Baby 14 Monate verweigert Brei

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NaDa25
20. Mai 2026 15:34
Baby 14 Monate verweigert Brei
Hallo zusammen. Ich brauche einen Rat und eure Hilfe. Mein Sohn wird diesen Monat 14 Monate alt. Er war noch nie ein richtig guter Esser. Geboren wurde er reif und wog zarte 2515 Gramm. Aber zum Glück gesund und fit. Das stillen war anfänglich gut & und nach zwei Wochen fing er er an nur Häppchen zu trinken, deswegen alle paar minuten bis max. Im Halbe stundentakt gestillt. Aber er hat trotzdem zugenommen. Bis zum bestimmten Zeitraum. Hebamme + Stillberaterin inklusive Kontakt mit KA deswegen. Irgewann habe ich mich leider für abstillen entschieden,weil er so wenig an der Brust getrunken hat, ich immer noch nach fast 5 Monaten alle 30 min angelegt habe + pumpen. Das war irgendwann nicht mehr zu ertragen.
Wir sind auf die Flasche umgestiegen,die er sofort gut angenommen hat ohne Probleme. Aber immer noch kleine Mengen getrunken. Pro Mahlzeit 60-90 ml mit 5 Monaten alle 3 stunden. Er hat sich niiiiiiie von Anfang an selber gemeldet zum Essen. Immer gewartet. So in der Art," irgendwann bekomme ich schon meine Milch. Ich muss nur geduldig sein " egal wie lange wir gewartet haben 4, 5 oder auch 6 stunden. Das hat sich auch bis heute mich dem melden nicht geändert.
Breikoststart verlief gut. Aber erst mit 7 Monaten. Da der zungenstoßreflex zu stark war.Für eine Woche lief es gut. Danach Streik. Ich machte eine Pause und fing von vorne an. Das gleich in grün nur mit 2 Wochen Pause. Auch alles in Absprach mit einer Beraterin für babykost, BLW + KA. Gewichtsmäsig liegen wir schon lange an der unteren Perzentile. Mittlerweile sogar drunter mir 14 Monate 8 kg. Aber der KA sagt er ist gut entwickelt so wie er soll. Nur weil er wenig wiegt, dass würde nichts bedeuten. Es sind nur Zahlen.
Jetzt sind wir an dem Punkt angekommen, dass er vieles selber machen möchte auch beim essen. Was vollkommen ok ist. Er darf bei uns von Anfang an matschen, ertasten vieles auch Mittlerweile oder schon länger vom Tisch probieren. Aber im Magen landet eigentlich fast nicht. Er isst z.B. wie heute 3 Nudeln eine Spalte Gurke und dann will er nicht mehr. Gläschen will er überh. Nicht. Ich koche jeden Tag frisch. Für Frühstück, Mittag + Abendessen. In der Hoffnung das er anfängt mehr zu essen. Grobe Sache mit Soße mag er nicht- spuckt er aus. Trocke Nudeln, karotten gedünstet, Brokkoli geht. Brot isst er überhaupt nicht. Brei will er Mittlerweile auch nicht. Obstgläschen auch nicht, nur frisches Obst. Er trinkt aber immer noch sein Fläschen pre milch. So ungefähr 600- 700 ml am Tag. So ca. 1-2 stunden nach dem Mittag oder Abendessen. + Wasser wenig zum essen. Die Milch trinkt er Mittlerweile sehr gerne. Er hat auch als er brei gegessen hat wenig davon gegessen. Zwischen 3-4 löffel max. 30 löffelchen. Und das leider auch oft mit ablekung ( eine Buch ) obwohl ich komplett dagegen war und bin. Aus Verzweiflung sind wir beim Buch gelandet. Aber er zeigt deutlich wenn er satt ist und nicht möchte, dann höre ich sofort auf.
Was kann ich besser machen? Ich bin mit meinem Latein am Ende. Der KA sagt. Kochen sie ihm brei mit einem guten Stück Butter und Zuckerdszu, damit es nach etwas schmeckt. Das ist aber für uns keine Option.
Wir waren schon im krankenhaus wegen Gewicht, schlechtem Essverhalten. Sämtliche Untersuchungen sind gelaufen. Blutentnahme, ultraschall..gendiagnostik, stuhlprobe. Alles ist in Ordnung.
Ich würde mich über Tipps und Hilfe freuen.
Lg
Benutzeravatar Sigrid – HiPP Forum
Gestern 14:07
Re: Baby 14 Monate verweigert Brei
Hallo liebe „Nada25“,

erstmal möchte ich dir sagen, wie unglaublich viel Kraft, Geduld und Liebe du deinem Sohn gibst. Man spürt in jedem deiner Worte, wie sehr du dich kümmerst und alles versuchst, um ihm bestmöglich gerecht zu werden. 💛
Du hast wirklich schon so viel geschafft – Stillen unter schwierigen Bedingungen, Pumpen, Umstellung auf Flasche, Begleitung durch Fachpersonen, frisches Kochen jeden Tag… das ist alles andere als selbstverständlich.

Was mir beim Lesen auffällt: Dein Sohn entwickelt sich laut Kinderarzt gut, alle Untersuchungen waren unauffällig und er wirkt insgesamt fit. Das ist ein ganz wichtiger Punkt! Manche Kinder sind einfach von Natur aus sehr leichte, zurückhaltende Esser – und brauchen mehr Zeit, um Interesse am Essen zu entwickeln.
Auch sein Verhalten beim Essen passt zu vielen Kindern in dem Alter: selbstbestimmt essen wollen, wenig Mengen essen, bestimmte Konsistenzen ablehnen, lieber Dinge einzeln und „trocken“ essen. Das bedeutet nicht automatisch, dass etwas „falsch läuft“.
Ein paar liebe Impulse für dich – um die du uns bittest:

• Druck rausnehmen vor allem für dich selbst. Du machst nichts falsch. Je mehr Druck (auch innerlich), desto mehr ziehen sich manche Kinder zurück. Du darfst ihm vertrauen – und dir auch.
• Milch ist aktuell noch seine Sicherheit. 600–700 ml Pre sind zwar relativ viel, aber offenbar seine Hauptquelle. Solange er sich gut entwickelt, ist das erstmal in Ordnung. Manche Kinder lösen sich erst später davon.
• Selbstständigkeit begleiten statt steuern. Er zeigt gerade sehr deutlich: „Ich möchte selbst entscheiden.“ Du könntest ihm kleine, gut greifbare Sachen anbieten und nebenbei, ein paar Löffelchen Brei füttern.
• Weniger Vielfalt – mehr Wiederholung: Oft hilft es, immer wieder die gleichen akzeptierten Lebensmittel anzubieten (z.B. Nudeln, Karotten, Brokkoli) und nur ganz langsam Neues dazu zunehmen.
• Ablenkung liebevoll reduzieren. Das Buch war eine Lösung aus der Not – kein Fehler! Vielleicht kannst du ganz sanft wieder davon wegkommen, ohne Stress.
• Du darfst auf dein Gefühl hören. Wenn sich etwas für dich nicht richtig anfühlt (z.B. Zucker im Brei), musst du es auch nicht machen. Es gibt immer mehrere Wege.

Und das Wichtigste:
Dein Sohn zeigt dir sehr klar seine Grenzen – und du respektierst sie. Das ist etwas ganz Wertvolles und eine starke Basis für ein gesundes Essverhalten später.
Du bist nicht „am Ende deines Lateins“ – du bist eine Mama, die unglaublich viel versucht und ihr Kind sehr gut beobachtet. 💛
Ich wünsche dir von Herzen, dass du wieder etwas mehr Ruhe in dieses Thema bekommst. Ihr macht das wirklich gut, auch wenn es sich gerade nicht so anfühlt.
Gib diesem Thema nicht zu viel Raum. Unterhalte dich mit anderen Mamas über die Sachen die gut laufen und über die du dich freust. Wenn du dich mit jemandem austauschen möchtest, dann am besten, wenn dein Sohn nicht dabei ist.

Ich wünsche euch von Herzen, dass sich das Thema ganz von alleine langsam normalisiert. Gerne sind wir vom Elternservice auch für dich da, wenn du ein offenes Ohr am Telefon brauchst.

Herzliche Grüße
Von deiner HiPP Expertin Sigrid
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