Junge 8 Monate mag keinen Brei

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wolkesteffi
2. Jan 2016 17:09
Junge 8 Monate mag keinen Brei
Hallo!
Unser Sohn (8 Monate) ist nach wie vor) sehr zögerlich, was die Beikost angeht.
Egal was wir ihm anbieten (Gläschen oder selbst gekocht) isst er höchstens 30g und möchte dann seine Flasche haben. Wir konnten bisher keine Milchmahlzeit ersetzen.

Er isst 4-5 Löffel Brei, der ihm auch schmeckt und dann bleibt der Mund geschlossen. Wir haben verschiedene Gemüsebreie /Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Breie am Mittag und Milchbreie am Abend ausprobiert, aber es läuft immer gleich ab. An manchen Tagen verweigert er auch völlig.

Ich habe auch schon verschiedenste Phasen ausprobiert: kurz vor einer Milchmahlzeit, nachdem der erste große Hunger mit Milch gestillt war,...

Fingerfood kommt bei ihm gar nicht, da verzieht er sofort das Gesicht. Haben Sie irgendwelche Tipps für mich, damit es evtl. besser klappt. Ich habe nämlich langsam Bedenken, dass die Versorgung mit Nährstoffen nicht mehr ausreicht.

Ich freue mich auf eine Antwort
HiPP-Elternservice
4. Jan 2016 15:47
Re: Junge 8 Monate mag keinen Brei
Liebe „Wolkesteffi“,

die Kleinen gewöhnen sich unterschiedlich schnell an die neue und ungewohnte Beikost.
Mag Ihr Kleiner nach ein paar Löffeln nicht essen, reichen Sie nicht gleich die beliebte Milch, sondern machen Sie eine Pause und füttern dann noch einmal den Mittagsbrei weiter. Machen Sie sich ruhig den Hunger zum Gehilfen. Sonst lernt Ihr Kleiner nur, dass er einfach aufhören und losmeckern muss, dann kommt sie auch schon was anderes.

Probieren Sie es doch einfach aus. Füttern Sie weiter geduldig die Mittagsbreie!

Es gibt auch Kinder, die man ans Essen locken kann, wenn man sie bei ihrem Forschungsdrang packt. Geben Sie Ihrem Söhnchen ein Löffelchen in die Hand. Bestreichen Sie den Löffel oder sein Fingerchen mit ganz wenig Brei und lassen ihn das Essen selbst erforschen.

Geben Sie ihm ruhig immer einen eigenen Löffel in die Hand. Auch wenn er damit zunächst mehr spielt, es weckt seine Neugierde.

Versuchen Sie die ganze Situation entspannt zu sehen, Ihr Kleiner merkt sofort, wenn die Mama angespannt ist und das ist hinderlich wenn er sich auf etwas Neues einlassen soll.
Mit Geduld schaffen Sie es bestimmt, dass Ihr Schatz bald mit Freude löffelt!

Herzliche Grüße
Ihr HiPP Expertenteam
Benti99
7. Jan 2016 13:03
Re: Junge 8 Monate mag keinen Brei
Hallo,
Ich habe das gleiche Problem. Mein Sohn ist jetzt auch knapp 8 Monate alt und wir kommen mit der Breieinführung einfach nicht voran. Ihre Tips habe ich alle schon durch gespielt. Eigener Löffel, warten und nochmal versuchen, andere Sorten, andere Konsistenz, mit dem Brei spielen lassen.
Manchmal funktioniert ein Milchbrei mit Schmelzflocken und Obstmus oder Grießbrei. Er mag auch Stücke von Banane oder Mandarinen, Birnen, Weintrauben und so. Entweder lutscht er nur daran oder zutscht sie aus. Kleine Brotkrumen isst er auch. Bloss wenn es etwas größer wird dann würgt er und erbricht.
Ein Mittagsmenü funktioniert gar nicht. Er hat zwar großen Hunger, aber ihm scheint es nicht zu schmecken.
Unser Plan sieht derzeit so aus:
5/6 Uhr Stillen
9/9:30 Milchbrei mit Schmelzflocken und Obstmus oder Grießbrei (ca. 50ml)
12 uhr 2-3 löffel Menü ... danach weil großes Geschrei und Hunger: stillen
15/16 Uhr stillen
19 uhr stillen
Und nachts bei Bedarf die Brust. Da er mit in unserem Bett schläft merke ich nicht wirklich wie oft er nachts kommt. Denke gegen 23 Uhr nochmal und ansonsten ist es eher komfortnuckeln.
Was kann ich anders machen?
Vg
HiPP-Elternservice
8. Jan 2016 15:38
Re: Junge 8 Monate mag keinen Brei
Liebe „Benti99“,
lassen Sie den Milchbrei am Vormittag mal weg.
Je nach dem, wie viel Ihr Kleiner dann dabei doch schafft, ist es gut möglich, dass es mittags einfach noch nicht hungrig ist.
Hunger ist eine wichtige Voraussetzung, dass das Essen gut angenommen wird.
Noch trinkt sich Ihr Schatz um die Uhr satt. Aber auch er wird es mit Ihrer Hilfe lernen, dass es neben der Milch noch weitere Möglichkeiten gibt, seinen Hunger zu stillen.

Der Geschmack von der neuen Kost ist für jedes Baby erst mal fremd. Auch die Konsistenz des Essens ändert sich. Und natürlich die Füttertechnik und das Schlucken. Ihr Sohn muss das Aufnehmen von Nahrung mit dem Löffel und das Abschlucken der Nahrung erlernen. Und das ist am Anfang anstrengender als das Saugen.

Geben Sie also nicht auf, auch wenn es im Moment so aussieht als würde gar nichts weitergehen. Jedes Baby nimmt irgendwann einmal festes Essen an. Und es ist tatsächlich so, dass ungewohnte Lebensmittel immer wieder geduldig angeboten werden müssen, bis letztendlich der Knoten platzt. Das zeigt die Erfahrung.

Wichtig ist, dass Sie Ihren Jungen immer mit an den gemeinsamen Essenstisch nehmen, so dass er Mama und die Familie beim Essen beobachten kann. Kinder lernen durch Nachahmen.

Es gibt Kinder, die man ans Essen locken kann, wenn man sie bei ihrem Forschungsdrang packt. Geben Sie Ihrem Sohn weiterhin selbst ein weiches Löffelchen in die Hand. Bestreichen Sie den Löffel oder sein Fingerchen mit ganz wenig Brei und lassen den Kleinen das Essen selbst erforschen. Geben Sie ihm weiterhin als fingerfood ein paar sehr weich gekochte Gemüsestückchen oder verträgliche Beilagen wie weiche Kartoffelstückchen oder Nudeln auf ein Tellerchen. Versuchen Sie mal eine Weile ihn allein damit umgehen zu lassen, ohne ihn groß zu lenken oder zu führen. Das mag mühselig sein und viel Geduld erfordern, aber es ist oft mit Erfolg gekrönt, wenn Kinder etwas allein ausprobieren dürfen. Ist diese erste Hürde dann genommen, spricht auch meist nichts dagegen wenn Mama mithilft.

Es kann helfen Teller und Löffel (andere Farbe) zu wechseln und so eine unbelastete Situation zu schaffen. Bieten Sie eine "neue Atmosphäre": anderer Essplatz, ruhige Esssituation, keine Ablenkungen, kein Stress. Eine ganz andere (Körper)Haltung beim Füttern, kann oft für Entspannung sorgen.

Achten Sie darauf, dass der Abstand zur vorherigen Mahlzeit groß genug ist, damit auch genug Hunger da ist.

Ruhig mal den Hunger zum Gehilfen machen. Also wenn Ihr Junge nichts essen mag, einfach ein kurzes Päuschen machen und nach dem Päuschen nicht eine Milch anbieten sondern wieder mit Brei probieren. Versuchen Sie es doch einfach aus. Meine Erfahrung ist, wenn es im Anschluss keine „sichere“ Milch mehr gibt, dass die Kleinen lernen, sich mit Brei bei einer Mahlzeit satt zu essen.

Weiterhin viel Geduld und baldige Erfolgserlebnisse wünscht
Ihr HiPP Expertenteam
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