Beikost und BMMF

Expertenrat zum Beikost-Start: Speiseplan, erstes Löffelchen, Trinken und vieles mehr!

Expertenforum

Emilia_2019
6. Aug 2019 16:41
Beikost und BMMF
Hallo liebes Expertenteam,

seit Februar 2019 gibt es Empfehlungen, auf Kuhmilch und Rindfleisch bei der Ernährung im ersten Lebensjahr zu verzichten. Kuhmilch steht bei unserer Kleinen nicht auf dem Speiseplan, da sie Muttermilch bekommt. Wie verhält es sich mit dem Rindfleisch, welches in den Mittagsbreien verarbeitet wird? Ist dies unbedenklich bzw. führen sie Tests darauf an den Tieren durch? Bis jetzt habe ich die Fertigbreie mit Rindfleisch auf Grund der Verunsicherung vermieden. Allerdings schränkt dies die Auswahl erheblich ein. Bin dankbar für eine fachkundige Antwort von Ihnen.
HiPP-Elternservice
6. Aug 2019 18:45
Re: Beikost und BMMF
Liebe „Emilia_2019“,
da liegt ein arges Missverständnis vor. Gut, dass Sie sich dazu bei uns melden.

Solch eine Empfehlung gibt es keineswegs. Im Gegenteil. Die Forderung nach einem Verzicht auf Milchprodukte im Säuglingsalter widerspricht sowohl den Empfehlungen der Fachgesellschaften (DGKJ, EFSA, ESPGHAN) als auch den einschlägigen Handlungsempfehlungen des Netzwerks Junge Familie (BzfE) oder dem Forschungsdepartment Kinderernährung (FKE).
Nach heutigem Stand sind Milch- und Milchprodukten - außer als Trinkmilch - zur Ernährung von Säuglingen geeignet und werden im Rahmen der Beikost als Zutat empfohlen.

Für Eltern gilt nach wie vor: Sie können und konnten uneingeschränkt alle unsere HiPP Produkte - auch die mit Kuhmilch und Rindfleisch - verwenden.

Was steckt hinter „BMMF“?

Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrum (dkfz) Heidelberg haben am 26.02.2019 in einer Pressekonferenz folgende Hypothese öffentlich vorgestellt:
Es wird über einen bislang unbekannten „Faktor“ (BMMF = Bovine Meat and Milk Factors) berichtet.

Beobachtungen zeigen: Bestimmte Krebsarten sind weltweit unterschiedlich verbreitet. Die Wissenschaftler überlegen nun, ob es vielleicht einen Zusammenhang geben könnte, mit dem frühen Kuhmilch- und/oder Rindfleischverzehr und einer dadurch möglichen Infektion mit dem neuartigen „Erreger“.

Wichtig! Es handelt sich dabei lediglich um theoretische Überlegungen der Forscher zu Beobachtungen und nicht um wissenschaftlich geprüfte Fakten. Es werden auch keine wissenschaftlichen Quellen (Interventionsstudien) genannt.

Wissenschaftliche Studien sind hier erforderlich, um eindeutige Aussagen und Belege zu bringen. Die Forscher sagen selbst, dass die Natur dieser noch unbekannten „Erreger“ bislang nicht eindeutig definiert ist. Es wurden bisher auch keinerlei „BMMF-Partikel“ im Sinne eines Viruspartikels gefunden. Gesucht wurde im Blut von europäischen Milchkühen, in zahlreichen Proben von kommerziell erhältlicher Milch und Milchprodukten aus Supermärkten. Außerdem in Blutproben von gesunden Menschen und Darmkrebs-Patienten.

Die Entstehung von Krebs ist in der Regel von vielen Faktoren bedingt. Auch andere Umweltfaktoren und Einflüsse, die in dem Zusammenhang nicht berücksichtigt wurden, können bei den genannten Beobachtungen eine - vielleicht sogar größere - Rolle spielen. Es bedarf hier grundlegender wissenschaftlicher Überprüfung. Wir bleiben hier selbstverständlich aktuell.

Liebe „Emilia_2019“, eines ist sicher: Sie können Ihrem Baby mit gutem und sicheren Gefühl alle unsere HiPP Produkte geben.

Herzlicher Gruß
Ihre HiPP Expertin
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