plötzlich keinen Brei mehr, nur Fingerfood

Expertenrat zum Beikost-Start: Speiseplan, erstes Löffelchen, Trinken und vieles mehr!

Expertenforum

Maila2020
5. Jul 2021 10:01
plötzlich keinen Brei mehr, nur Fingerfood
Liebes Experten-Team,

Sie haben mir schon häufiger weiter geholfen!

Unsere Tochter ist frisch 9 Monate alt und war noch nie ein guter Esser. Aber im Mai/Juni waren wir mit dem Brei (und zT Fingerfood) schon gut dabei und sie hat nennenswerte Mengen gegessen nach denen ich nicht mehr zu stillen brauchte.

Ende Juni bekam sie im Abstand von 1 Woche die ersten beiden Zähne. Momentan könnte es sein, dass sie auch in Kürze oben Zähne bekommt.

Am 29.06. wurde sie geimpft und war danach kurz krank (1 Tag Fieber, 1 x stark erbrochen).

Seit einigen Tagen isst sie keinen Brei mehr, sie dreht den Kopf weg, presst den Mund zusammen. Fingerfood wird sofort genommen. Sie trinkt sehr viel Wasser.

Ist das jetzt nur eine Phase wegen der Impfung? Wegen der Zähne? Oder kann es sein, dass sie Brei gar nicht mehr möchte.

Ich möchte eigentlich bis zum 01. Geburtstag vom Stillen weg kommen aber auch gar nicht erst mit PRE anfangen. Mit Fingerfood wird zu wenig gegessen, da ist noch viel Stillbedarf. Beim Brei hatten wir mehr Kontrollle.

Zudem beginnt am 01. September die Kita....

LG
Mama von Maila
HiPP-Elternservice
6. Jul 2021 06:56
Re: plötzlich keinen Brei mehr, nur Fingerfood
Liebe „Maila2020“,

zahne, impfen und ein Infekt – kein Wunder das, das auf den Appetit schlägt.

Ja ich denke das ist nur eine Phase. Bieten Sie Brei und Fingerfood und natürlich auch Ihre Milch wie selbstverständlich an.

In solchen Phasen ruhig die Breie unerwärmt oder leicht gekühlt anbieten. Auch ein kühler Beißring vor dem Essen kann für Linderung sorgen. Bestreichen Sie ihr Fingerchen mit etwas Brei und lassen ihn das Essen selbst erforschen. Geben Sie Ihrem Schatz in dieser Zeit am besten das, was sie braucht – meist viel Kuscheln, Liebe und die Milch.

Bleiben Sie einfach geduldig dran und bieten Maila den Brei dann immer wieder ganz selbstverständlich an. Sicher wird sich das Essen dann schnell wieder einspielen! Solche Phasen sind ganz normal und kommen immer mal wieder.

Und bis September ist noch so viel Zeit. Das schaffen Sie beide.

Alles Gute!

Liebe Grüße
Ihre HiPP Expertin
Maila2020
6. Jul 2021 10:54
Re: plötzlich keinen Brei mehr, nur Fingerfood
Liebes Experten-Team,

danke für die zügige Rückmeldung. Komme damit jedoch nicht so Recht weiter...

Meine Tochter hatte keinen Infekt, sondern war von der Impfung kurz leicht krank (1 Tag Fieber, 1 x erbrochen). Die Impfung war aber schon letzte Woche Dienstag.

Der Brei wird sowieso kalt angeboten - daran liegt es also nicht.
Beißring möchte sie nicht mehr.
Brei am Finger hat auch nichts geändert - es wird danach genauso der Löffel abgelehnt (Kopf weggedreht)

Was kann ich noch tun? Es gibt dann momentan nur Fingerfood aber es wird so wenig gegessen und so viel damit gespielt, dass wir wieder beim stillen rund um die Uhr sind - das kann ich körperlich und seelisch langsam nicht mehr durchhalten.

Beim Brei hatte ich Kontrolle, ab einer bestimmten Menge war kein Stillen mehr nötig. Das ist nun absolut nicht kontrollierbar. Ich bin dann immer unsicher wann ich noch stillen muss. Die Brust nehmen würde sie wahrscheinlich jedes Mal aber das bringt uns dann ja noch mehr vom Essen weg. Stille ich zu wenig habe ich Angst dass sie zu wenig zu sich nimmt und kann so wie gestern dann allein am Abend/in der Nacht 5 x stillen :/

LG
HiPP-Elternservice
6. Jul 2021 22:52
Re: plötzlich keinen Brei mehr, nur Fingerfood
Liebe „Maila2020“,

ich verstehe!

Es kann in den ersten Monaten immer wieder passieren, dass sich Rückschritte ergeben. Lassen Sie sich davon nicht entmutigen.

Egal, was dahinter steckt, solche Phasen kommen und gehen. Meist pendelt sich das Verhalten wieder ein und Sie können sich wieder entspannt ans Löffeln machen.

Sie haben schon so viel probiert. Was fällt mir noch ein?! Es kann helfen Teller und Löffel (andere Farbe) zu wechseln und so eine unbelastete Situation zu schaffen. Bieten Sie eine "neue Atmosphäre": anderer Essplatz, ruhige Esssituation, keine Ablenkungen, kein Stress. Eine ganz andere (Körper)Haltung beim Füttern, kann oft für Entspannung sorgen.

Nehmen Sie Ihre Kleine (weiterhin) mit an den gemeinsamen Essenstisch, so dass er Mama beim Essen beobachten kann. Kinder lernen durch Nachahmen. Greifen Sie selbst mit Genuss am gemeinsamen Tisch zu. Sie sind das Vorbild, Ihr Kind wird Sie nachahmen. Wenn sie sieht wie viel Spaß Sie selbst am Essen haben, motiviert sie das mit am besten.

Am besten Sie machen jetzt beide erst nochmal 1 Woche eine Brei-Pause. Dann gibt es jetzt Fingerfood und Muttermilch. Machen Sie dann wieder einen neuen Anlauf, mit frischem Elan. Denken Sie nicht an die vergangenen Esssituationen zurück.

Achten Sie auf jeden Fall auf das richtige Zeitfenster. Ihre Kleine sollte nicht übermüdet sein und noch nicht überhungrig. Beides senkt schnell die Lust am Löffeln. Auch der Abstand zur vorherigen Milchmahlzeit soll groß genug sein, damit auch genug Hunger da ist. Also ja – nicht zu häufig stillen!

Lassen Sie sie am Tisch weiter mit den Händchen Fingerfood essen oder auch mit einem eigenen Löffel selbstständiger werden. Gut möglich, dass das ein Weg ist beim Essen für mehr Entspannung zu sorgen. Während Ihre Kleine sich abmüht, gelingt es Ihnen vielleicht sie zu füttern.

Wichtig ist, konsequent aber trotzdem ruhig und gelassen zu bleiben. Ihr Mädchen merkt genau, wann Sie unsicher oder nachgiebig sind. Versuchen Sie Sicherheit beim Essen zu vermitteln.

Und machen Sie es Ihrem Schatz nicht zu leicht, also ruhig mal den Appetit zum Gehilfen machen. Ihre Kleine weiß, dass Mama schnell mit Milch einlenkt. Also muss sie sich ja auch nicht mit dem Brei mühen.

Probieren Sie es aus. Meine Erfahrung ist, wenn es nicht gleich die „sichere“ Milch gibt, dass der Appetit dann auf anderes steigt. Das wird auf jeden Fall eine Schraube sein, an der Sie drehen müssen. Wird die Milch weniger, steigt erfahrungsgemäß der Appetit auf anderes.
Das ist natürlich auch Übungssache und wird vermutlich nicht von heute auf morgen klappen. Aber Ihr Mädchen wir das lernen!

Ich drücke Ihnen die Daumen, dass Ihre Kleine bald wieder gerne bei allen Breien mitisst.

Liebe Grüße
Ihre HiPP Expertin
Maila2020
12. Jul 2021 10:16
Re: plötzlich keinen Brei mehr, nur Fingerfood
Liebes Experten-Team,

am Wochenende gingen plötzlich 100 g Mittagsbrei aber das war leider eine völlige Ausnahme. Davor und danach ging/geht wieder nichts.

Wollte fragen ob die folgenden Punkte für das Alter (9 Monate) normal Sind:

1. Fingerfood wird nun kaum gegessen sondern ständig runter geworden, wirkt auch langsam sehr wie absichtlich
2. sie versucht aus dem Hochstuhl zu klettern, schaut ständig nach unten auch wenn dort nichts liegt
3 Lätzchen wird abgerissen
4.‚Becher wird pausenlos runter geworfen

Ich bin fix und fertig weil sie so wenig zu sich nimmt.
Maila2020
14. Jul 2021 18:10
Re: plötzlich keinen Brei mehr, nur Fingerfood
Ich hatte dazu vor ein paar Tagen nochmal geschrieben. Leider kommt keine Antwort - neuere Fragen wurden bereits beantwortet.
HiPP-Elternservice
16. Jul 2021 11:31
Re: plötzlich keinen Brei mehr, nur Fingerfood
Liebe „Maila2020“,

bitte entschuldigen Sie unsere verspätete Antwort. Diese ist uns tatsächlich durch gerutscht.

Ihre Punkte sind vollkommen normal für das Alter Ihrer Kleinen. Viele Eltern kennen diese Situation und können ein Lied davon singen. Gerade beim Übergang vom Baby zum Kleinkind werden solche Verhaltensweisen gerne beobachtet.

Das Runterwerfen von Essen oder dem Becher ist keine böse Absicht von Ihrer Tochter und sie will Sie damit auch nicht ärgern. Sie macht gerade eine schlichte aber für sie superinteressante Erfahrung. Sie hat die Schwerkraft entdeckt. Sie schubst das Essen oder den Becher vom Tisch und es fällt einfach nach unten. Obendrein bemerkt Ihre Tochter, dass sie bei Mama damit ein paar „Empfindungen“ auslöst. Das sind für Ihre Kleine tollen, neue Entdeckungen.

Machen Sie am besten keine große „Geschichte“ draus. Sonst lernt Ihre Kleine weiter nur, dass es mit dieser Verhaltensweise viel Aufmerksamkeit bekommt. Und das gefällt den Kleinen besonders: „Das ist so toll, dass sich mir alle so intensiv zuwenden. Da werfe ich doch morgen gleich wieder alles zu Boden.“
Eines Tages macht es „klick“ und Ihre Tochter hat kapiert, dass sie diese Sachen viel lieber isst/trinkt als runter zu schmeißen oder sie zu zermatschen. Nehmen Sie es bis dahin gelassen.

Auch wenn es schwer fällt. Ich weiß, es ist nicht so leicht, aber versuchen Sie es aus: bieten Sie Ihrem Mädchen eine Auswahl an Speisen an, die Portion auf seinem Teller dabei eher klein halten. Und dann lassen Sie sie einfach mal in Ruhe! Schauen Sie nicht auf ihren Teller hin. Maßregeln Sie sie nicht, motivieren Sie sie nicht, interessieren Sie sich nicht für ihr Essverhalten. Sie möchten doch auch nicht, dass Ihr Essen dauernd kommentiert wird, oder? Essen Sie und die Familie selbst mit Genuss, unterhalten Sie sich am Tisch über angenehme Dinge.

Ziehen Sie Mahlzeiten nicht in die Länge. Nach etwa 30 Minuten sollte das Essen beendet sein, egal ob aufgegessen oder nicht. Dann ist wieder Spielzeit etc.

Meine besten Tipps sind:
* „Machen“ Sie nicht so viel und lassen Sie das Essen nicht zu sehr in den Mittelpunkt rücken. In manchen Familien dreht sich oft alles nur noch um die Mahlzeiten. Und die laufen dann entsprechend „entspannt“ und im immer gleichen Muster ab.
* Versteifen Sie sich nicht so sehr auf die Mahlzeiten, freuen Sie sich mehr darüber, dass es Ihre Tochter gibt und es ihr gut geht!

Herzlicher Gruß und einfach jeden Tag viel Spaß mir Ihren Kleinen wünscht

Ihre HiPP Expertin
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