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Depressionen
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es gibt viele Themen aber über manche redet man sehr ungern und dazu gehört das Thema Depressionen. Ich bin der Meinung jede Mutter egal wie sehr sie ihre Kinder liebt kommt früher oder später an einem Punkt wo man einfach nicht mehr kann. Man zweifelt an sich selber man ist nicht mehr Mensch sondern nur Mutter. Dazu kommt das man meistens viele Freunde verliert sobald man ein Kind bekommt.
Ich bin zweifach Mutter und mir geht es oft so das ich abends auf der Couch sitze und einfach weine. Ich bin froh meine Kinder zu haben und auch froh das sie gesund und munter sind, aber es fehlt mir schon mal einfach Mensch zu sein. Sich nicht nur über Windeln, Flasche geben oder Schlafproblemen zu unterhalten. Viele freunde wenden sich ab weil man einfach nicht mehr so "flexible" ist oder groß weggehn kann. Man hat zwar eine handvoll Freunde noch aber die haben auch nicht dann zeit wenn du zeit hast.
Vielleicht schreibt ihr mal eure Erfahrungen über dieses Thema? Vielleicht geht es nicht nur mir so..
lg Sandra
Ob ich es sofort Depression nenne kann ich nicht mal sagen, aber ich weiß auf jeden Fall was gemeint ist. Trotz Mann zu Hause hab ich mich oft alleine gefühlt, Kind ständig krank, nie (kaum) jemand Zeit und wenn muss Kind mit. Ohne raus, hm gute frage wann zuletzt.
Mir hat es auf jeden Fall geholfen wieder zu arbeiten, raus ohne Kind und mal nicht ständig nur Pampers und krank und Co. Aktuell bin ich mit Nr zwei schwanger und auch heute ist ein sch.... Tag. Es ist heiß, ich fühle mich unbeweglich, weiß nicht was ich essen soll und Wasser geht mir auch auf den Keks, saft zu süß und so weiter. Würde gerne heulen aber schaff nicht mal das. Dann das Gewissen das ich mich ja auf den zwerg freue, aber ich wäre froh wenn bald schluss ist und es ist noch nicht die Halbzeit erreicht. Ich hoffe es liegt echt am Wetter, ich mag nicht krank werden oder unbeweglich sein wie ein Wal
Liebe Grüße
Ich fühle da mit. Meine ist 13 Monate alt und in dieser Zeit war ich 1 mal beim Frisör. Die zwei Stunden waren meine Pausen für die letzten 13 Monate und werden es auch bleiben.
Bin manchmal total überfordert und wütend auf mich und Ehemann. Fühle mich oft alleine gelassen und nicvt verstanden. Mein Mann versteht nicvt, dass meine Nerven oft blank liegen. Er meint, dass ich im Paradies lebe, weil ich daheim sitze. Naja er erlebt die kleine ja nur 2 Stunden am Tag und sorgt sich um nichts. Er bringt nur das Geld und ich erledige den Rest und zwar alles. Ständig immer das Kind auf der einen Seite und die endlose Arbeit auf der anderen seite. Ständiges Gemecker von der kleinen macht mich fertig. Das Haus ist ein saustahl und von mir will ich nicvt mal anfangen.
Will manchmal einfach alles fallen lassen und schreien.
Wenn die kleine aber ENDLICH schläft, dann schaue ich die kleine beim schlafen gerne zu, weil man liebt halt die kleine Mäuse auch wenn die einem zum Wahnsinn bringen.
Also manchmal gibt es Tage wo ich auch glaube außer Mama bin ich nichts mehr.
Ich gehe nicht mehr in die Parfümerie weil das Geld zu knapp ist und wenn was da ist kaufe ich Babygewand oder Spielzeug oder Windeln.
Meine Haare hab ich angeschnitten weil sie im weg waren.
Mein Gewicht von der Schwangerschaft sitzt eisern drauf und verschwindet nicht mehr. Bin aber so müde und erschöpft das ich darüber nur lachen kann und mir denke “Wird schon wieder“. Von Krampfadern die ich seit der Schwangerschaft habe will ich gar nicht erst reden.
Meine Kleidung ist angesabbert meine Teueren Markentaschen gegen Wickeltische getauscht. Und neues Gewand.... haha die T-Shirts um 5€ tun‘s auch. Wozu mehr wenn eh diverse Körperflüssigkeiten drauf landen.
Aber ein Lachen von meinem Mädchen, ein weitere Versuch zu krabbeln, das rankuscheln beim schlafen, das Gesicht verziehen wenn sie neue Sachen beim Essen probiert. Das Augen aufreißen wenn man ins dunkle Vorzimmer geht, weil sie dann besser sieht, das kuscheln und lachen mit ihrem Papa, das drehen am Wickeltisch (wärend des Wickelns) um das Einhorn hinter ihr zu erwischen der Stolz in den Augen meines Mannes wenn er sie ansieht und sagt das er uns liebt...
Ich könnte ewig so weiter machen. Aber diese Dinge überwiegen für mich und somit nehme ich den Rest gerne in Kauf.
Natürlich gibt es Tage wo auch mir die Tränen kommen und ich glaube nicht mehr zu können.
Aber dann nehme ich diese Dinge her oder sag meinem Mann das ich ihn brauche.
Oder hole mir Unterstützung aus der Familie um mal runter zu kommen und vielleicht zum Frisör zu gehen.
Die Schwangerschaft und auch die Zeit jetzt mit meiner Familie waren/sind die beste in meinem Leben bisher.
Dieser Gedanken hilft mir in den schwierigen Momenten mich selbst nicht zu verlieren und zu wissen das Morgen wieder ein besserer Tag ist.
Wir haben die Zeit mit unseren kleinen nur einmal. Und die will ich genießen. Soll doch die Wäsche einen Tag liegen bleiben.
Liebe Grüße und Kopf hoch.
Wir haben uns Freunde mit Kindern gesucht und ich muss sagen mit denen kommen wir besser klar als mit den vorherigen
ich glaube diese Gefühlswelt durchleben viele Mütter bzw. Eltern. Ein Kind, so viel Liebe und Glück es auch in das Leben bringt, ist eine gravierende Änderung zum bisherigen, gewohnten Leben. Man kann nicht mehr einfach mit Freunden abends weggehen. Das Baby bestimmt den Rhythmus - bei Tag und Nacht. Oftmals bedeutet Nachwuchs auch finanzielle Einbußen. Ich kann dich gut verstehen, wenn dir zu heulen zumute ist. Das ist völlig normal.
Wenn du jedoch anhaltend und länger negative Gefühle hegst, dann solltest du unbedingt einen Arzt konsultieren. Eine Depression ist eine ernstzunehmende Krankheit, die leider viel zu oft verschwiegen wird, weil man oft nicht als schwach gelten will oder denkt es geht einfach vorüber.
In dem Sinne - Kopf hoch.
LG, Marie
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