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Erziehen wir umsonst?
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Gut bei uns ist im Moment wegen Krankheit alles etwas durcheinander aber ich Sitze gerade am Sofa und Frage mich: "wozu erziehen?"
Bei uns ist im Moment alles ein Kampf (schon laenger) und mein Kind (3) testet und testet und egal wie ich auf sie zugehe/auf sie eingehe, ich scheine es nicht richtig zu machen.
Jede Situation scheint irgendwie hoffnungslos. Jedes nein wird zu einem Drama.
Wir ziehen konsequent unsere Erziehung durch aber irgendwie ohne Erfolg.
Essen geht wieder ganz schlecht. Zb verlangt sie heute nach Milch. Bekommt sie. Will sie doch nicht. Ich erklärte dass das so nicht geht. Wurscht. Gehen ins Bett Frage sie nochmal ob sie sicher nichts trinken will. Nein. Kau zähne geputzt, will Milch doch. Gabs dann nicht. Theater.
Oder ich sag ihr 3x Finger weg von meinem Skript, sie steht mit stift grinsend davor und malt mit Absicht fetten strich durch. Stille Bank. Riesentheater.
Oder: ich ermahne schon zum 4. Mal sie soll nicht mit sachen werfen. Aus dem nichts fliegt ein buch gegen Paps und dann den TV. Strafe. Riesentheater.
Nichts scheint ihr zu passen, nur jammern und weinen (also wenn gesund gilt das natuerlich) und testen testen testen.
Ich war heute schon so sauer das ich ich gesagt habe dass ihr Spielchen sinnlos sind weil Mama gewinnt immer:) - gut fand sie Kacke und Oma meinte die Aussage war doof aber was soll ich denn noch machen.
Uebrigens: unterwegs ist sie meist ein vorzeigekind.
Hilfe!!!
Lg
versuche ruhig zu bleiben udn dich nicht zu ärgern...oder schnuffel an enm wein oder nem päckchen zigaretten oder geh kurz vor die tür...das tut total gut...oh mein gott wenn ich das so lese muss ich grinsen...muss gestehen wenn till mich mal nen tag total geärgert hat, und glaub mir das kann er echt wenn er das will, dann rauch ich abends wenn er im bett liegt auch mal eine dann gehts mir kotzübel und ich weiss nicht ob ich mich dafür das er mich fertig gemacht hat nicht grade auch noch bestraft hab
habe vor etwa 2 wochen noch zu meinem mann gesagt ''mensch zur zeit hört er richtig gut auf mich'' , hätt ich das mal nicht gesagt, das war wie ein startschuss für den höhepunkt der trotzphase .....
bei uns ist es am schlimmsten beim thema essen, ''mama ich möchte das und das essen'' - ''ja mache ich dir'' - essen ist fertig ''bäääh mag ich nicht''
man ich hab manchmal das gefühl, als tät ich eine andere sprache sprechen ....
bei uns gibts auch eine strafbank, ursprunglich war sie für hauen, beissen, kneifen gedacht - seit 2 tagen sitzt da gelegentlich ein kind drauf, was meint uns das erklären und verbieten mit kreischattacken bis hin zum würgen durch hineinsteigern, verbieten zu können - er hört nicht mal mehr zu - er bleibt dann so lang sitzen bis er aufhört zu kreischen! (nicht schreien) und mich oder meinen mann dann erklären lässt um gemeinsam eine alternative für das ''aktuelle problem'' zu finden.
es ist hart und unsere stimmbänder werden in den nächsten wochen bestimmt noch sehr strapaziert - aber für mich scheint es wie die phase kurz vorm schluss der bockphase zu sein ..... ach ja und das ist alles noch harmlos - die pubertät soll die schlimmste aller phasen sein ....
lg und sorry, dass ich dir nicht weiter helfen konnte
Mein Sohnemann (in 2Wochen 3Jahre) bringt mich seit einigen Wochen(!) zur Verzweiflung.
Ich kann ihn überall mit hinnehmen,er ist ein Vorzeigekind außer bei einer Oma,da zeigt er seinen "wahren" Charakter
Bei uns gibt es sofort ein Gekreische wenn ich Nein sage ohne Luft zu holen.Er macht es nur bei mir.Ich rede gegen eine Wand,ich erkläre ihm alles oder ich schimpfe.Nichts bringt etwas.
Am schlimmsten ist das An - und Ausziehen.Er läuft weg,er spielt....Und er haut mich seit einigen Tagen,wenn er dann in seiner Zimmer muß(das weiß er!!) wird gebrüllt u er bleibt natürlich nicht im Zimmer.
Aber ich habe trotzdem noch ein Funken Hoffnung das unsere Erziehung fruchtet....
hatte in nem anderen thread schon geschrieben. ich habe derzeit auch eine 2,5 jährige terrorzicke zu hause, komischerweise überwiegend bei mir... wenn der papa da ist, oder wir unterwegs sind, ist sie meist das liebste kind der welt.
aber dennoch denke ich nicht, das wir umsonst erziehen... und gerade seit meine maus so drauf ist, denke ich ganz oft an meine eigene kindheit zurück. vll auch, um mir selber zu sagen, das ich auch mal so war, und wie meine eltern gehandelt haben-keine ahnung.
vorhin erst, nachm bett beziehen von der kleinen... sie sollte ihre kuscheltiere selber sortieren (ja, sie hat bestimmt so ihre 8 viecher im bett), papa hat sie ihr gegeben, und sie sollte die an die richtige stelle packen...
ich musste echt grinsen, weil ich früher ganz genauso war.
aber wehe, sie soll mittagsschlaf/ruhe machen, dann räumt sie sämtliche schränke aus, und irgendwann legt sie sich dann hin, und schläft, aber ihr zimmer sieht unter aller sau aus.
und wenn sie dann nahcm schlafen rauskomt, und sieht aufm couchtisch ein brotkrümel, dann muß der sofort weg, egal, ob die windel voll ist, oder nicht.
tja, die lieben kleinen... es ist eine phase (so hoffe ich), die hoffentlich ganz bald vorüber geht.
bis dahin heißt es, konsequent bleiben, sich selber mal ne auszeit schaffen, und die zeit irgendwie durchstehen.
wenn einer einen ultimativen tip hat, immer her damit.
Dabei ist Florian so ein süßer Kleiner, bei meinen Eltern ist er das liebste Kind der Welt und zuhause testet er uns auch schon seit Wochen. Er weiß genau, was er darf und nicht, und doch - jeden Tag geht das Spiel von vorne los.
Ich habe mir vorgenommen, da konsequent zu bleiben - auch wenn ich momentan schon eine Grundgenervtheit habe. Aber ich denke, wie Zickchen schon schreibt, das Ergebnis zeigt sich später - die Kinder brauchen diese Grenzen, jetzt sozusagen im Kleinen (Schubladen ausräumen etc.), in der Pubertät im Größeren (bis wann weggehen etc.) und später sind sie hoffentlich halbwegs vernünftige und umgängliche Zeitgenossen.
Nur bis dahin gibt es wohl die eine oder andere Durststrecke... bei uns momentan halt auch.
Zum Glück gibt es dann sowas wie das Forum hier, wo man andere Leidgeplagte findet...
VG
Stern
Ich habe mich jetzt mal mit dem Gordon Familientraining auseinander gesetzt. Das wurde bereits in den 1970er Jahren entwickelt vom amerikanischen Psychologen Thomas Gordon und ist ein (in meinen Augen) gut gangbarer Weg, um der ganzen Familie zu mehr Gelassenheit zu verhelfen. Wer sich damit mal befassen möchte, dazu gibt es zwei recht gute Bücher: Familienkonferenz und Familienkonferenz in der Praxis von Thomas Gordon. Es geht dabei (kurz gesagt) unter anderem um das Entkoppeln von Situation und Emotionen, indem nur das Verhalten betrachtet wird. Außerdem gibt es ein paar Werkzeuge, um mit dem Kind in Dialog zu treten oder Konflikte ohne Verlierer zu lösen.
Wir wenden das nun seit einiger Zeit an, und ja, manche Sachen sind am Anfang äußerst gewöhnngsbedüftig. Aber es hat uns jetzt schon in mancher Situation geholfen.
Außer Haus und bei Oma ist er allerdings das liebste Kind der Welt und dann bin ich sooo stolz auf ihn wie gut er sich benehmen kann.
Nächsten Monat darf der Große ein paar Tage mit Oma und Opa nach Dk, das ist für uns beide glaube ich eine schöne Sache um sich etwas zu entspannen und sich wieder mehr aufeinander zu freuen
Meine Motte wird im Juni 3 und mein Sohn ist 11. Die Kleine trotzt und piesackt ihren über alles geliebten Bruder. Der große muß nur noch einstecken, kämpft mit den Hormonen und ist schon vorm Aufstehen genervt, weil die Kleine ihn aus dem Bett kratzt, beißt, schlägt wenn er nicht sofort aufsteht.
Die erste wirkliche Ruhe am Tag habe ich gegen 11 Uhr wenn die Kleine zum Mittagsschlaf geht und der Große noch in der Schule ist.
Dazu bin ich in der 21. Woche einer echt besch... Schwangerschaft die mir total zu schaffen macht und ich bräuchte eigentlich noch mehr Ruhe, aber keine Chance.
Die Kleine bekomme ich mittlerweile mittels der 'Wutzwerg'-Geschichte ganz gut in den Griff, aber wenn die Kleine ruhig ist dann fängt halt der Große an mit seinen Hormonen zu jonglieren. Herrlich- ich könnte mir echt nichts besseres vorstellen. Aber was soll's- irgendwann fruchtet die Erziehung solange sie einigermaßen fair und (auch für die Kids) nachvollziehbar ist - jedenfalls glaube ich da ganz fest dran.
Gruß Schnecke
hab jetzt nicht alle antworten gelesen, aber wir hatten vor einiger zeit auch so eine ähnliche Phase. Valentin ist zu dem zeitpkt. ca. 2,5 gewesen.
Ging auch paar Wochen und ich habe manchmal was getobt - Gott, das geht echt an die Nerven.
Am Ende war es am Besten wenn ich (je nach Situation) gar nicht reagiert habe bzw. deutlich geschimpft und dann direkt weg gegangen bin. Soll er sich doch alleine ausschreien. Das tat mir gut und er hat nicht immer wieder Wasser auf die Mühlen bekommen.
So ging die Wut auf beiden Seiten schneller vorbei und manchmal kam er von allein danach zu mir, umarmte meine Beine und wollte damit zeigen, dass es ihm leid tut. Gesagt hat er nix. Ich hab ihm dann danach ganz ruhig erklärt was mir nicht gefallen hat und mich für seine Entschuldigung bedankt.
Ohne mein Weggehen hätte das nie funkioniert!!!
Klappt aber auch nicht immer
Oma und Opa waren auch hier und haben mitgeholfen. Gut, filippa meinte in ihrer Wut zu Opa "du blödes Ferkel" aber das hat er zum Glück sehr gelassen genommen
Hoffen wir sie bleibt so bis sie 12 ist!
Lg
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