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Essen mit 3jähriger - ein Disaster
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unsere Tochter ist zwar nun schon etwas über 3 (3 J., 1 M.), aber wir haben schon länger folgendes Problem:
Essen war noch nie ihre große Stärke. Wir beachten wirklich alle wichtigen Regeln (zusammen am Familientisch essen, vielfältig essen, Süßkram in Maßen/nur nach der Hauptmahlzeit, zu nichst zwingen, mitentscheiden lassen und Essenswünsche berücksichtigen, mithelfen lassen beim Vorbereiten usw.), aber besonders zur Zeit isst sie zu den Hauptmahlzeiten 1. recht wenig und 2. EXTREM langsam! Sie will zwar immer essen und hat angeblich auch Hunger, darf sich aussuchen, welches Brot, welchen Belag usw., aber im Schnitt dauert eine Mahlzeit ca. 1 Stunde (Beispiel: 2 Baguettescheiben mit Käse, den sie sich gewünscht hat, und ein paar Gurkenscheiben) und irgendwann können wir nicht mehr mit am Tisch sitzen. Sie erzählt die ganze Zeit oder fragt 1000 Fragen, spielt teilweise mit dem Essen, eiert rum, dass die Hälfte runterfällt usw. Einer fängt dann irgendwann an aufzuräumen und demnächst ist auch wieder ein Baby da, wo man sowieso nicht so ewig sitzen bleiben kann.
Wir haben schon versucht, Reste aufzuheben und sie ihr dann später wieder anzubieten und das Essen beendet, wenn es zu lange dauerte, aber sie schreit dann nur, dass sie angeblich noch Hunger hat.
Wir wollen natürlich nicht, dass sie irgendwann eine Essstörung oder so entwickelt. Wie verhalten wir uns richtig, dass das nicht passiert?
Bei der Essensmenge mach ich mir weniger Sorgen, da sie auch wieder Tage hat, an denen sie besser isst. Sie ist zwar zierlich (96 cm und 13 kg), aber nimmt auf lange sicht stetig zu. Aber der Ablauf der Mahlzeiten zehrt langsam an den Nerven und - sehr wichtig - in der KiTa läuft es häufig ähnlich! Kleinere Kinder sind vor ihr fertig, stehen auf und spielen oder schlafen und sie sitzt und sitzt... (obwohl sie nicht aufessen müsste) und: Manchmal (vor allem bei Süßkram oder süßen Nachspeisen) isst sie plötzlich sehr schnell, sie könnte also, wenn sie wollte.
Wer hat eine ähnliche Situation oder einen Rat?
solange sie isst ist es okay denke ich und die kinder holen sich in der regel schon das was sie brauchen
Und inzwischen denke ich, dass Eure Tochter das Essen einfach als "Machtmittel" sieht, mit dem sie Euch im Griff hat und ihren Willen aufzwingen kann.
Als Lösungsmöglichkeit würde ich vielleicht versuchen, dass Ihr (Du und Dein Mann) ein Zeitlimit absprecht. Bspw. eine halbe oder dreiviertel Stunde, und solange sitzt Ihr dann mit ihr am Tisch, redet, beantwortet ihre Fragen etc. Danach muß sie dann eben alleine weitersitzen, wenn sie das Essen noch nicht beenden möchte.
Um ihr das verständlicher zu machen, wäre ein Kurzzeitmesser (Eieruhr) ganz gut, auf dem ihr die entsprechende Zeit einstellt. Dann weiß sie - mit drei Jahren - schon ganz genau, wann die gemeinsame Zeit endet und kann sich darauf einrichten.
Da Du ja schreibst, dass sie durchaus schneller essen kann, aber während der Mahlzeiten lieber andere Dinge macht, wie reden, rumalbern usw. wird sie keinen Schaden dadurch nehmen. Ganz im Gegenteil, sie wird eher lernen, dass es auch bei den Eltern Grenzen gibt und auch Kinder sich an einige Regeln des Zusammenlebens halten müssen.
Zur Sicherheit würde ich dennoch nochmal einen Termin beim Kinderarzt vereinbaren, damit tatsächlich eventuelle organische Ursachen (bspw. Schluckstörungen, zuwenig Speichel o. ä.) sicher ausgeschlossen werden können!
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