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Ein Gedicht für alle Mütter und Väter
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Und der Engel fragt:“ warum gerade ihr, oh Herr? Sie ist doch gerade so glücklich!“
„ Eben deswegen,“ sagte Gott lächelnd.
Kann ich einem behinderten Kind eine Mutter geben, die das Lachen nicht kennt????
Das wäre grausam.“
Aber hat sie denn die nötige Geduld? Fragt der Engel.
Ich will nicht, dass sie zuviel Geduld hat, sonst ertrinkt sie aus einem Meer aus Verzweiflung und Selbstmitleid.
Wenn der anfängliche Schock und Zorn erst abgeklungen sind, wird sie es tadellos schaffen.
Ich habe sie heute beobachtet.
Sie hat Sinn für Selbstständigkeit und Unabhängigkeit, die bei Müttern so selten und so notwenig ist.
Verstehst du, das Kind was ich ihr schenken werde, wird in seiner eigenen Welt leben. Und sie muss es zwingen, in der unseren zu leben, das wird nicht leicht werden.
- Nein, sie ist hervorragend geeignet.
Sie hat genügend Egoismus.
Der Engel ringt nach Luft. Egoismus? Ist das denn eine Tugend????
Gott nickt. Wenn sie sich nicht gelegentlich von ihrem Kind trennen kann, wird sie das alles nicht überstehen.
Diese Frau ist es, die ich mit einem nicht ganz vollkommenen Kind beschenken werde. Sie weiß es zwar noch nicht aber sie ist zu beneiden.
Nie wird sie ein gesprochenes Wort als etwas Selbstverständliches hinnehmen. Nie ist ein Schritt etwas Alltägliches.
Wenn ihr Kind zum ersten Mal Mama sagt, wird ihr klar sein,
das sie ein Wunder erlebt.
Ich werde ihr erlauben, alles deutlich zu erkennen, was ich auch erkenne -Unwissenheit, Grausamkeit, Vorurteile und ich werde ihr erlauben, sich darüber zu erheben. Sie wird niemals alleine sein. Ich werde bei ihr sein, jeden Tag ihres Lebens.
(Vier Hände und ein Herz voller Leben)
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