Nachhaltige Verpackung bei HiPP

Müllverarbeitung – Was passiert eigentlich mit unserem Müll?

Müll sind Wertstoffe am falschen Fleck. Der Restmüll (schwarze Tonne) wird verbrannt und bestmöglich verwertet. Dies geschieht beispielsweise in einer Müllverbrennungsanlage zur Erzeugung von Fernwärme.
Wertstoffe in der gelben Tonne oder im gelben Sack hingegen werden bestmöglich sortiert und recycelt. Das bedeutet: Der gewonnene Rohstoff dient zum Beispiel als Grundlage für die Herstellung von Müllbeuteln, Blumenkästen und Einkaufskörben. Im Idealfall entsteht daraus neues Verpackungsmaterial. Je besser Verbraucher die verschiedenen Bestandteile von Verpackungen trennen (z.B. Deckelfolie von Joghurtbecher entfernen), umso besser kann recycelt werden.

Was ist die Recyclingfähigkeit und warum ist das wichtig?

Je höher die Recyclingfähigkeit einer Verpackung, desto besser kann diese nach der Entsorgung wiederverwertet (recycelt) werden. Eine hohe Recyclingfähigkeit ist die Voraussetzung für die Herstellung von Rezyklat. Sie ist somit Grundlage für die Kreislaufwirtschaft. In unserem HiPP Babysanft Pflege-Sortiment erreichen wir eine durchschnittliche Recyclingfähigkeit von 90%.

Warum erreichen wir keine 100% Recyclingfähigkeit unserer Verpackungen?

Notwendige Stoffe wie Druckfarben und Klebstoffe stören den Recyclingprozess. Auch technisch bedingte Materialkombinationen lassen eine 100% Recyclingfähigkeit nicht zu. Zu 100% recyclingfähig sind nur transparente und unbedruckte Verpackungen. Diese garantieren allerdings nicht den notwendigen Lichtschutz für den sensiblen Inhalt. Die Recyclingfähigkeit unserer Verpackungen ist daher so hoch, wie es der Produktionsprozess und das jeweilige Pflegeprodukt zulassen. Die Verpackung unseres HiPP Babysanft Pflegeöls weist beispielsweise eine Recyclingfähigkeit von 99% auf! 

Was ist Rezyklat? Woher kommt es und wo kann es eingesetzt werden?

Das bekannteste Rezyklat ist wohl das Altpapier. Grundsätzlich ist Rezyklat also das Ergebnis aus einem Recyclingprozess. Ein Teil der Kunststoff-Rezyklate entsteht in Deutschland aus den im gelben Sack bzw. der gelben Tonne gesammelten Wertstoffen. Die für Lebensmittelverpackungen im Säuglingsnahrungsbereich erforderliche „Reinheit" erreichen die Kunststoff-Rezyklate nicht. 

Bei Glas und Aluminium ist das anders: Diese Rezyklate können bedenkenlos für Lebensmittelverpackungen eingesetzt werden, weil diese beim Verarbeitungsprozess sehr stark erhitzt und dadurch Verunreinigungen eliminiert werden.

Warum lehnen wir Rezyklate für Kunststoffverpackungen momentan ab?

Bei Glas setzen wir bereits Rezyklat (z.B. aus der Altglassammlung) für unsere Babynahrungen in der „produktberührenden Verpackung" ein. HiPP legt sehr großen Wert auf die Qualität und Unbedenklichkeit der Verpackung und der eingesetzten Verpackungsmaterialien. Denn für uns steht das Wohl und die Sicherheit von Babys und Kleinkindern an erster Stelle.

Der aktuelle Stand der Technik liefert nach Sortieren, Zerkleinern und Waschen der Kunststoff-Verpackungen nur eine unzureichende Materialqualität. Als produktberührende Lebensmittelverpackungen im Säuglings- und Kleinkinderbereich sind Kunststoff-Rezyklate daher derzeit nicht denkbar.

Das fertige Rezyklat kann nur so gut sein, wie die Quelle aus dem es hergestellt wurde. Im gelben Sack werden neben Lebensmittelverpackungen auch Verpackungen für Medikamente, Reinigungsmittel, Motorenöl, Waschmittel usw. gesammelt und zusammen recycelt. Es findet nur eine Trennung nach Kunststoffmaterial statt und nicht nach Herkunft und Reinheit.

Ob Rezyklate bei HiPP für Kosmetikverpackungen einsetzbar sind, prüfen wir fortlaufend.

Warum ist Recyclingmaterial für Faltschachteln in Ordnung?

Rezyklate verwendet HiPP bei Faltschachteln, wenn diese keinen direkten Kontakt zum Produktinhalt haben. In unserem Pflegesortiment bestehen beispielsweise alle
Faltschachteln aus mindestens 80% Altpapier (Rezyklat).