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(Werdende) Mütter im Männerberuf, was sind eure Erfahrungen?
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-Habt ihr Probleme unter Kollegen wegen der Schwangerschaft bekommen?
-Welche Tätigkeiten durfet ihr nicht mehr ausüben?
-Mussten die Arbeitszeiten geändert werden?
-Musstet ihr vor Lärm geschützt werden?
-Habt ihr bis zum Schluss gearbeitet?
-Welche Stoffe musstet ihr meiden?
-Wie belastbar wart ihr am Ende der Schwangerschaft?
und und und
war/bin jetzt nicht direkt in nem männerberuf, sondern in der gastronomie tätig. schwer heben (tablett/teller), viel laufen/rennen, lärm, viel stehen, keine pausen usw. ich hab ab dem 4./5. monat (weiß nicht mehr genau) ein arbeitsverbot von der krankenkasse bekommen. erstens weil ich nicht mehr nachts nach 20 uhr arbeiten darf und 2. wegen dem stress, dem man in dem beruf ausgeliefert ist und vor allem weil man in der gastronomie NIE pausen hat. ich hätte mich einfach können nicht mal hinsetzen.
bei solch einem beruf den du hast, würde ich auf jedenfall mit deinem frauenarzt reden. die prüfen das dann nach ob du arbeiten darfst!!! das verbot der krankenkasse ist auch absolut nicht schlimm, weil dein gehalt von denen weiterbezahlt wird bis zum mutterschutz. dein arbeitgeber hat dann nur ein wenig papierkram. ich bin froh, das ich zuhause bleiben durfte, weil alles was meine kleine maus gefährdet wurde dadurch abgewandt! ich hab aber lang gebraucht um mich damit zurecht zufinden das ich nicht mehr für mich alleine verantwortlich bin sondern für ein 2. lebewesen!
ich bin auch in einen Männerberuf.
Ich bin nämlich Chemikantin und muss/darf seit Anfang der SS nicht mehr arbeiten. Ich haben kein BV vom FA bekommen aber dafür von meinem AG, denn ich hätte nicht mehr in den Anlagen "rumklettern" können,Proben ziehen, Heben usw. auch wäre für mich die Schichtarbeit nicht mehr in Frage gekommen und da mein Betrieb ein reiner Schichtbetrieb ist konnte ich zuhause bleiben.
Erkundige dich doch mal bei deinem Arbeitgeber, mir haben die Frauen aus der Personalabteilung super geholfen!
Lg
Leo (31+2)
Ich denke es kommt immer auch auf den Einsatzbereich an und man kann es nicht pauschal vom Beruf abhängig machen. Ich bin Chemielaborantin und wurde sofort aus dem Laborbereich abgezogen, weil wir in unserem Bereich nur mit sehr giftigen, fruchtschädigenden, cancerogenen Stoffen etc. arbeiten, teilweise auch unter Atemschutz. Ich habe dann Schreibtischarbeit übernommen. In einem anderen Labor, indem es kaum Gefahrstoffe gibt, arbeiten die Schwangeren weiter, allerdings nicht mit den Gefahrstoffen.
Eine Elektrikerin bei uns durfte ebenfalls nicht mehr in die Anlagen und wurde ins Büro verbannt, bzw. durfte Kleinigkeiten in der Werkstatt erledigen.
Schau mal ins Mutterschutzgesetz. Du darfst u.a. nicht in Lärmbereichen arbeiten oder Arbeiten ausführen bei denen Du Erschütterungen, Dämpfen, Nässe, Hitze, Kälte, Gefahrstoffen ausgesetzt bist.
Ich würde mich erkundigen, falls es einen Betriebsrat gibt auch da und auf jeden Fall den Chef mit einbeziehen. Wenn Du die erste Schwangere in seinem Bereich bist, muss er eben lernen was zu tun ist aber ich finde das für das Arbeitsverhältnis besser als hintenrum alles zuklären und ihn dann vor vollendeter Tatsachen zustellen.
Wenn es nicht genügend "ungefährliche" Arbeiten für den ganzen Tag gibt, besteht auch die Möglichkeit stundenweise befreit zuwerden. Du bekommst den vollen Lohn, gehst aber z.B. nur halbtags arbeiten.
Gruß
Sylvia
ich bin zwar keine werdende Mutter mehr, aber kann von meiner Erfahrung bei meinem ersten Kind berichten.
Ich war damals gelernte Maschinenschlosserin und arbeitete als Qualitätskontrolleurin auf dem Prüfplatz einer Kranbaufirma. Als ich meine Schwangerschaft bekannt gab, wurde ich relativ früh- war glaub ich, nicht mal im dritten Monat in eine andere Abteilung versetzt. Ich war ehrlich gesagt, erst ziemlich sauer, dass man mich ohne vorher zu fragen, einfach versetzt hatte. Zumal ich dann Büroarbeit verrichten sollte, ich kam mir vor wie strafversetzt. Erst später kam heraus, dass der Betriebsarzt sich meinen Arbeitsplatz genau angesehen hatte und mit Kollegen und meinen Meister gesprochen hatte. Muss dazu sagen, die Lärm- und Abgasbelastung war sehr hoch, das hatte ich damals nicht bedacht. Im Nachhinein, war ich erleichtert, dass sich mein Arbeitgeber mehr Gedanken gemacht hat als ich.
Muss übrigens sagen, dass meine Kollegen- ausnahmslos Männer- sich damals echt nett und verständnisvoll verhalten haben.
Jetzt arbeite ich übrigens in einem "Frauen-beruf" und habe vor sieben Wochen mein 2. Kind bekommen. Vielleicht liegt es daran, dass es ein kleinerer Betrieb ist oder daran, dass wir noch mit den Auswirkungen der Wirtschaftskrise zu kämpfen haben. Jedenfalls bin ich sehr angemuffelt worden, weil ich es gewagt habe in den Mutterschutz zu gehen. Tja, so kanns gehen.
Blöd ist natürlich der befristete Vertrag.
Bei meiner Ausbildungskollegin war es damals so, dass sie in der Befristung zwar unkündbar war, aber der Vertrag lief einfach aus und wurde auch nicht verlängert.
Aber wenn der Arbeitgeber Dir die Verantwortung überläßt, mußt Du sehen was Du daraus machst.
Gruß
Sylvia
Für den Arbeitsplatz wird eine Gefährdungsbeurteilung erstellt (vom Vorgesetzten und ggf. dem Werksarzt) und dann wird entscheiden, was man zukünftig noch machen kann und darf.
Ich habe als Chemielaborantin sowohl mit teratogenen und mutagenen Stoffen als auch Massen an Lösemitteln gearbeitet und auch der Lämrpegel war mitunter recht hoch.. Ergo bekam ich einen knuffigen Bürojob und durfte dann Berichte tippen (parallel mit meiner Kollega die auch genau zu diesem Zeitpunkt schwanger war - 50% des Labors fiel also aus
Ich habe nicht bis zum Schluss gearbeitet, weil ich seit Beginn der SS einen Leistenbruch und massive Schmerzen hatte. Ich hab alles in allem nicht sehr viel gearbeitet in dieser Zeit, hatte aber kein BV.
Hast Du schonmal ins Mutterschutzgesetz geschaut, da findest Du alles interessante.
Meine Kollegen waren alle sehr zuvorkommend, meine Chefin hat sich echt mit mir gefreut.
noxx
letztlich habe ich als buchbinderin gearbeitet da hatte ich mit den selben stoffen zu tun und habe mir ab den 5 monat ein bv vom arzt geholt, ich hätte auch länger gearbeitet aber mein chef wollte meinen vertrag nicht verlängern wegen der ss und da hatte ich auch keine lust mehr mich zu quälen mit 8 std stehen kreislaufzusammenbrüchen usw.
google doch mal das mutterschutzgesetz da steht alles drin was du wissen musst
ich kann dir nur empfehlen das zu tun was du noch möchtest und kannst wenn du keine 8 std mehr stehen kannst zb dann lässt du es eben deine gesundheit und die deines babys geht vor... finde ich jedenfalls aber das muss jeder selber entscheiden
Gestern war ich bei meinem Vorgesetzten und habe ihn über meine Schwangerschaft informiert. Im Vorfeld habe ich mich schon gedanklich von diesem Job verabschiedet (bin ja noch in der Probezeit). Aber zu meinem Erstaunen habe ich herzliche Glückwünsche erhalten. Also, ich bin noch im Rennen! Heute sagte mein Meister zu mir, dass der Chef meine ehrlichkeit geschätzt hat. Das sei die beste Voraussetzung für weitere Zukunft.
Ich bin total erleichtert und glücklich!
Über das Arbeitsumfeld habe ich mich informiert (BG). Bis auf ein Paar Einschränkungen kann ich die Arbeit auch weiterhin ausführen. Die Kollegen muss ich noch vom Nichtrauchen überzeugen.
freut mich für dich sehr das dein chef das so gut aufgenommen hat. ich habe meinen chef früh informiert damit ich vom mutterschutz gebrauch machen kann, und der hat mich angesehen wie ein alien und erst als mein abteilungsleiter meinte das sei doch eine schöne nachricht bekam ich ein
"wie schön für sie" .... nicht gerade der schönste moment in der firma...
Die Reaktion wäre sicherlich anders ausgefallen, wenn ich ihm gesagt hätte, dass ich bald ausfallen werde. Wenn ich kann, werde ich solange arbeiten kommen. Den Mutterschutz werde ich möglichst nicht in Anspruch nehmen, lediglich die 8 Wochen nach der Geburt, die ich nicht arbeiten darf. Aber es ist allen im Betrieb bewusst, dass ich evtl schon vor der Geburt ausfallen könnte. Nach den 8 Wochen geht mein zukünftiger Mann in Elternzeit, da seit Arbeitsplatz sicher ist.
Aber es ist schon ziemlich traurig, dass trotz Gesetze man solche Schwierigkeiten bekommt. Ich hoffe du hattest danach keine Schwierigkeiten im Betrieb.
Sorry, habe übersehen, dass du hier schon vorher geschrieben hast. Deinen Beitrag (Buchbinderin) fand ich sehr schlimm. Ich bedauere deine Erfahrung sehr!
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