Brei/ Stillen

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gast.2248621
14. Jan 2016 14:26
Brei/ Stillen
Liebes Team,

dachte eigentlich ich hatte meinen Post gesendern abgesendet, aber schein nicht so :-)

Unsere Tochter ist 7 1/2 Monate alt.
Sie hat mit 5 1/2 Monaten ihren ersten Brei bekommen.
Den hat sie auch mit Begeisterung gegessen.
Nach 3 Wochen fing sie an ihn zu verweigern.
Den Abendbrei hatten wir da schon eingeführt da sie Mittags 190 gramm gegessen hatte.
Nun isst sie mittags 3-5 Löffel oder mal 60-90 gramm.
Abends isst sie ihren Brei fast immer auf.

Nachts kommt sie seit sie den Brei Mittags verweigert wieder bis zu 4 mal.

Unsere aktueller Plan (vorher hat sie nachts durchgeschlafen)


ca. 9:30 Uhr stillen
ca. 12:30 Brei--- derzeit mehr stillen und etwas Obst (isst sie auch nur paar Löffel)
ca. 15:30-16:30 Uhr stillen
ca. 18:30.19:00 Uhr Abendbrei 170-190 gramm
22:15 stillen
01:15 stillen
03:00 stillen
ca. 06:30 Uhr stillen
teilweise kommt sie um halb fünf auch nochmal.

Ich habe es nachts schon mit Tee oder Wasser probiert.... ohne Erfolg.
Sie trinkt auch richtig.
Mittagsbrei habe ich schon mit Obstmus gegeben, damit er süß schmeckt. Auch keine Änderung gebracht. Ich habe auch schon versucht das stillen vormittags sein zu lassen..... aber das hat gar nicht funktioniert.


Kann ich noch irgendetwas tun?
HiPP-Elternservice
14. Jan 2016 15:53
Re: Brei/ Stillen
Liebe „emilia0615“,

schön, dass Sie nachfragen und nach neuen Ideen suchen.

Sehen Sie es positiv. Ihre Tochter schafft abends schon eine ganze Mahlzeit und mittags auch schon eine halbe. Ich bin mir sicher, dass Sie die bald wieder zu einer ganzen ausbauen können.

Ihre Tochter wird mir Ihrer Hilfe lernen, dass es neben der Milch noch weitere Möglichkeiten gibt, Ihren Hunger zu stillen. Wenn Ihre Kleine mittags nach ein paar Löffelchen nicht weiteressen möchte, einfach ein kurzes Päuschen machen und nach dem Päuschen nicht eine Milch anbieten, sondern wieder mit Brei probieren. Meine Erfahrung ist, wenn es im Anschluss keine „sichere“ Milch mehr gibt, dass die Kleinen lernen, sich mit Brei bei einer Mahlzeit satt zu essen. Das wird vielleicht nicht gleich von heute auf morgen klappen und kann einige Tage mit Protest für Sie bedeuten. Da werden Sie nicht drumherum kommen. Ihr Schatz hatte ja lange Zeit sich daran zu gewöhnen und wird das nicht so leicht aufgeben. Geben Sie sich und Ihrem Liebling genug Zeit sich umzugewöhnen. Zum Beispiel zwei Wochen oder einen Monat, dann haben Sie das Ziel gemeinsam erreicht. Erzwingen lässt sich da sowieso nichts. Aber mit Geduld und Konsequenz klappt es bestimmt.

Geben Sie also nicht auf, auch wenn es im Moment so aussieht als würde gar nichts weitergehen. Jedes Baby nimmt irgendwann einmal festes Essen an. Und es ist tatsächlich so, dass ungewohnte Lebensmittel immer wieder geduldig angeboten werden müssen, bis letztendlich der Knoten platzt. Das zeigt die Erfahrung.

Wichtig ist, dass Sie Ihrem Mädchen immer mit an den gemeinsamen Essenstisch nehmen, so dass sie Mama und die Familie beim Essen beobachten kann. Kinder lernen durch Nachahmen. Es kann auch helfen Teller und Löffel (andere Farbe) zu wechseln und so eine unbelastete Situation zu schaffen. Bieten Sie eine "neue Atmosphäre": anderer Essplatz, ruhige Esssituation, keine Ablenkungen, kein Stress. Eine ganz andere (Körper)Haltung beim Füttern, kann oft für Entspannung sorgen.

Es gibt Kinder, die man ans Essen locken kann, wenn man sie bei ihrem Forschungsdrang packt. Geben Sie Ihrer Tochter zum Beispiel ein weiches Löffelchen selbst in die Hand. Bestreichen Sie den Löffel oder ihr Fingerchen mit ganz wenig Brei und lassen die Kleine das Essen selbst erforschen. Sie machen es schon ganz richtig: ein paar sehr weich gekochte Gemüsesticks als Fingerfood sind gut geeignet. Eine weitere Alternative wäre unter die Nudeln etwas vom Mittagsbrei zu mischen. Damit wird die Mahlzeit reichhaltiger. Versuchen Sie mal eine Weile sie allein damit umgehen zu lassen, ohne sie groß zu lenken oder zu führen. Das mag mühselig sein und viel Geduld erfordern, aber es ist oft mit Erfolg gekrönt, wenn Kinder etwas allein ausprobieren dürfen. Ist diese erste Hürde dann genommen, spricht auch meist nichts dagegen wenn Mama mithilft.
Ich bin mir sicher, dass Sie einen geeigneten Weg für Sich und Ihre Tochter finden werden.

Weiterhin viel Geduld und baldige Erfolgserlebnisse wünscht
Ihr HiPP Expertenteam
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