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Schuldgefühle
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Hilfe solltest Du meiner Ansicht nach bei einem Profi in Anspruch nehmen, sprich einer Beratungsstelle für Traumata oder einem niedergelassenen Psychologen. Als erste Anlaufstelle eignet sich auch eine neutrale Beratungsstelle der Diakonie oder Caritas, je nachdem, was Dir näher liegt.
Ich fühle sehr mit dir und deinem Kind. Die Schuld die du fühlst, kann dir hier keiner nehmen, denn vergeben kann dir nur dein Kind und du selbst.
Dein Kind wird dich sicherlich noch genauso sehr lieben wie zuvor und es wird dich in dieser schweren Zeit noch viel mehr brauchen. Deshalb musst du stark bleiben und dich nicht von deinen Schuldgefühlen zerfressen lassen, denn das merkt dein Kind auch und das hilft euch beiden nicht.
Mit der Zeit wirst du dir selbst verzeihen können, bis dahin wünsche ich euch viel Kraft und gute Genesung.
Also würde ich an der stelle den schritt tun und Hilfe annehmen von Profis. Das tust du ja nicht nur für dich sondern auch für dein Kind.
Drück dir ganz fest die Daumen,
meine mutter hat nen verkrüppelten arm, weil mein opa ihr mit dem auto drüber fuhr als sie drei war - sie wurde wohl nicht angeschnallt und spielte mit der tür! aber meine mutter wuchs damit auf und für sie und für uns alle ist dieser arm normal, obwohl er kaum "einsetzbar" ist! aber sie lernte damit umzugehen - als kind tut man das! jedenfalls wird dir dein würmchen verzeihen und dann....dann kannst du dir selbst vielleicht auch verzeihen!!!
mir tut es auch sehr leid, was euch passiert ist.
aber sowas sind leider unfälle.
mein großer ist mit 2,5 jahren die letzten stufen der treppe runtergefallen, weil ich unten stand - er läuft die treppe eigenständig, seit er 20 monate alt ist - und gedrängelt habe, das wir zum kiga los müssen.
resultat: platzwunde mitten auf der stirn gehabt, die mit 6 stichen genäht werden mußte, bleibende narbe.
ich hab mich bis jetzt so schuldig gefühlt und mein großer wird nun schon 5.
aber ich habe evtl ein paar gute nachrichten für dich.
1.die schuldgefühle werden irgendwann weniger, aber man bleibt trotzdem wachsam.
2. bei meinem großen scheint sich die narbe noch zu verwachsen, sie ist auf jeden fall verblasst und das funktioniert mit verbrühungsnarben auch.
3. mein bruder hat sich als kleinkind ebenfalls verbrüht, den ganzen oberkörper und den linken oberarm, an einer simplen tasse frisch gebrühten kaffee.
dein kleiner scheint solche verbrühungen zu haben, wie mein bruder sie hatte, so, wie du es beschreibst.
die narben hat man bei ihm zwar die ganze kindheit über gesehen und es war ihm irgendwie auch unangenehm, aber er ist ein sehr selbstbewußter mann von mittlerweile 36 jahren geworden und heute sieht man die narben kaum noch.
ein kleiner tipp, sofern dein kia das nach abheilung absegnet.
es gibt ein narbengel, das hatte ich nach einigen schweren op´s selbst genommen, das ganz gut hilft.
leider weiß ich nicht mehr, wie das heißt, aber dein kia kann dir sicher da weiter helfen.
ich drück dir und deinem kleinen ganz fest die daumen und wünsche gute besserung.
und mach dich nicht selbst fertig, das bringt nix, ganz im gegenteil.
dein kleiner braucht nun eine starke mama und gemeinsam schafft ihr das, da durch zu kommen.
ganz ganz liebe grüße
noroelle
kann es sein daß Du 'Contractubex' - Gel bei Narbenbildung meinst?
Das kenne ich auch aus unserer Praxis und hat sich schon oft als sehr wirksam gezeigt. Aber wie Du schon sagtest, erst den KiA fragen.
@Linus:
Du mußt Dir klar machen daß es ein Unfall war der dazu geführt hat daß Dein Sohn nun diese Verletzung hat. Du kannst als Mutter nicht überall sein. Und das weißt Du eigentlich auch selber, stimmts? Aber Du machst Dir Vorwürfe weil Du 'mal nicht so perfekt' warst wie wir alle es eigentlich sein müssen/wollen. Du mußt das nicht und Dein Sohn macht Dir auch keine Vorwürfe und muß deshalb auch nichts verzeihen.
Nur Du mußt jetzt akzeptieren daß es passiert ist und Du es im Nachhinein nicht ungeschehen machen kannst. Du kannst dem Kleinen jetzt aber helfen durch die -sicherlich auch schmerzvolle- Zeit zu kommen. Deine eigene -innerlich- entstandene Wunde wird sehr wahrscheinlich noch lange schmerzen aber das geht jeder Mutter in ähnlicher Situation so. Du solltest allerdings versuchen darüber zu sprechen, denn wenn Du versuchst es mit Dir selbst auszumachen wird es wahrscheinlich schwer werden damit klar zu kommen. Ich würde Dir auch auf jedenfall raten da Hilfe in Anspruch zu nehmen. Allein schon um zu vermeiden daß Dich Deine -jetzigen- Selbstzweifel unglücklich machen bzw. Du ein bleibendes 'Wiedergutmachungs-/Schuldgefühl' Deinem Kind gegenüber entwickelst.
Lieben Gruß
Schnecke
Paul ist mit fast 4 Jahren bei uns zu Hause die Treppe von der obersten Stufe aus nach unten gefallen und mit dem Kopf voll auf den Fließenboden geknallt (Höhenunterschied ca. 2.20m). Ich stand mit Hans (damals 3 Monate) auf dem Arm oben und wollte auch die Treppe runter. Er lag damals 2 Monate mit Schädelbruch im Krankenhaus. Für uns war es auch sehr schwer und ich habe mir große Vorwürfe gemacht warum ich nicht vor im auf die Treppe bin und warum ich es nicht verhindern konnte. Mein Mann und meine Eltern haben mir sehr geholfen alles durch lange Gespräche zu verarbeiten. Auch habe ich mich im Krankenhaus einem Seelsorger anvertraut, obwohl wir nicht kirchlich sind. Die Gespräche mit ihm haben mir einfach gutgetan.
Vielleicht können dir und deiner Familie Gespräche mit einem Psychologen oder Geistlichen bei der Verarbeitung und Bewältigung der jetzigen Situation helfen.
Ich wünsche deinem Kleinen gute Besserung und dir und deiner Familie viel Kraft.
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