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Verabschieden oder weggehen
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Ich brauche einmal einen Rat von euch, wie ihr das handhabt. Ich bin noch ganz durcheinander und erzähle euch kurz, was passiert ist. Mein Sohn ist jetzt 20 Monate und ist ein sehr fröhlicher Zwerg. Gestern hat er wiedereinmal (jetzt ca. das 5te Mal) bei Oma und Opa übernachtet. Bis jetzt haben wir uns immer heimlich, still und leise hinausgeschlichen und da gab es auch nie Probleme. Auf Anraten des Kindergartens (ab September soll er gehen) haben wir uns gestern von ihm verabschiedet. Aber ohne großes Trara, sondern einfach gesagt, dass er heute bei Oma bleibt und wir ihn morgen wieder holen. Wir gehen und er ist uns sofort nachgelaufen und hat so jämmerlich zu weinen begonnen. Mir hat es das Herz umgedreht! So weit so nicht gut.
Ja und heute habe ich mir anhören können, dass wir das so nicht machen können und dass das Kinderquälerei (!) ist, etc.
Es eh nicht ganz geschwungen, aber jetzt weiß ich nicht, wie ich mich in Zukunft verhalten soll. Wir haben generell uns an die Ideen von Emmi Pikler und dem RIE, aber leider habe ich verabsäumt, das gleich von Beginn zu machen. Soll ich erst ab dem Kindergarten (die KITA will dass sich die Eltern verabschieden, und mir kommt es auch "ehrlicher" vor, anstatt einfach zu verschwinden) damit beginnen, oder soll ich damit weiter machen, trotzdem er so geweint hat. Es kommt ja auch nicht sehr oft vor, dass beide Elternteile nicht da sind.
Was habt ihr für Erfahrungen, bzw. was könnt ihr mir raten?
Unsere Maus wird im September 25 und muß leider öfter bei der Oma schlafen da ich Arbeiten muß. Wir machen das immer so. Wir sind erst beide dabei und wenn dann der Punkt da ist das wir gehen müssen sagen wir ihr noch Tschüss und gehen dann. Eigentlich ist das auch selten ein problem aber manchmal weint sie auch ganz doll und will nicht das die Mama weg geht. Sie läuft mir dann auch hinter her und mir fällt es dann schwer zu gehen. Aber die Oma lenkt sie dann meist auch schnell ab oder geht mit ihr Vögel gucken oder so und dann mach ich mich schnell aus dem Staub.
Das erste mal hat sie mit 5 Monaten bei Oma und Opa geschlafen weil wir wollten das sie das kennt und nicht das wir, wenn wir das mal machen müssen, ein problem haben.
Ich glaube das du dir nicht anhören mußt das du ein Kinderquäler bist.Das ist totaler Quatsch. Klar ist das nicht einfach wenn die Kleinen weinen und immer Mama rufen aber wir wissen doch das sie es bei Oma und Opa gut haben und sicher auch viel Spass haben.
Das macht es dann etwas einfacher. Und auch der Gedanke das ich mit dem Problem nicht alleine bin
Lieben gruß und ich hoffe das ich dir etwas helfen konnte.
Mein kleiner (bald 2 Jahre) ist auch gelegentlich bei der Oma, wenn ich arbeiten gehe. Wenn ich mich leise rausschleiche ist alles super. Manchmal hört er sogar noch mein Auto - dann sagt er nur zur Oma "Mama Arbeit"
und alles ist gut. Ich denke mir aber auch, dass er doch lernen muss, sich von der Mama zu verabschieden. Im KiGa muss er es auch mal so machen. Und deshalb verabschiede ich mich auch gelegentlich ganz bewußt von ihm. Das geht ab jedes Mal in die Hose und zwar sowasvonwas
ich kann nur sagen hör auf Deine innere Stimme. Unser jetzt Großer hat das erste mal auch mit 5 Monaten bei Oma und Opa geschlafen und ab dann mehr oder weniger regelmäßig. Also kannte er es von Anfang an auch mal auswärts zu schlafen.
Es gab Zeiten, wo er sehr anhänglich und auf Mama fixiert war, da hat Oma ihn abgelenkt und ich habe mich rausgeschlichen und das war auch okay so.
Und dann haben wir es irgendwann versucht mit Verabschiedung, weiß jetzt aber nicht mehr wie alt er da war. Und was soll ich sagen. Mal winkt er der Mama fröhlich zu und mal gibt es dicke Kullertränen. Die Kinder haben halt auch wie Erwachsenen gute und schlechte Tage. Das kann von einem zum anderen mal schwanken und ich glaube nicht dass das was mit dem Alter zu tun hat - so nach dem Motto mit drei Jahren kann er sich ohne Anstalten zu machen von Mama trennen
Sorry, ist kein richtiger Rat, aber ich möchte Dir nur sagen hör auf Dich und beobachte Dein Kind und dann wirst Du schon das richtige tun! Lg und alles Gute
EHRLICHKEIT UND AUFRICHTIGKEIT
ich möchte mein Kind auch zu einem grund ehrlichen und aufrichtigen Menschen erziehen
und so halte ich es für unbedingt notwendig mich auch ehrlich und aufrichtig zu verhalten.
Ein heimliches Weggehen geht einher mit einem Vertrauenverlust!
"Ich dreh mich um und Mama ist weg! Kommt sie wieder? Kann ich micht auf sie verlassen oder kommt sie eines Tages überhaupt nicht mehr"
Mein Rat:
Wenn du über solche Dinge nachdenkst und eine Entscheidung treffen möchtest, dann versuche dich doch einfach in die Gedanken und Gefühlswelt deines kleinen Lieblings zu versetzten! Würden wir das öfter tun, würde es VIELEN Kindern viel besser gehen und es wäre vieles so einfach!
Simon geht seit er 12 Monate ist in eine kleine Kita. Ich habe mich von Anfang an von ihm klar verabschiedet. Ihm also einen Kuss gegeben und gesagt, dass ich jetzt gehe und bald wieder komme und ihn abhole. Worauf ich auch noch geachtet habe ist dass es kein hektischer oder überstürzter Abschied war. Meistens schauen wir noch ein Buch an oder kuscheln etwas bevor ich gehe.
An manchen Tagen weint er auch jetzt noch. Meist ist der Abschied so aber okay oder er marschiert zu den anderen Kindern und geht spielen und winkt mir dann nur noch am Fenster.
Ich halte nichts davon sich einfach fortzuschleichen. Wenn meine Mutter ihn mal betreut was äußerst selten vorkommt und dann auch nur für ein paar Stunden, ist sie meist bei uns. So ist er in seiner gewohnten Umgebung und der Abschied von Mama ist leichter.
Lg Kati
> Eine meiner moralischen Grundsätze ist
> EHRLICHKEIT UND AUFRICHTIGKEIT
> ich möchte mein Kind auch zu einem grund ehrlichen und aufrichtigen
> Menschen erziehen
> und so halte ich es für unbedingt notwendig mich auch ehrlich und
> aufrichtig zu verhalten.
> Ein heimliches Weggehen geht einher mit einem Vertrauenverlust!
> "Ich dreh mich um und Mama ist weg! Kommt sie wieder? Kann ich micht
> auf sie verlassen oder kommt sie eines Tages überhaupt nicht mehr"
>
Danke Babypups. Das erspart mir die Schreiberei.
Meine Antwort hätte genauso ausgesehen.
Was aber auch wichtig ist, ist das man dann auch wirklich geht und nicht noch 3 mal wieder den Kopf um die Ecke schiebt. Auch das verunsichert Kinder ungemein. Geht Mama jetzt, oder nicht?
meine große wird im juli 3, und sie geht seit ende august 2011 in den kiga/krippe.
wir haben jeden morgen das "problem", das sie weint, sobald sie in den raum soll. ich nehme sie, wenn es möglich ist, nochmal auf den arm, sage "tschüß und viel spaß. mama holt dich dann und dann wieder ab".
sie weint jeden morgen... am anfang hat es mir das herz gebrochen, inzwischen wird sie von den erziehern in den raum geholt (weinenderweise),ich gehe und sobald sie frühstückt, ist alles gut, und sie ist glücklich.
bei meinen eltern, wenn sie mal da bleibt, ist es ansich auch so, das sie erstmal weint, soabld wir uns verabschieden, aber nach 10-15 minuten ablenkung ist dann meist alles gut.
die erste nacht ist auch etwas unruhig, aber dann wird es immer besser... je nachdem wie lange sie da bleibt, wird ihr eben erzählt, "noch 2x shclafen", und so.
sie war erst vor 3 wochen eine woche lang bei meinen eltern, und da hat meine mama mit ihr immer im kalender die tage abgestrichen.
also, ich denke auch, verabschieden ist wichtig, damit die kleinen dann eben lernen, sie können sich auf die mama verlassen.
stelle dir mal vor, du wirst abends woanders (bei oma) von der mama ins bett gebracht, und wenn du wieder wach wirst, ist dann eine andere frau da.
als kind hätte ich dann mehr angst, weil eben die frau, die einen ins bett gebracht hat, nicht mehr da ist.
aber ich dneke, du solltest wirklich auf dein gefühl hören. du kennst dein kind am besten, und weißt, mit welcher art des gehens es am besten klar kommt.
Mein Kleiner ist zwei Jahre alt. Wenn ich in der Früh arbeiten geh, dann schläft er meistens noch. Aber immer wenn ich weg fahre und er bei Oma bleibt, dann verabschiede ich mich.
Ich mach aus dem Abschied kein Trara, ich sag Tschüss und geb ihm ein Bussi und gehe. Das klappt auch ganz gut.
Vom Davonschleichen halte ich nichts. Da kriegen die Kids doch schnell mal Panik, wenn man nur mal schnell den Raum verlässt, dass Mama weg fährt, weil die Mama sich ja nie verabschiedet. Ich glaub durch sowas wird es nur schlimmer.
lg
Andererseits hat der Keleine bisher ja nur die Erfahrung gemacht, dass Mama und Papa mal verschwinden aber auch wiederkommen. Daher finde ich auch diese Methode nicht dramatisch, nur für mich nicht die richtige
Vielleicht ist es eine Idee es mal wie in der Krippeneingewöhnung zu probieren.
Verabschieden, weggehen, nach 10 Minuten wiederkommen...
Verabschieden ist soooo wichtig - egal ob bei Oma/Opa oder KITA....und je positiver die Verabschiedung ausfällt desto positiver reagiert das Kind...wenn man da als Mama rumdruckst à la: ach du kleiner armer süßer Schatz, Mami is ja bald wieder da ... und dann noch schniefen...DAS geht gar nicht! (ist ein wenig überspitzt dargestellt, aber so vom Prinzip...)
....und das ist auch keine Quälerei -so ein Käse. Man erklärt dem Kind (je nach Alter) kurz und bündig wo man hingeht und wann man wiederkommt - ich würde allerdings die Floskel "morgen" weglassen...das ist für Kleinkinder ein nicht zu erfassender Freiraum - lieber sowas wie "Tschüß mein Schatz, Mami geht jetzt arbeiten, viel Spaß mit Oma etc., bis später" und dann n Küsschen und rausgehen und nochmal fröhlich winken oder sowas...
wir machen das seit Beginn der Betreuung meiner Maus so und wir hatten bisher keine Probleme. Lina drückt mich sogar teilweise zur Tür raus und ruft fröhlich, bis später Mami
Sobald die Kleinen sich darauf verlassen können dass Mama/Papa wiederkommen und sich auch nicht verspäten, werden sie mit der Verabschiedung auch keine Probleme haben...wenn man allerdings rausschleicht o.ä. und es dann "ehrlich" versucht liegt das nah, dass es erstmal Probleme gibt...das kommt dann mit der Zeit
Liebe Grüße an alle!!!
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