Schwangerschafts-Kalender

Erste Schwangerschaftsanzeichen: Was Sie in der 1. und 2. SSW erwartet

Die erste Schwangerschaftswoche beginnt mit dem ersten Tag Ihrer letzten Regelblutung. Sollte eine Schwangerschaft in diesem aktuellen Zyklus eingetreten sein, dann beginnt der erste Schwangerschaftsmonat. Den Geburtstermin können Sie in unserem Schwangerschafts-Rechner berechnen.

Ablauf einer Schwangerschaft

Die Schwangerschaft wird etwa 40 Wochen oder 10 Monate andauern, in denen sich das Kind stetig entwickelt und mit allem ausgestattet wird, was es zum selbstständigen Leben außerhalb des Mutterleibes benötigt. Nach 38 bis 42 Wochen wird das Kind im Normalfall, ausgelöst durch einen natürlichen Prozess, geboren und von dem Kreislauf der Mutter getrennt.

Eine Schwangerschaft wird nicht nur in Wochen und Monate eingeteilt, auch Trimester (Schwangerschaftsdrittel) spielen eine Rolle. Dabei gilt, dass ein Trimester drei Monate umfängt. Eine normale Schwangerschaft verläuft also in drei Trimestern, wobei das letzte Trimester am längsten ist und bis zur Geburt andauert. Die 1. bis 12. Schwangerschaftswoche entsprechen dem ersten Trimester. Das zweite Trimester umfasst die Schwangerschaftswochen 14 bis 28 und das dritte Schwangerschaftsdrittel startet mit der 29. Schwangerschaftswoche und endet mit der Geburt Ihres Kindes.

Ab diesem Zeitpunkt misst der Arzt mit dem Ultraschallgerät den Biparetalen Durchmesser. Dies ist der Durchschnitt des Kopfes des Fötus, dessen Wert nun der ausschlaggebende ist. Mit dem BPD lassen sich die Entwicklung und das fortschreitende Wachstum Ihres Kindes am effektivsten beurteilen.  

Die Plazenta, der Mutterkuchen, versorgt das Baby rund um die Uhr mit wichtigen Nähstoffen und Sauerstoff. Denn davon braucht der kleine Mensch eine ganze Menge für seine gesunde Entwicklung. Somit ist sie maßgeblich für die Atmung und den Abtransport der Ausscheidungen des wachsenden Kindes verantwortlich. Da die Lunge noch reifen muss und bis zur Geburt nicht aktiv ist, fließt das mit Sauerstoff angereicherte Blut über die Nabelschnur direkt in den kleinen Körper.

Befruchtung: Vom Eisprung bis zur Einnistung

In der 1. SSW, also der ersten Woche Ihres neuen Zyklus, hat sich Ihre monatliche Regelblutung eingestellt. Jeder Zyklus beginnt mit einer Blutung. Wie in jedem Monat zuvor wird diese in der gewohnten Länge und Intensität stattfinden.

All diese Prozesse werden durch weibliche Hormone gesteuert, die darauf ausgerichtet sind eine Fortpflanzung zu ermöglichen und das Überleben der Menschheit zu sichern. Dieses System ist allerdings sehr störanfällig, weshalb Frauen, die sich ein Kind wünschen, einiges beachten und etwas mehr Ruhe in ihr Leben bringen sollten.

In der zweiten Schwangerschaftswoche reifen die Eier in den Eierstöcken heran, und die Gebärmutterschleimhaut baut sich allmählich wieder auf. Denn die Schleimhaut aus dem letzten Zyklus, wurde mit der Regelblutung abgeblutet und so aus dem Körper heraus befördert. Das ist nötig, damit sich diese wieder erneut aufbauen kann und einer befruchteten Eizelle die Basis für die Einnistung bieten kann. Dieser Prozess wiederholt sich in jedem monatlichen Zyklus einer gebärfähigen Frau, auch wenn diese noch nicht schwanger werden möchte. Deshalb ist eine vernünftige Verhütung für die Zeit, in der noch kein Kind erwünscht ist, so wichtig.

Vergleichbar mit einem „Bettenwechsel“ ist der Körper bestrebt alles wieder für den Fall, dass die Gebärmutter eine befruchtete Eizelle über viele Monate beherbergen muss, frisch zu machen. Diesen Prozess kann eine Frau, die schwanger werden möchte, positiv unterstützen.

Mit Fortschreiten der Menstruation werden nicht nur die Schmerzen weniger, auch die Menge der Blutung reduziert sich, bis gar kein Blut mehr sichtbar ist.

Zum Ende der zweiten Woche, etwa am 14. Tag nach Eintritt der Menstruation, bemerken viele Frauen ihren Eisprung als ziehenden Schmerz, entweder auf der linken oder rechten Seite, oder aber auch mittig ist dieser sogenannte Mittelschmerz spürbar. Die jeweilige Seite ergibt sich simpel daraus aus welchem Eierstock ein Ei springt. Der, mitunter starke, Schmerz ist auf eine kurzzeitige Reizung des Bauchfells zurückzuführen.

Vorbereitung auf eine Schwangerschaft

Die Eizellen, die in jedem Monat heranreifen, um befruchtet zu werden, werden bereits drei Monate vor ihrem Sprung aus dem Eierstock darauf vorbereitet. Dafür benötigt es einen stabilen Hormonzyklus und einen gesunden Körper. Für den Prozess der Reifung benötigt es nicht nur Hormone, Vitamine und Mineralien, es ist auch Fett nötig. Deshalb geht einer befruchtungsfähigen Eizelle eine ausgewogene Ernährung, die auch gute Fette beinhaltet, voraus.

Ebenso entscheidend ist ein langfristig geregelter Lebenswandel mit einem ausgewogenen Verhältnis zwischen An-und Entspannung. Dies hält den Hormonhaushalt stabil und ist, neben regelmäßigem Geschlechtsverkehr in der Zeit um den Eisprung, die beste Voraussetzung für eine erfolgreiche Zeugung eines Kindes.

Erste Schwangerschaftsanzeichen machen sich bemerkbar

Nach der Befruchtung sind rein medizinisch noch keine Symptome oder Anzeichen auf eine Schwangerschaft zu erfassen. Doch das Gespür einer Frau sagt oftmals etwas Anderes. Vielleicht bemerken Sie einen Gemütszustand, den Sie vorher noch nicht kannten. Es fühlt sich an, als hätten Sie eine große Aufgabe gemeistert und sind sehr glücklich und zufrieden. Das jedoch allein ist kein sicheres Schwangerschaftsanzeichen.

Grundsätzlich unterscheidet man in drei Arten von Schwangerschaftsanzeichen:

Wenn Sie diese Schwangerschaftsanzeichen wahrnehmen, könnten Sie vielleicht schwanger sein:

  • Müdigkeit
  • Spannungen in den Brüsten
  • Übelkeit
  • metallischer Geschmack
  • Ziehen im Unterleib oder Unterleibsschmerzen

Wenn Sie diese Schwangerschaftsanzeichen wahrnehmen, ist es recht wahrscheinlich, dass Sie schwanger sind:

  • empfindliche Brustwarzen und dunkel gefärbte Vorhöfe
  • regelmäßige Übelkeit mit Erbrechen
  • anhaltend erhöhte Körpertemperatur

Wenn Sie diese Schwangerschaftsanzeichen wahrnehmen, können Sie mit ziemlicher Sicherheit davon ausgehen, dass Sie schwanger sind:

  • Ausbleiben der Regelblutung
  • Anhaltende Übelkeit
  • Spannungen in den Brüsten und empfindliche Brustwarzen
  • Medizinisch gesichert:
  • Nachweis des Schwangerschaftshormons HCG im Urin oder im Blutkreis
  • Bestätigung durch eine Ultraschalluntersuchung durch den Arzt

Einzelne Symptome aus der Gruppe der vagen und wahrscheinlichen Schwangerschaftsanzeichen schaffen keine Sicherheit - aber einen Verdacht. Nur bei mehreren dieser Anzeichen, die gleichzeitig auftreten verstärkt sich der Verdacht. In einem solchen Fall kann ein Schwangerschaftstest sinnvoll sein.

Nach dem sicheren Nachweis einer Schwangerschaft ist es auch möglich den voraussichtlichen Geburtstermin zu berechnen. Eine einfach anzuwendende Formel lautet: Erster Tag der letzten Regelblutung – 3 Monate + 1 Jahr.

Einfacher und schneller geht es  mit dem HiPP Schwangerschaftsrechner.

HiPP Mein BabyClub

Sichern Sie sich Produktpakete, Sparcoupons, Rabatte, Geschenke und vieles mehr!

Jetzt kostenlos registrieren

Größe des Babys in der 1. und 2. SSW

Von einem Embryo, so wie das sich entwickelnde Kind im Mutterleib zu Beginn genannt wird, ist in der ersten und zweiten Schwangerschaftswoche noch nichts zu sehen. Frühestens ab der dritten SSW kann in einem feinen Ultraschall eine Vorstufe sichtbar gemacht werden.

Entwicklung des Babys

 „Embryo“ heißt so viel wie Ungeborenes, Keim oder Keimling und kennzeichnet den Zustand nach der Befruchtung der weiblichen Eizelle. Dieser Name gilt ab der vierten Schwangerschaftswoche. Etwa mit der 10. Schwangerschaftswoche (SSW 9+0) – wenn alle lebenswichtigen Organe angelegt sind – wird Ihr Kind nicht mehr als Embryo, sondern als Fötus bezeichnet.

Auch Sie haben für Ihr ungeborenes Kind in Ihrem Bauch sicher schon einen Namen – Krümmelchen, Bauchzwerg oder Böhnchen – alles ist möglich und das ist auch gut so! Auch wir werden die medizinischem Begriffe „Embryo“ und „Fötus“ nicht verwenden und sondern sprechen schon jetzt von Ihrem Kind/Baby/Ungeborenen usw.  
Die Eizelle, welche so herangereift ist, dass sie von den männlichen Samenzellen befruchtet werden kann, ist etwa 0,11 Millimeter bis 0,14 Millimeter groß. Somit ist sie nicht ohne technische Hilfsmittel erkennbar. Die Eizelle beinhaltet alle genetischen Komponenten der Mutter, ist deshalb ein großer Teil des zu zeugenden Babys.

Die besten Tipps im Überblick

  • Reduzieren Sie den Konsum von Genussmitteln, wenn Sie sich ein Kind wünschen.
  • Beobachten Sie Ihren Zyklus: Finden Sie heraus wann Ihre fruchtbaren Tage sind.
  • Lassen Sie sich auf die Zeit, die auf Sie zukommen wird, ein und profitieren Sie von den Erfahrungen anderer schwangerer Frauen.
  • Erstellen Sie eine Lieblingsliste mit Dingen, die Ihnen guttun und die Sie gern für sich tun. Diese Dinge sollen Sie durch Ihre Schwangerschaft begleiten und Stress entgegenwirken.

Mögliche Fragen an Arzt oder Hebamme

Bereits vor einer sicher festgestellten Schwangerschaft und vor dem Eissprung gibt es für Sie als Frau, die sich ein Baby wünscht unendlich viele Fragen. Bei den wichtigsten Überlegungen kann Ihnen Ihr Arzt oder die Hebamme gut weiterhelfen.

Hebammen können eine Schwangerschaft feststellen und den Mutterpass ausstellen und fast alle im Mutterpass vorgesehenen Vorsorgeuntersuchungen durchführen. Sie kontrollieren Blutdruck, Gewicht, Urin- und Blutwerte und stellen auch die Lage und die Größe des Kindes fest und prüfen, ob die Herztöne in Ordnung sind. Nur Ultraschalluntersuchungen sind den Ärzten vorbehalten.

Wann ist der richtige Zeitpunkt für eine erfolgreiche Befruchtung?

Wenn Sie sich mit den Vorgängen in Ihrem Körper bereits auseinandergesetzt haben, dann haben Sie vielleicht die Symptome bemerkt, die auf einen Eisprung hindeuten können. Doch Sie stellen sich die Frage welcher Zeitpunkt der Passende ist, um wirklich schwanger zu werden.  

Es gibt mehrere Möglichkeiten Ihren persönlichen Eisprung sehr sicher zu bestimmen. Ihr Körper bereitet die Gebärmutter verlässlich auf den Fall vor, dass ein befruchtetes Ei in die Gebärmutter wandert und sich dort einnistet.

Im Vorfeld reift ein Ei in einem der beiden Eierstöcke heran, um dann etwa am 14. bis 17. Tag nach dem ersten Periodentag zu springen, dem sogenannten Eisprung.

Um diesen Zeitpunkt so exakt wie möglich zu bestimmen gibt es beispielsweise den Weg der Temperaturmessung. Die Basaltemperatur wird mit einem speziellen Thermometer gemessen, welches zwei Stellen nach dem Komma anzeigt. Die Basaltemperatur einer Frau steigt um die Zeit des Eisprungs an und hält sich bis dieser vorbei ist. 

Ebenso verlässlich ist das Rechnen der Tage ab dem ersten Tag der Periodenblutung. Im Zusammenhang mit der Basaltemperatur, die in eine Kurve eingetragen wird, kommen Sie Ihrem Eisprung recht nah.

Sehr gern können Sie auch unseren Eisprung-Rechner verwenden, um schnell herauszufinden, wann Ihre fruchtbaren Tage sind.

Ist Geschlechtsverkehr vor dem Eisprung wichtig für die Entstehung einer Schwangerschaft?

Ja! Ideal wäre es, zwei Tage vor dem Eisprung Geschlechtsverkehr zu haben. Das Scheidenmilieur und das Sekret des Muttermundes ist um den Zeitpunkt des Eisprungs in seinem pH-Wert besonders gut für die Beweglichkeit der männlichen Spermien. So können die Samenzellen gut in den Eileiter vordringen. Spermien können etwa 48 Stunden im Körper einer Frau überleben und zeugungsfähig sein.

Da man in der Regel den genauen Zeitpunkt des Eisprungs nicht kennt, „sollten“ Sie während der fruchtbaren Tage einfach häufiger Geschlechtsverkehr haben.  Je häufiger - desto besser die Chance, schwanger zu werden. Interessant: Auch wenn ein gesundes, normal fruchtbares Paar an den fruchtbaren Tagen Geschlechtsverkehr hat, liegt die Wahrscheinlichkeit schwanger zu werden nur bei 25 Prozent! Seien Sie also nicht enttäuscht, wenn es nicht gleich beim ersten Mal klappt. Mehrmonatige Wartezeiten sind ganz normal.

Ihre Vorteile im HiPP Mein BabyClub

Als Mitglied erhalten Sie regelmäßige Schwangerschafts-Updates per E-Mail!

  • Bestens auf die Geburt vorbreitet
  • Wichtige Checklisten
  • Dazu gibt es Produktpakete, Geschenke und vieles mehr für Sie!

Jetzt kostenlos registrieren

Autoreninfo:

Juliane Jacke-Gerlitz ist examinierte Krankenschwester. Seit mehr als zehn Jahren ist sie in der Mütter- und Stillberatung tätig. Derzeit arbeitet sie als medizinische Autorin und psychologische Beraterin. Juliane Jacke-Gerlitz ist seit 22 Jahren verheiratet, Mutter von acht Kindern, und lebt mit ihrer Familie in Halle.