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Montessori Kindergarten
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ich wollte gern mal Eure Meinung und Erfahrung zu dem Konzept
" Montessori Pädagogik" im Kindergarten erfahren !???
Vielen Dank
Gruß nessa
was ist denn ein Montessori Kindergarten??? Ich habe noch nichts davon gehört?!
Viele Grüsse
meiner meinung nach lernen die o.g. noch früh genug und können in der kiga zeit mal schöne dinge machen-das eröffnet montessori.
Aber inzwischen finden sich Ansätze der Montessori-Pädagogik auch in den Konzepten "ganz normaler" KiTas, es muss also nicht unbedingt immer ein Spezial-Kindergarten sein.
Bei der Wahl des Kindergartens (wenn man überhaupt eine Wahl hat
der ansatz ist sehr gut, die kinder sollen sich viel allein beschäftigen, die vorstellungskraft der kinder wird gefördert (z.b. haben die puppen kein gesicht, so dass die kinder sich selbst vorstellen können, ob die puppe lustig, taurig etc ist..)
nur ist es wichtig, was man für ein kind hat..
braucht ein kind gewisse regeln und eine gewisse führung, geht es in diesem konzept leicht unter....
zudem müssen die kinderpflegerinnen und erzieherinnen vorallem in dieser pädagogischen form, sehr engagiert und motiviert sein, sonst ist es ein flegmatisch aufpassen irgendwann...
so hatte ich es erlebt
Um einfach mal hier die Beispiele aufzugreifen:
- Regeln, Grenzen und Nein:
Es gibt Einrichtungen, die lassen die Kinder tatsächlich komplett frei laufen. Regeln, Grenzen und ein Nein gibt es dort nicht.
Bei Maria Montessori hatte aber jedes Material seinen ganz festen Platz im Raum, sogar Stifte waren farblich sortiert.
Der Widerspruch zur Handhabe in solchen "alles frei" Kindergärten ist hier also offensichtlich.
Richtig ist, das Maria Montessori sehr viel Wert auf selbstbestimmtes Handeln gelegt hat. Sie wollte, das Kinder ihre Welt selber entdecken und im wahrsten Sinne des Wortes begreifen, also mit allen Sinnen wahrnehmen.
Regeln gab es bei ihr sehr wohl, ebenso wie ein "Nein".
Aber es gab kein "Diktat" ala "Wir basteln heute Blumen".
Ihre Sichtweise war sehr kindzentriert. Ausserdem war sie sogar sehr naturwissenschaftlich angehaucht.
Eine große Rolle spielten bei ihr Zahlenreihen, Größen, Mengen.
Kinder sollten bei ihr die Möglichkeit haben den Alltag zu erleben und zu verstehen.
- Puppen haben kein Gesicht:
Bei Maria Montessori hatten Puppen sogar Gesichter.
Denn ein Gesicht gehört zum Mensch sein dazu.
Es gibt aber eben extrem Abwandlungen.
Maria Montessoris Grundsatz war "Hilf mir es selbst zu tun".
Das Kind hat die Idee, und evtl. sogar schon einen Plan. Es braucht aber den Erwachsenen, um es in seiner Idee und seinem Plan zu unterstützen, und sei es als Berater, aktiven Helfer, Beobachter.
Viele Kitas übernehmen mitlerweile sehr viele Aspekte aus der Montessoripädagogik. Letztendlich bedeutet es, die Kitas gehen endlich weg vom "Der Erwachsene bestimmt was, wann und wie gemacht wird". Erzieher sind nicht mehr die Animateure, sondern sie übernehmen die Rolle nach dem Leitsatz von Maria Montessori "Hilf mir es selbst zu tun".
Freiheit, Regeln und Grenzen sind dazu kein Widerspruch.
Ich finde es ist eine Art von Kindergarten, wo man als Eltern voll hinterstehen muss. Ich selbst hätte es für meine Kinder nie gewählt, weil es in der Schule so nicht weiter geht und die Kinder absolut einen Kulturschock bekommen. Das "Leben" ist anders. Bei den Waldorfkindergärten ist es ja so, da die Kinder dann auch in die Waldorfschule gehen. Gibt es bei Montessori halt nicht, zumindest ist mir das nicht bekannt.
LG
Aber, gehört es bei Montessori auch dazu, dass durch Kontakte mit behinderten Kindern und Jugendlichen Impulse geboten werden, aus einem Kennenlernen ein tolerantes Miteinander zu entwickeln? Der Satz ist z. T. zitiert.
Oder ob das nun wirklich nur in dieser Einrichtung so ist, weil dort die Gegebenheiten es bieten?
Oder wie meinst du das?
Ich weiß zwar nicht wie es in so eine grundschule ablaufen tut da sind wir noch weit entfehrnt aber mir war es wichtig das sie in ein kindergarten geht wo die grundschule direkt neben an ist weil ich deswegen davon ausgehe das kindergarten freundschaften auch in den grundschule beibehalten wird.
In einem Kindergarten mit Montessori Pädagogik geht es nicht darum, bzw. sollte es absolut nicht darum gehen, das sich die Erzieherinnen hinsetzen und nur beobachten. Ganz das Gegenteil sogar.
Gerade dort muss man viel viel aktiver sein, da man eben nicht 10 Kinder am Tisch hat, die alle gerade Blümchen basteln, und 5 in der Bauecke die mit Duplo bauen und 2 die ein Buch anschauen.
Es geht vielmehr darum, das die Kinder selber überlegen, eigene Ideen entwickeln, eigene Vorstellungen gewinnen und versuchen diese umzusetzen.
Für uns ErzieherInnen bedeutet das, dass wir sehr aktiv beobachten müssen, auf 5 Hochzeiten gleichzeitig tanzen müssen, und ebenfalls aktiv mitwirken können und evtl. müssen.
Die Aufgabe ist, die Kinder in ihren Ideen und Handlungen zu begleiten, Impulse zu geben, die Umsetzung zu ermöglichen und vor allem die Entwicklung zu beobachten und auch zu protokolieren, um sich mit den Kindern anschließend auszutauschen.
Ein sehr schönes und anstrengendes arbeiten.
Es geht einfach darum, das Erzieher nicht einfach alles vorgeben, und vorplanen.
Viele Schulen fangen ebenfalls an ihren Unterricht umzugestalten, weil sie merken das dieses vorplanen und abverlangen so nicht funktioniert.
Gerade in dieser "Freiheit" sind Regeln und Grenzen besonders wichtig und häufig sogar strenger.
In der Krippe, in die mein Sohn ab September geht, wird auch nach Montessori gearbeitet, aber nicht nur. Montessori ist nur ein Bestandteil.
Mit Waldorf ist das in keinster Weise zu vergleichen.
Da sind Welten dazwischen.
Kindergärten, die Montessori als Bestandteil ihres Konzepts haben, sind in der Regel für jedes Kind geeignet.
Und letztendlich ist jeder Kindergarten nur so gut, wie die Menschen die dort arbeiten, unabhängig der pädagogischen Ansätze.
Ich wollte auf keinen Fall Montessori mit Waldorf vergleichen. Die Kinder die mit Montessori erzogen werden haben halt nicht die vorgegebenen Linien, die ihnen dann in der Grundschule um die Ohren gehauen werden. Weil die ganz normale Regelgrundschule fährt ihr Programm einfach ab. Da kann ich mir gut vorstellen, dass es dann Probleme geben könnte.
melina82, ob die Grundschule einfach nur so heißt, oder ob sie auch die Pädagogik anwenden kann ich nicht sagen. Hab auch auf die Schnelle nichts im Internet gefunden, ob die Schulen, die so heißen, auch nach Maria Montessori arbeiten.
Khisanee, du hast es wirklich gut erklärt. Am Ende ist jeder Kindergarten immer nur so gut, wie die Erzieher die motiviert sind oder auch nicht.
LG
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