kommen. Dafür hat sie dann den Turbo eingelegt und nach nur 3h war alles vorbei - ohne Schmerzmittel aber wieder mit dammschnitt. Diesmal hatte ich aber kein Problem mit sitzen und gehen. Noch während ich genäht wurde, hab ich das erste mal angelegt.

Bezüglich dem großen: ich hatte natürlich auch Sorge, was ich mir ihm machen werde. Alle verwandten wohnen mind. 1h Autofahrt entfernt. Letztendlich kam dann auch alles zusammen: älteres Kind mit Fieber auf der Couch, Schwiegereltern unbekannt wie lange sie brauchen werden (Schwiegervater war Grad auf dem Berg wandern oder skifahren), notfallkontakt nr. 1 nicht erreichbar. Letztendlich ist dann eine Freundin von mir eingesprungen und beim kranken Kind geblieben, bis meine Schwiegereltern da waren. Hätten wir auf die gewartet, wäre es eine hausgeburt geworden :-D die Maus war 20 Minuten nachdem sie bei uns waren auf der Welt.

Ich hatte das Glück, dass viele bekannte (u.a. meine chefin) angeboten haben, einzuspringen. Allerdings haben alle meine notfallkontakte selber Kinder und ich konnte nicht, wie ursprünglich geplant, mein Kind zu ihnen geben. Immerhin hatte er eine unbekannte Infektion (hat sich dann nach mehreren Tagen kkh als scharlach rausgestellt).

Zu wehenbeginn, als auf Anhieb niemand verfügbar war, bin ich mal komplett in Tränen ausgebrochen, danach war es ok. Aber selber auf der wochenbettstation zu liegen und das erste Kind nicht sehen zu können, weil er im infektionszimmer isoliert war, war eine zerreißprobe für meine Nerven.
LauriliKS
10. Jan 2020 15:28
Re: Ängste 2te Geburt - Wie war es bei euch?
Meine zweite Geburt hatte eine ähnlich lange Eröffnungsphase wie die erste, was extrem ermüdend war. Da ich meine erste Geburt als sehr fremdbestimmt wahrgenommen hatte, war ich bei der zweiten in einem anderen KKH und habe mir vorgenommen mir nichts einreden zu lassen. Der bereitgestellte Wehentropf blieb ungenutzt, da ich diese Wehen bei der ersten Geburt als unnatürlich stark empfunden habe. Die Fruchtblase ließ ich nicht öffnen, sie platzte unter der zweiten Presswehe.

Die Geburten waren sich an sich recht ähnlich, nur dass ich bei der zweiten einfach wusste, wie ich es haben möchte und das hat mich sehr beruhigt.
teilzeitmama
16. Feb 2020 09:42
Re: Ängste 2te Geburt - Wie war es bei euch?
Wir sind seit 3 Wochen wieder Eltern. Ich habe oben meine Erfahrungen zur 1. Geburt ja schon geschildert. Für die 2. hatte ich einen Kaiserschnitt Termin, den ich nicht wollte, aber für meinen Kopf zur Beruhigung brauchte. Letztlich ist es nun auch so gelaufen. Fia war ziemlich zügig unterwegs, binnen 3 Stunden zwischen 1. Wehe und Geburt da. Eine Woche vor dem Termin für den geplanten Kaiserschnitt-Termin. So wie ich es mir auch gewünscht hatte. Die Rettungskräfte im Krankenwagen hatten kurz Schiss, dass sie im Wagen unterwegs auf die Welt kommt. Ich fand die Geburt nun richtig schön, trotz dass sie sehr intensiv war. Den Kopf anfassen zu können und dann zu wissen, dass man es gleich geschafft hat, fand ich toll. Das Erlebnis hat mir beim ersten Kind gefehlt. Da habe ich nur schreckliches in Erinnerung und dann Filmriss von den letzten Minuten. Zwar habe ich noch ziemlich mit körperlichen Schmerzen als Folge ihres Tempos zu kämpfen, aber das wird sich auch hoffentlich bald geben. Beim ersten waren es die psychischen Schmerzen. Es sind seit dem 24.01. erst gerade einmal 3 Wochen vergangen.
Liebe Grüße und euch eine gute Geburt
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