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Trotzphase, aber richtig....
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Meine Tochter ist jetzt 17 Monate jung und reagiert auf das Wort NEIN sehr energisch. Sobald wir etwas verbieten und das Wort NEIN sagen, schmeißt sie sich sofort auf den Boden und schreit ganz laut. Sie weint eigentlich schon viel, wir haben das Gefühl sie sei selber mit sich unzufrieden und versuchen wirklich alles um es Ihr recht zu machen. Mein Verlobter sagt immer, dass nicht alles nach Ihr gehen kann. Ich weiß das ja auch aber manchmal möchte man als Mami einfach doch nur mal seine Ruhe haben und sagt dann Garnichts und lässt sie machen. Ich denke da geht es nicht nur mir so. Oder?
Das ist ja richtig, aber leichter gesagt als getan, da sie echt `nen starken Charakter hat. Sie war auch schon immer so Doll auf mich bezogen und das wurde bisher auch nicht weniger, manchmal darf nicht mal der Papa den Wagen schieben, da brüllt sie auch gleich los. Es ist mir manchmal wirklich unangenehm wenn wir einkaufen gehen und sie wirft sich hin, oder schreit weil ihr wieder etwas nicht passt und alle Leute gucken. Früher hab ich wahrscheinlich genauso geguckt und jetzt, fühle ich genau mit wenn ich Mütter sehe, wo die Kinder so rumschreien.
Ich hoffe ihr könnt mir ein Parr tolle Tipps geben und mir nicht nur sagen, dass es eine Phase ist, denn die „Phase“ geht wirklich schon sehr lange. Ach und wir versuchen es momentan mit Ignoranz, klappt manchmal ein bisschen
Das einzigste was ich mache, ist zu schauen das er mich nicht trifft oder etwas beschädigt,bzw.sich selber verletzt... Wenn dein kleines sich wieder beruhigt hat, versuche reden. Zeige für die situation verständnis ,aber sage ihr auch was schief lief, dass sie deine persönliche grenze überschritten hat.... Es gab zeiten da habe ich mir den mund fusselig geredet,aber irgendwann war wieder ruhe... Jetzt sind maxis wutausbrüche nur noch kurz und viiiiiiel seltener :>
Irgendeiner von euch beiden muß ruhig bleiben
meine Schwiegereltern haben uns ein Buch geschenkt (Geheimnisse glücklicher Kinder oder so), da stand was ganz interessantes drin, vielleicht hilft dir das:
es geht um das Konzept der "standfesten Liebe". Die Autoren sagen, dass die Kinder sich insbesondere im 2. Lebensjahr austesten und Grenzen suchen. Und wir als Eltern müssen diese Grenzen setzen. Es geht darum, dem Kind gewaltfrei aber doch konsequent aufzuzeigen, wie weit es gehen kann, was gesellschaftlich akzeptiert wird und wann sich das Kind zurücknehmen muss. Konkret haben sie das Konzept der stillen Ecke ("stillstehen und nachdenken"). Ich versuch das mal zusammenzufassen.
Also, das Kind macht etwas, das ich nicht soll. Dann nimmst du das Kind und stellst es in eine Ecke, wo es die Wand angucken muss, bis es sich beruhigt hat. In die Ecke stellen, damit es keine Ablenkung hat und besser wieder runterkommen kann. Wenn es sich dann beruhigt hat redest du mit dem Kind (z.B. du hast mich gehauen. Das hat mir weh getan und ich möchte nicht gehauen werden. Ich möchte, dass du dich bei mir entschuldigst. Oder "du hast mit dem Essen geschmissen, das möchte ich nicht."). Wenn das Kind die gewünschte Reaktion zeigt, z.B. sich entschuldigt oder sagt "ich werde nicht mehr mit essen schmeißen" dann kann das Kind wieder spielen gehen. Am Anfang kannst du dich auch mit kleinen Signalen des Kindes zufrieden geben. Also eine gemurmelte Entschuldigung oder wenn du an der Körperhaltung merkst, dass es seinen Fehler einsieht.
Sobald das Kind wieder das unerwünschte Verhalten zeigt, wieder ab in die Ecke. Wenn das Kind abhauen will musst du es festhalten (wenn das Kind haut auch die Hände festhalten). Dabei aber wichtig: nicht weh tun, sondern einfach in der Ecke halten, damit es nicht abhaut und ruhig auf das Kind einreden ("wenn du dich beruhigt und über dein Verhalten nachgedacht hast, darfst du wieder spielen gehen."), bis es sich beruhigt hat.
Bei älteren Kindern soll dann wohl das Problemlösen dazukommen, also dass du mit dem Kind darüber redest, was falsch gelaufen ist, und wie man das in Zukunft besser regeln kann.
Ich muss sagen, ich fand das Konzept recht interessant und habe festgestellt, dass wir, ohne das Buch zu kennen teilweise ähnliche Ansätze gewählt haben. Zugegebenermaßen stehen in dem Buch auch Dinge drin, die ich absolut nicht nachvollziehen kann (z.B. dass man seinem Kind sehr schadet, wenn man es in den ersten 3 Jahren in die Krippe gibt), aber diesen Ansatz fand ich echt interessant. Falls es dich interessiert, kann ich mal nachschauen, wie das Buch heißt und wer es geschrieben hat.
Vielleicht hilft dir das ja weiter.
also als erstes kann ich dich beruhigen: Du bist nicht allein
Mein Sohn Felix ist 19 Monate und er hat ab und an auch mal so nen "Anfall" ... meisstens klappt es mittlerweile sehr gut wenn ich etwas verbiete sucht er sich eben was anderes ... aber dann gibt es Tage an denen er auch irgendwie mal "schlechte Laune" hat und da ist das Wort NEIN dann wie ein Roter Punkt für ihn
auf den Boden werfen und versuchen zu beissen sind dann noch harmlos ... bei uns hat sich sehr gut bewehrt ihn dann zu nehmen und in seinen Laufstall zu setzen ... da ist nichts weiter drinnen ausser einem Spielwürfel der am Gitter fest gemacht ist und da kann er dann eine "Pause" machen ...
Am Anfang war das Geschrei noch viel heftiger ... mittlerweile weiss er ganz gut das er nun eine "Pause" machen muss und wieder runter kommen soll ... er schaut mich nach kurzer Zeit an und sagt dann "Mama lieb" und "hoch" ... dann nehm ich ihn raus und erkläre ihm nochmal kurz was da schief gelaufen ist und dann passt das auch schon wieder ...
In den meissten Fällen reicht es auch schon wenn ich sage "Felix brauchst du eine Pause?" und auf den Laufstall zeige dann beruhigt er sich recht schnell wieder und spielt eben mit etwas anderem ...
Ich kann dir nur den Rat geben konsequent zu sein und dir einen Platz oder Ort zu suchen wo deine kleine sich vielleicht in ihrer Wut dann austoben kann ... das kann schon ne kleine Ecke im Wohnzimmer sein in der sie die Kuscheltiere durch die Gegend feuern kann oder so ...
LG und viel Glück
Sanny
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