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Umzug aufs Land?
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Um gleich zum Kern zu kommen:
Wir haben zwei Kinder. Mein Mann und ich fanden das Leben mitten in der Stadt eigentlich immer super und haben es auch für sinnvoll gehalten, dort zu bleiben, alleine schon wegen der besseren Schulen und, zugegebenermaßen, der allgemein besseren Infrastruktur wegen.
Nur beschleicht mich inzwischen der Gedanke, dass das vielleicht doch nicht der beste Weg ist. Grad unser Kleiner ist sehr aktiv und ich glaube, dass es ihm irgendwie in einer ländlicheren Umgebung besser gefallen könnte.
Mein Mann und ich haben beide Bürojobs – ganz raus aus der Welt und einen Bauernhof in Hintertupfingen zu beziehen kommt also definitiv nicht infrage. Was aber durchaus möglich wäre und auch wir uns irgendwo vorstellen könnten, wäre, an den Rand einer größeren Stadt, z.B. München zu ziehen. In Perlach und Umgebung gibt es gerade ein paar schöne Wohnbauprojekte, die auch für uns leistbar wären, der Stadtteil sieht auch pittoresk aus und außerdem gibt es in München eine Niederlassung zumindest meiner Firma.
Meine Fragen richten sich an alle, die so einen Schritt, also einen Umzug vom Stadt aufs Land, schon vollzogen haben.
Wie ging es euch damit? Welches waren die größten Umstellungen für euch? Bereut ihr den Schritt hin und wieder? Und; ganz wichtig: hat es den Kindern gut getan, oder gibt es für „Zugereiste“ da und dort Probleme?
Außerdem würde mich speziell für den Raum um München interessieren, wie es dort mit dem Kinderbetreuungs – und Schulangebot aussieht, vorallem, ob dort auch hochwertige, etwas alternativere Angebote ( Waldorf, Kunstschwerpunkt…) angeboten werden.
Vielleicht gibt es ja neben Altperlach noch andere schöne, familienfreundliche Orte in der Gegend. Tipps sind sehr willkommen.
Vielleicht mag mir ja die ein oder andere mit Hinweisen und Erfahrungsberichten weiterhelfen.
Perlach: http://www.muenchen.de/stadtteile/perlach.html
Die angedachten Wohnungen: http://www.demos.de/portal/web/demos/Al ... se.aspx#A1
aber allgemein kann ich dir evtl ein wenig " helfen", da ich - damals allerdings noch ohne Kinder - alles durch habe, stadt, dort, vorstadt.
natürlich muß es so nicht sein, aber meist ist es so, wenn du aus der Stadt in ein Dorf ziehst, hast du es mit deiner Familie schwer, von den dort geborenen und alteingesessnen akzeptiert zu werden.
es erfordert über Jahre ein sehr hohes Engagement, wenn man dort anerkannt werden will.
das heißt im Klartext, auf dem Dorf sind Sachen wie freiwillig Feuerwehr, Landfrauen, für die Kinder die dorfjugend, Teilnahme an wirklich jedem fest und wirklich jeder Veranstaltung Pflicht.
zieht man sich da raus, weil es nicht den Interessen entspricht, oder man einfach nicht die zeit hat, wird es schwer.
anders ist das in der Vorstadt.
dort wird auch erwartet, das man sich in kindergarten und schule engagiert, aber wenn man nicht kann, nimmt einen das dort nicht wirklich jemand übel, weil die Leute das viel lockerer sehen und es auch selbst nicht anders kennen.
in der Vorstadt ist es meist so, wenn du deine ruhe haben willst, dann hast du sie auch.
dorf wie Vorstadt ist die Infrastruktur meist schwierig.
wie wohnen mit unseren Kinder in einer art Vorstadt und sind auf 2 autos angewiesen.
mein Bruder wohnt keine 20 km von uns weg, am Rande der Stadt und dort hat er alles vor Ort, Busse, bahnen, etc.
ich weiß nun nicht, wie das in Bayern ist, aber Niedersachsen und bremen haben unterschiedliche schulregelungen.
in Niedersachen gilt nach wie vor das einzugsprinzip, also, die Kinder gehen an die wohnortnahen schulen und können diese nur auf Antrag - mit verdammt guter Begründung - wechseln, sofern die Schulleitung der wahlschuld dem dann auch zustimmt.
in bremen muß man seine Kinder wohl regelrecht für eine schule bewerben - zumindest ab der 5.ten klasse - und da kann es auch passieren, wenn dein kind an der schule in wohnortjähe abgelehnt wird, das es dann auch mal eben 20 km und mehr mit dem bus und der bahn fahren muß.
umgehen kannst du das, wenn du dein kind auf eine Privatschule schickst, die sind aber meist sehr teuer, haben dafür oftmals das waldorfprinzip.
was das Bildungsangebot und bildungsprinzip angeht, da informier dich am besten bei den ortsansässigen schulen und Behörden, die können dir da wirklich fundierte Auskünfte und mögliche alternativen aufzeigen.
allgemein würde ich euch die Vorstadt empfehlen.
dort ist es meist ruhiger und ländlich, man ist aber nicht weit weg vom Schuss.
ich hoffe, ich konnte dir ein wenig helfen.
ich komme aus München (bzw. Landkreis. Ursprünglich Unterhaching und nun aus Markt Schwaben, Kreis Ebersberg) und bin Erzieherin.
Ich weiß nicht ob du schon mal selbst in Perlach warst oder es nun nur im Internet gesehen hast. Ich verstehe was zu meinst mit "nicht komplett aufs Land, aber eben ländlich". Allerdings ist Perlach (meiner Meinung nach) ganz und gar nicht Land. Es gehört noch mitten zu München. Altperlach ist zwar noch besser in der Hinsicht als Neuperlach, aber dennoch wirklich noch sehr städtlich.
Von den KiGa's her gesehen, gibt es ansich im Raum München natürlich viel Auswahl, auch alternative, jenachdem in welchen Sprengel ihr fallt oder einen Gastantrag gestattet bekommt. Wie die Qualität ist, denke ich, kommt immer auf die Einrichtung an und was ihr erwartet.
Schulen/Horte gibt es auch verschiedene. Da müsst ihr euch einfach erkundigen was als nächstes in Frage kommen würde.
Etwas ländlicher bzw. zumindest ein wenig grüner/weitläufiger/nicht zwingend Haus an Haus (auch hier kommt es immer drauf an wo genau) wäre dann eher noch weiter raus. Z.B. südlicher bzw. auch östlicher ab Unterhaching abwärts. Brunnthal, Hohenbrunn, bzw. Haar, Vaterstetten, Grafing, Markt Schwaben. Von den Orten aus braucht man ca. 20 Minuten in die Innenstadt und hat meistens auch S-Bahn-Anbindung.
Oder dann Richtung Erding? Ist noch ein Stück weiter draußen, man ist aber auch relativ schnell in München. Und dort gibt es auch z.B. Waldkindergärten.
Vielleicht konnt ich etwas helfen
Ob es besser oder schlechter ist weiß ich leider auch nicht. Bei uns steht es momentan auch zur Diskussion mehr aufs Land zu gehen. Obwohl wir ja eh schon nicht direkt in München wohnen.
Dann bin ich zu meinem Mann gezogen. Wir wohnen außerhalb von Saarbrücken, gerade so eben nicht mehr im Stadtverband, sondern im Regionalverband Saarbrücken, d.h. wir haben die Gemeindeverwaltung mit Ausweisstelle, Einwohnermeldeamt usw. im Ort und müssen nicht nach Saarbrücken rein (Außer zur KFZ-Zulassungsstelle). Der Ort hat inkl. aller Ortsteile etwa 12000-13000 Einwohner. Wir haben Aldi, Lidl, Rewe, Rossmann, nen Getränkemarkt im Ort, außerdem nen Tabak/Zeitschriftenladen, ne Eisenwaren/Haushaltswaren/Florist/Boutique Kombi, ne Eisdiele, Schuhgeschäft, diverse Restaurants und Kneipen, Hausärzte, Zahnärzte, Hautarzt, Orthopäde, Augenarzt, Sanitätshaus. Postagentur, Kindertagesstätte und Kindergarten, Grundschule und erweiterte Realschule und Freibad. Und die Anbindung stimmt, die Saarbahn fährt alle halbe Stunde, in Stoßzeiten alle viertel Stunde Richtung Stadtzentrum. Ich brauch mit dem Auto etwa 15-20 min in die Stadt (durch das System der Stadtautobahn kommt man eigentlich in jeden Teil der Stadt gleich schnell. SB hat zwei Krankenhäuser und, ich vermute, alle erdenklichen Fachärzte, aber auch zur Uniklinik in Homburg brauchen wir nur ne knappe halbe Stunde.
Ich denke wirklich, im größeren Umkreis um eine große Stadt lebt sichs gut. Dort kann es Feld/Wald/Wiese für die Kinder geben, aber man hat alle Vorteile der Stadt in nicht allzu großer Entfernung.
Der Autobahnanschluss ist hier draußen bei uns auch gut, in den Bergen ist man auch fix.
Richtig Land ist halt dann Richtung Glonn z. B., da ist man dann lang mit Bus, Auto oder Fahrrad zur S-Bahn oder Autobahn unterwegs.
Ich hab Familie in Kirchheim, das ist auch Ländlich aber mit Auto und S-Bahn geht es auch fix... vielleicht wäre das was.
Unser Nachbarort ist viel kleiner.Es gibt nur noch eine Kneipe und einen Einkaufsmarkt außerhalb vom Dorf,mehr in unsere Richtung.Dort sind Zugezogene Exoten auf Lebenszeit.Ich kenne ein Ehepaar,das nach vielen Jahren weggezogen ist-trotz Mitgliedschaft in Feuerwehr und Pfingstburschenverein.Sie hatten es einfach satt.
Meiner Meinung nach liegt das daran,das wir hier zentral liegen.Man sieht jeden Tag fremde Gesichter,weil von außerhalb Fremde hier zum Arzt oder einkaufen gehen.
Das Nachbardorf liegt neben der Hauptstraße.Dort muß niemand durch.Wenn ein fremdes Auto durchfährt,wird hinter der Gardine geglotzt und man ist Dorfgespräch.
Meine Cousine wohnte in einer Großstadt.Ich habe sie immer beneidet,denn sie brauchte kein Auto.Sie konnte für 350€ im Jahr mit Bus und Straßenbahn unbegrenzt im Stadtgebiet herumfahren-ein Traum!Das muß ich fast monatlich für das Autofahren hinlegen.Außerdem sind die Angebote in der Stadt viel größer.Kino,Schule,Sportverein,Musikschule-alles ist da!
Zum Vergleich:meine große Tochter mußte zum Sportverein gefahren werden.Also: hinfahren und 2 1/2 h warten oder hinfahren,1h zuhause sein und wieder losfahren.Meine Cousine konnte ganz entspannt zuhause bleiben.Ihr Sohn verabredete sich mit seinem Freund und beide liefen zur Haltestelle,die 5min entfernt war.Zurück genauso.
Dabei war der Stadtteil ein eingemeindetes Dorf und sah auch eher nach Dorf aus.
Meiner Meinung nach ist der Stadtrand die beste Lösung.Du hast die Vorteile der Stadt und des Dorfes.
Perlach (also der Ort von dem sie schrieb): 2013 waren es 108.244 Einwohner
Kirchheim: 2008 waren es knapp über 12100 Einwohner
Sauerlach: 2008 waren es etwas über 6700 Einwohner
heute wohne ich in einer art Vorstadt mit knapp 15.000 Einwohnern.
hier ist es recht beschaulich.
man kennt die Fahrzeuge aus der näheren Umgebung und weiß, welches auto ganz bestimmt nicht hier her gehört, auch ohne, das man den ganzen tag hinter dem Vorhang sitzt.
in schule und kiga ist man bekannt, aber man hat seine ruhe, der Bäcker kennt einen, auch die Leute beim Lilde, Aldi und rewe oder netto, aber man hat seine ruhe.
überall ist Natur und wenn man doch mal in die Stadt will oder muß, ist man in 15 Autominuten da und das sogar in alle 4 Himmelsrichtungen, weil man eben doch zentral wohnt.
fazit:
das reine dort ist nur was für menschen, die von dort kommen, die reine Stadt ist ebenfalls gewöhnungssache, es lebe die Vorstadt,;o)
Also gerade mit sehr kleinen Kindern sehe ich eigentlich insgesamt nur mehr Vorteile, die für einen Umzug auf das Land sprechen. Ich habe mir auch vorgenommen, dass ich wieder zurück aufs Land ziehe, sobald ich schwanger bin.
Damit du beim Umzug auch wirklich nichts vergisst, solltest du dir vielleicht mal die Seite http://www.umzug-checkliste.org/ ansehen. Da findest du eigentlich alle Tipps für den Umzug.
Wir ziehen auch gerade um.. (mit 2 kleinen Kindern- 2 und 5 Jahre alt) Ich weiß wirklich nicht nicht mehr wie wir das schaffen.. So ein Stress, und kommen neue und neue Überraschungen..
Kindergarten haben wir schon, Wohnung auch, aber oh mein Gott, wie viele Nerven wir mit dem tatsächlichen Umzug gehabt haben.. Ich empfehle dir stark die Services von einem Umzugsdienst wie Antstrans (http://www.antstrans.at/) zu benutzen. Glaub mir, es würde dir so viele weißen Haaren ersparen
Jedenfalls, viel Erfolg beim Umziehen!
Lg,
Ann-Marie
Gute Entscheidung, eure Kinder werden es euch danken!
Ich kann hier und jetzt natürlich nur für mich sprechen, aber ich kann mir ein gänzliches Leben auf gar keinen Fall vorstellen. Gerade wenn man kein eigenes Auto besitzt, ist das Leben in der Stadt schon besser.
Bei http://www.umzug-muenchen24.de/eilumzue ... nchen.html kümmere ich mich gerade aktuelle darum, dass ich schon bald in unsere neue Wohnung nach München ziehen kann. Darauf freue ich mich schon richtig.
alle Tipps für den Umzug. http://checklisteumzug.net/
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