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# 9 Monate // Im Sand spielen lassen ?
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Lg
Ich habe mich vorhin gerade mit meinem Mann darüber unterhalten, wie extrem sich in den letzten 15 Jahren die Ansichten verändert haben, was Kinder "dürfen" oder "sollten" und was gefährlich sein könnte...
Viele Eltern heute glauben, sie müssten jedes noch so kleine Verletzungsrisiko für ihren Schatz ausräumen und merken gar nicht, dass sie ihr Kind so um wichtige - sogar lebenswichtige! - Erfahrungen bringen! Kinder müssen ihre Umwelt kennenlernen, müssen sie begreifen (=anfassen), erschmecken, erfühlen, erriechen, erhören etc. Nur dann können sie die Dinge kennenlernen, können lernen zu entscheiden, was gut tut und was schadet. Wenn sie sich nicht beim Klettern eine Beule oder blaue Flecken holen, können sie nicht lernen, vorsichtig zu sein und ihre eigenen Fähigkeiten einzuschätzen. Ein Kind, welches nie stürzt, weil die Eltern die Umgebung zu 100% absichern und das Kind nicht auch mal "machen lassen", wird nie lernen können, seine Kräfte und sein Gleichgewicht richtig einzusetzen.
Also, liebe Eltern, lasst Eure Kinder Risiken eingehen! Natürlich alles in einem altersentsprechenden und geschützten Rahmen. Aber zu einer glücklichen und fördernden Kindheit gehören Schrammen, blaue Flecken, Beulen und auch unschöne Erfahrungen dazu!
Mein Mann meinte heute beim baden des großen das er viele blaue Flecke an den Beinen hat. Sooft wie er sich anhaut und hinfällt kein Wunder.
Die Sandessphase dauerte bei uns so ca 2-3 Monate an. In dem Zeitraum kamen auch weitere Zähne. War dann nicht mehr so angenehm
Da gibts auch nen lustigen Spruch
http://pix.echtlustig.com/1312/kind-las ... n-ruhe.jpg
Wenn wir mal ehrlich sind, können wir uns über unsere Kindheit doch nicht beklagen. Ich denke wir sind "freier" aufgewachsen.
Ich weiß nicht wo ihr aufgewachsen seit, ich bin in einem Dorf mit Stadtnähe aufgewachsen und meine Spielplätze waren klar Rhein, Weinberge und Wald.
In meinen Augen macht man eh viel zu viel Geschiss drum wenn ein Kind sich mal weh tut. Dieses verhätscheln kann nicht gut sein.
Hey, das ist doch mal ein interessantes Thema oder? Vielleicht eröffne ich hierdurch mal ein neues Thema zu diskutieren. Was meint ihr?
mein kleiner fast 10 Monate war am samstag das erste mal im sandkasten und ja es wurde auch probiert
Ich sehs ebenfalls wie JuYeal einfach machen lassen klar das man daneben steht (zumindest jetzt noch) aber woher solln die Kids die Erfahrung sammeln wenn alles von ihnen fern gehalten wird?
Wünsche euch einen schönen tag
Dabei sein musst du sowieso immer, aber lass die Kleine ruhig machen und ausprobieren ... du wirst noch viele Situationen haben wo du dich fragst, soll ich ihr das erlauben, kann sie das denn schon ... dein Kind wirds dir zeigen
Lg
> hier verstehen scheinbar einige das Thema nicht , ich habe nur die frage
> gestellt um meinungen zu hören nicht um dargestellt zu werden als würde ich
> meine Tochter in Watte packen !
Ich glaube, das hast Du ein wenig falsch verstanden. Es war auch gar nicht unbedingt auf Dich bezogen, sondern Dein Beitrag hat mir das Gespräch mit meinem Mann in Erinnerung geholt...
Es ist einfach nur traurig, dass Mütter und Väter heutzutage überhaupt solche Gedankengänge haben (müssen). Früher hat man einfach von "Dreck" gesprochen, heute von gefährlichen Keimen, Toxoplasmose, Fuchsbandwurm etc.
Früher wurden Kinder einfach "auf die Straße" zum Spielen geschickt, heute wird man schief angesehen, wenn man den Erstklässer alleine den Schulweg bewältigen lässt...
Das ist eben eine der Kehrseiten der modernen Medienlandschaft - man ist über alles informiert, bekommt aber keine Instrumente an die Hand, tatsächliche Risiken oder Gefahren adäquat von harmlosen Verletzungs- oder Krankheitsrisiken unterscheiden zu können.
Sicherlich packt niemand sein Kind in Watte, um ihm damit zu schaden. Vielmehr wird es oft aus der vermeintlichen Verpflichtung heraus getan, die Kinder vor allem beschützen und bewahren zu müssen
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