Beschäftigungsverbot - wer entscheidet es?

Das dritte Schwangerschafts-Trimester

Elternforum

Fineya
6. Nov 2019 14:07
Beschäftigungsverbot - wer entscheidet es?
Hallo ihr Lieben,

ich habe ein klitzekleines (oder auch großes) problem.
Ich bin anfang 7ten Monat und arbeite als Aushilfe an einer Tankstelle (Kasse, Verräumung & Backshop)

Nun hatte ich das Problem, dass ich von meiner Frauenärztin wegen Subluxation der Symphysis (Lockerung des Schambeingefuges inkl. schmerzen) bis zum 12ten krank geschrieben wurde und am 13ten meine normale Nachkontrolle wäre. Meine nächste Schicht wäre am 15ten. Sie sagte mir, wenn es nicht besser werden würde, dass ich das weitere arbeiten vergessen kann.

Nun ist es so, dass ich zwar wieder normal laufen kann, aber nach kurzer Strecke mir wieder alles schmerzt und ich dauerhaft Schmerzen im Rücken & Steißbein habe.
Mein Personalleiter hatte heute mich zum Gespräch geladen (im Auftrag vom Chef) um zu wissen, woran er ist und es kam selbst die Aussage, dass ich mit anpacken MUSS - er kann mir keinen zweiten zur Seite stellen. Wenn ich es nicht kann, dann bringt es nichts, dass ich zur Arbeit komme. Jetzt soll ICH bis morgen entscheiden, ob ich mir das nochmal zutraue oder nicht, damit er auch weiß ob er quasi "Ersatz" für meine Schichten etc braucht.

Und hier sind wir schlussendlich beim Problem angekommen. Ich selbst zweifle auch daran, dass es nochmal klappt ABER ich kann ja nicht einfach entgeltlos aufhören!
Wer entscheidet ein beschäftigungsverbot?
Mein Arbeitgeber? Meine Frauenärztin?
Beim zweiteren kann ich das doch gar nicht bis morgen entscheiden, da ich doch Termin erst am 13ten habe (und diese jetzt gerade im Urlaub ist).
Oder kann das auch der Arbeitgeber entscheiden in dem ich ihm einfach sage, dass ich das nicht packe?
Weil weiter krank schreiben bringt mir auch nichts, da dann ich nach 6 Wochen auch ohne Geld bis zum eigentlichen Mutterschutz stehe (Aushilfen steht kein krankengeld zu), so dass ich zumindest für 2 Wochen leer ausgehen würde.

hat da jemand erfahrung mit?
Ich bin mir einfach unschlüssig
Krakchen80
16. Nov 2019 18:51
Re: Beschäftigungsverbot - wer entscheidet es?
Hallo.
Ich bin ( war :-)) als Reinigungskraft beschäftigt. Jetzt bin ich 7. Monat und ab Anfang ( achte Woche war das) habe ich Beschäftigungsverbot von meinem Arbeitgeber bekommen.
Soweit ich weiß wegen gesundheitlichen Gründen macht das Frauenarzt , wenn dein Arbeitsplatz nicht für Schwangere geeignet ist ( wie bei mir) - Arbeitsgeber. Ich bekomme volle Gehalt (durchschnittlich 3 letzte Monate). LG :*
Blina
30. Nov 2019 09:01
Re: Beschäftigungsverbot - wer entscheidet es?
Hallo,
Mir wurde das folgendermaßen erklärt (ich selbst bin seit der 8ssw im Beschäftigungsverbot- Jetzt28ssw) Der Frauenarzt darf dir nur dann ein Beschäftigunģsverbot geben, wenn es eindeutige Gynokologische Gründe hat, unter denen eine Gefahr für Leben und Gesundheit des Kindes oder der Mutter besteht. Bei FA ist das inzwischen etwas strenger geregelt, da sie einen auf den Deckel bekommen haben. Einige FA haben BVs inflationär ausgegeben, obwohl sie nicht "gerechtfertugt" waren. Ansonsten ab zum Hausarzt, ja, auch wenn die meisten Hausärzte das nicht wissen, seit dem 1 1.2019 dürfen auch sie ein individuelles Beschäftigungsverbot aussprechen. Ob der Arbeitgeber eins ausspricht ist immer so die Frage, entweder kommt das über das Personalbüro oder Du kannst jederzeit zum Betriebsarzt gehen und versuchen da eins zu bekommen. Bei mir war das so ein Terz, dass ich letztendlich über meinen Hausarzt eins bekommen habe.
Die Frage ist jetzt, ab wann dein Mutterschutz beginnt, ob Du nicht über krank Meldung bis dahin durch kommst. 4 Wochen am Stück gehen ja, ohne Gehaltsverlust, dann ab zum nächsten Arzt andere Begründung (bei Schwangeren findet man immer was 😉) wieder 4 Wochen ...usw. ist zwar nicht die feine englische Art, aber bevor dir und deinem Schatz etwas passiert.

Wünsche Dir viel Glücj und noch eine schöne Kugelzeit
Blina
30. Nov 2019 09:01
Re: Beschäftigungsverbot - wer entscheidet es?
Hallo,
Mir wurde das folgendermaßen erklärt (ich selbst bin seit der 8ssw im Beschäftigungsverbot- Jetzt28ssw) Der Frauenarzt darf dir nur dann ein Beschäftigunģsverbot geben, wenn es eindeutige Gynokologische Gründe hat, unter denen eine Gefahr für Leben und Gesundheit des Kindes oder der Mutter besteht. Bei FA ist das inzwischen etwas strenger geregelt, da sie einen auf den Deckel bekommen haben. Einige FA haben BVs inflationär ausgegeben, obwohl sie nicht "gerechtfertugt" waren. Ansonsten ab zum Hausarzt, ja, auch wenn die meisten Hausärzte das nicht wissen, seit dem 1 1.2019 dürfen auch sie ein individuelles Beschäftigungsverbot aussprechen. Ob der Arbeitgeber eins ausspricht ist immer so die Frage, entweder kommt das über das Personalbüro oder Du kannst jederzeit zum Betriebsarzt gehen und versuchen da eins zu bekommen. Bei mir war das so ein Terz, dass ich letztendlich über meinen Hausarzt eins bekommen habe.
Die Frage ist jetzt, ab wann dein Mutterschutz beginnt, ob Du nicht über krank Meldung bis dahin durch kommst. 4 Wochen am Stück gehen ja, ohne Gehaltsverlust, dann ab zum nächsten Arzt andere Begründung (bei Schwangeren findet man immer was 😉) wieder 4 Wochen ...usw. ist zwar nicht die feine englische Art, aber bevor dir und deinem Schatz etwas passiert.

Wünsche Dir viel Glücj und noch eine schöne Kugelzeit
Cernunnos
8. Dez 2019 20:19
Re: Beschäftigungsverbot - wer entscheidet es?
Hallo,
Das Thema ist echt nicht einfach. Ich habe wochenlang gekämpft ein BV zu bekommen da ich so extreme Schmerzen im Steißbein Bereich habe, dass ich kaum eine Stunde ohne Schmerzen sitzen kann. Auch laufen und liegen sind schmerzhaft. Aber 8 Stunden sitzen am Tag wäre mir unmöglich gewesen.
Mein FA hat das alles runter gespielt, das wäre normal und gehört zur Schwangerschaft dazu. Sorry aber in diesem Ausmaße, ganz sicher nicht. Ich war also beim HA der hat vollstes Verständnis gehabt, aber gesagt er kann keine ausstellen weil es ja etwas mit der Schwangerschaft zu tun hat. Nun hat sich das wochenlange hin und her auch noch negativ auf meine Psyche ausgewirkt (da ich da eh eine Vorgeschichte habe). Habe dem FA das erzählt, er meinte ich soll zum Psychologen und das abklären lassen und dann wiederkommen. Nebenbei meinte meine Hebamme auch, ich bräuchte dringend ein BV.
Ich bin also zum Psychologen, der hat bestätigt dass ich den Rest der Schwangerschaft gar nicht mehr arbeiten sollte. Dann wieder ab zum FA, der erstmal ne Woche bräuchte sich das Schreiben in Ruhe anzusehen. Dann hieß es im Gespräch "Eigentlich hat das ja nichts mir der Schwangerschaft zu tun sondern mit ihrem Kopf." Letztendlich meinte er dann, er stellt mir jetzt eins aus für die letzte Zeit. Ich habe also am 18.11.19 endlich mein BV gekriegt.
Man sieht, was das heutzutage für ein Drama ist.
Wenn deine FA dir das aber schon anbietet, nimm es an.
Mein Arbeitgeber war zwar mit einem BV einverstanden, hat aber gesagt da es nicht am Arbeitsplatz selber liegt, kann er mir das nicht ausstellen.

Ich sehe gerade, der Post ist schon etwas her. Hoffe es hat sich für dich alles geklärt. Ich muss leider noch klären wer bei mir das BV bezahlt. Ich habe nämlich nur den halben November ausgezahlt bekommen, war aber die ersten 2 Wochen noch nicht im Krankengeld und die letzten 2 Wochen schon im BV. Ich hätte also den vollen Monat kriegen sollen. Alles echt Stress pur.
Fineya
22. Dez 2019 18:58
Re: Beschäftigungsverbot - wer entscheidet es?
Ich wollte mich zurück melden.
Im Endeffekt haben sich beide verweigert mir ein beschäftigungsverbot auszustellen.
Da es eh mein letzter Monat im betrieb ist (Vertrag läuft aus) und bei mir familiär jemand verstorben ist, wurde ich wegen "Depressionen" krank geschrieben.
Das Geld bekomme ich also trotzdem und habe weniger Streß x.x
Das Angebot von meinem AG, nach der Elternzeit mich wieder neu zu bewerben, sehe ich nach dem Mist eher als kritisch an.
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