weniger stillen ggf. abstillen

Expertenrat zu Milchnahrung: Wahl der richtigen Milch, Fläschchen-Zubereitung und vieles mehr!

Expertenforum

Maila2020
28. Mai 2021 07:15
weniger stillen ggf. abstillen
Liebes Experten-Team!

Unsere Tochter ist in Kürze 8 Monate alt und wurde immer gestillt. Sie hat noch nie eine Flasche gesehen.

Brei (mit 6 Monaten) ging sehr schleppend los und isst sie inzwischen deutlich mehr aber weiterhin recht wenig: mittags ca 35 bis 70 g, manchmal auch gar nichts
Abends ca 50 - 70 g

Ich stille noch immer 24/7. Da sie nachts sehr häufig trinkt (oftmals leider alle 2 Std) und tagsüber deutlich weniger, habe ich tagsüber oft zu viel Milch und dadurch schmerzen, Druck, muss ausstreichen, was aber nur kurz Linderung verschafft. abpumpen würde ja auch ankurbeln wenn es zu viel ist. Tagsüber ist sie abgelenkt, trinkt nur wenn es absolut notwendig ist - es ist eher ein Kampf... andocken, abdocken usw. Abends und nachts trinkt sie schön ruhig.

Aufgrund der immer mehr unruhigen Nächte (schläft oft nur durch tragen wieder ein), zunehmendem, Schlafmangel, Frust, Abgeschlagenheit und da mein Vorhaben ursprünglich war bis zum 11./12. Monat durch Beikost abgestillt zu haben (sieht momentan überhaupt nicht danach aus) möchte ich gerne sehr behutsam (!!!) die Stillmahlzeiten durch PRE Nahrung reduzieren oder ganz abstillen (weiß ich noch nicht - mal sehen wie es sich entwickelt).

Wie soll ich am besten vorgehen?

Ich stille grundsätzlich gerne und es fällt mir auch gar nicht soo leicht diesen Schritt zu gehen aber es scheint langsam für uns 3 (Baby, Mama, Papa) nicht mehr das richtige zu sein :-/

Sie wog bei der Geburt 3 kg und nun ca 6,2 kg bei ca 65 cm. Sie ist sehr schlank. Sie kommt mit 11 Monaten bereits in die Kita.

Viele Grüße
Johanna
HiPP-Elternservice
1. Jun 2021 16:21
Re: weniger stillen ggf. abstillen
Liebe Johanna,

schön, dass Sie bei uns nachfragen.
Es ist nur verständlich, dass Sie sich wieder etwas ruhigere Nächte wünschen und hier nach einer Lösung suchen.

Zunächst vorneweg: laut meinen Normtabellen befindet sich Ihre Kleine mit Gewicht innerhalb der unteren Norm.
Ihr kleines Mädchen ist bisher einfach noch sehr zierlich – das kann sie alles noch aufholen. Was hat denn der Kinderarzt bei der letzten Untersuchung zur Entwicklung Ihrer Kleinen gesagt? Ist er zufrieden, darf Sie das bestärken.

Ihre kleine Tochter scheint sich noch sehr – vor allem in der Nacht - an der Mich zu sättigen. Da ist es ganz verständlich, dass bei den unterschiedlichen Milch – und Breimahlzeiten am Tag nur wenig Hunger aufkommt. Das wird die Schraube sein, an der Sie drehen müssen.

Versuchen Sie nun Schritt für Schritt mehr Beikost einzuführen. Mag Ihr Schatz vom Brei nicht weiteressen, dann machen Sie ein kleines Päuschen und füttern etwas später wieder weiter. Ruhig auch mal den Appetit zum Gehilfen nehmen. Mit etwas Appetit isst es sich mittags auch gleich schon viel leichter. Wenn Ihre Kleine merkt, dass es nicht mehr die „sichere“ Milch im Anschluss gibt, wird sich die Breimenge mit der Zeit automatisch steigern. Lenken Sie hier nicht zu schnell mit der Milch ein. Sonst merkt Ihre Tochter, dass sie sich bei den Breien gar nicht abmühen muss bevor etwas Beliebteres – wie die Milch - kommt.

Möchten Sie abstillen, dann gehen Sie – wie Sie es selbst schreiben – ganz behutsam voran. Geben Sie sich und Ihrer Kleinen genügen Zeit sich vom Stillen zu verabschieden - starten Sie z.B. erst mal mit einer Stillmahlzeit und stellen hier langsam um. Hören Sie hier auf Ihr mütterliches Bauchgefühl – Sie sind ein gutes Team.

Hier noch ein paar liebe Tipps für den Wechsel auf das Fläschchen:
Möchten Sie besonders behutsam vorgehen, kann Ihre Kleine zuerst gestillt werden, aber nicht komplett satt trinken lassen, sondern bieten ihm anschließend noch die Säuglingsmilchnahrung an. Oder genau andersherum und zunächst das Fläschchen und anschließend die Brust anbieten, probieren Sie es einfach aus.

Oft kann es hilfreich sein, etwas Muttermilch auf den Sauger träufeln oder mit dem Sauger über die Wange des Babys zu streicheln, und zwar über die der fütternden Person zugewandte Wange, auch hiermit wird der Saugreflex ausgelöst.

Vielleicht hilft es auch, Ihren Schatz in einem anderen, abgedunkelten Raum zu füttern oder eine ganz andere Fütterposition zu versuchen.

Mag sie nicht so gerne aus dem Fläschchen trinken, dann können Sie die Pre Nahrung auch mal über einen Löffel anbieten. Auch wenn es am Anfang keine großen Mengen sind, kann er sich so an den Geschmack gewöhnen.

Wird die Beikost mehr, wird die Milchmenge automatisch etwas zurück gehen – auch in der Nacht. Oft macht es von einem zum anderen Tag „klick“ und die Kleinen sind ganz begeistert vom Brei Löffeln.

Noch ein lieber Tipp zum Schluss:
Nehmen Sie den Druck von sich und gehen Sie die Situation ganz entspannt an. Erzwingen lässt sich hier nichts. Ihr kleines Mädchen merkt es, wenn Mama und Papa sich Sorgen machen. Denken Sie auch noch nicht an die Kita – bis dahin haben Sie noch viel Zeit und da wird sich vieles noch einspielen.
Sprechen Sie auch gerne mit Ihrem Kinderarzt dazu. Er kennt Ihr Mädchen und kann Ihnen sicher auch noch ein paar Ratschläge mit auf den Weg geben.

Alles Liebe für Sie und Ihre Kleine! Ich drücke die Daumen, dass Ihre Tochter die Beikost bald mehr und mehr akzeptiert und die Nächte wieder ruhiger für Sie alle werden.

Herzliche Grüße
Ihre HiPP Expertin
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