Depressive Verstimmungen

Zeit zum Kennen lernen

Elternforum

Vandere
9. Jul 2021 10:59
Depressive Verstimmungen
Hallo, unser Sohn ist knapp 3 Wochen alt. Ich bin generell sehr sensibel und aktuell plagen mich starke Selbstzweifel, manchmal Selbsthass. Unser Kleiner trinkt recht hektisch u es ist anfangs schwer ihn anzulegen. Dann trinkt er ewig, wenn ich nach dem Rat der Hebamme, nach 45min aufhöre mit Stillen, zeigt er weiter Hungeranzeichen u wir füttern zu.
Ich habe das Gefühl, etwas falsch gemacht zu haben, mich vor der Geburt zu wenig mit dem Stillen auseinandergesetzt zu haben u einfach keine Ahnung gehabt zu haben.
Das Zufüttern empfinde ich irgendwie als persönliches Versagen, da ich glaube, die Ursache liegt an meiner Unwissenheit u möglichen Fehlern. Wenn es etwas biologisches wäre, wäre es einfacher zu akzeptieren. Aber keiner kann mir sagen, was oder ob etwas falsch lief. Ich bin einfach nur der Überzeugung: Ich bin Schuld.

Geht es jmd ähnlich? Wir ging es euch psychisch nach der Geburt?

Liebe Grüße
Jonas Mama
9. Jul 2021 19:30
Re: Depressive Verstimmungen
Hallo,
erst einmal, du trägst keine Schuld, dass es mit dem Stillen nicht so klappt, wie du es dir vielleicht im Vorfeld ausgemalt hast. Das kann so viele Gründe haben, aber persönliches Versagen ist keiner davon!

Ich selbst hatte nach der Geburt sehr starke Verstimmungen, nach 8 Monaten nun weiß ich, dass es eine postnatale Depression war und ist. Ich empfehle dir, sehr bald Hilfe anzunehmen, durch einen Psychologen oder Psychotherapeuten. Ich habe leider zu lange gewartet und stehe nun auf einer sehr langen Warteliste, was mich selbst natürlich kaum selbst wirklich weiter bringt.
Ich habe lange nur funktioniert, kaum geschlafen, mein Kopf ging (macht er immer noch) in einem Fort rund und ich habe alle möglichen Ängste und Sorgen im Kopf, was alles passieren könnte. Es gab einen Moment, da konnte ich auch nicht mehr funktionieren, ca 6 Wochen nach der Geburt. Ich habe auf der Couch gesessen, konnte nicht aufhören mit Weinen, habe mir für alles die Schuld gegeben und auch mein Partner wusste einfach nicht mehr weiter. Ich bin mit unserem Baby 2 Wochen zu meinen Schwiegereltern "gezogen" und habe dort sehr viel Zeit für mich gehabt, ich musste lediglich mit meinem Baby kuscheln und ab und an mal eine Flasche geben. Ich habe sehr viel geschlafen, sehr viel mit Freunden vor Ort gesprochen und habe angefangen Tagebuch zu führen, allein um meine wirren Gedanken zu ordnen. Anfangs habe ich täglich etwas reingeschrieben, mittlerweile mache ich es, wenn es mal wieder einen schlechten Tag gab und mein Kopf so voll ist, dass ich nicht zur Ruhe komme.
Ich würde mich nicht als gesund bezeichnen, doch ich selbst und auch alle, die mich in diesem Loch erlebt haben, sagen, ich bin auf einem guten Weg. Es gibt gute Tage, es gibt "okaye" Tage und es gibt schlechte Tage. Ich denke, das ist auch bei anderen Müttern in der ersten Zeit so.

Nochmal, hol dir Hilfe von außerhalb, sowohl von einer Stillberatung als auch von einem Psychotherapeuten/Psychologen, so bald wie möglich!

Und bezüglich des Stillen, vielleicht pumpst du mal probeweise ab, einfach nur um zu erfahren, wie viel da eigentlich aus deiner Brust kommt bei einem Pumpvorgang. Des weiteren vermute ich, dass dein Zwerg nicht wirklich trinkt an deiner Brust, aus welchem Grund auch immer. Auch das lässt sich in der Stillberatung sehr gut klären!

Ich wünsche dir und deiner Familie alles Gute!
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