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Wer kann mir sagen, ob ein Manuskript für ein Kinderbuch gut ist - Erfahrungen?
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Der Text ist mir erstaunlich leicht von der Hand gegangen und ist, finde ich, auch wirklich gut geworden. Aber nun ist man selbst natürlich nicht immer sein härtester Kritiker, vor allem wenn man die eigenen Kinder damit glücklich machen konnte. Die Bilder zum Buch sind noch in der Rohfassung. Eine Freundin von mir ist aber Illustratorin und würde das professionell übernehmen, sofern irgendjemand vom Fach mir eine realistische Einschätzung geben kann, ob mein Manuskript gut ist.
An wen außerhalb von Familie und Freunden kann man sich diesbezüglich wenden?
Freunde und Familie können das Buch zwar lesen, vielleicht finden sie auch ein paar Fehler, aber wirklich aussagekräftig sind deren Meinungen nicht. Auch natürlich unter der Voraussetzung, dass man die da in der Regel nicht schaden möchte und lieber Kritik zurückhält.
Such dir Verlage, die Kinderbücher verlegen und schreib sie an. Ich würde noch warten bis die Bilder fertig sind. Aber vielleicht hast du ja schon die ersten Seiten fertig, dann könntest du die einsenden.
Vielleicht könnte dir auch ein Lektor helfen. Aber so viel wird es bei einen Kinderbuch nicht zu lektorieren geben.
Meine erste Anlaufstelle wären die Verlage.
Was genau ist ein Dienstleistungsverlag?
An einen privaten Lektor kannst du dich natürlich auch wenden, wirst den aber wohl bezahlen müssen. Das ist ja dessen Job.
Dafür könntest du dann auch mit dem Selbstverlag veröffentlichen, Lektor hast du dann ja schon.
Literaturforen werde ich mir mal anschauen. Mal schauen, ob ich dort gut aufgehoben wäre. Ich nehme mich ja jetzt als Autorin nicht wahnsinnig ernst. Klar, will ich ein gutes Buch veröffentlichen. Aber ich sehe mich halt nicht nur als Autorin, sondern auch als Mama, Hunde- und Katzenhalterin, Naturliebhaberin und so weiter. Es gibt vieles, was mich ausmacht. Soweit ich in Autorenforen reingeschnuppert habe, sehen sich da die meisten zuallererst und oft auch ausschließlich als Autoren und gehen dementsprechend verbissen an die Sache heran. Und sehen oft auch nur den einen richtigen Weg, wie man ein Buch veröffentlichen kann. Ich bin da eher pragmatisch und denke, für jeden funktioniert was anderes gut.
Was Dienstleistungsverlage sind, ist ne spannende Frage. Ich würde das als Zwischending zwischen klassischen Buchverlagen und Selfpublishing einstufen. Der Verlag übernimmt also nicht alles, deshalb hat der Autor auch weiterhin die Oberhand darüber wie sein Buch veröffentlicht werden soll. Gleichzeitig kann der Autor Dienstleistungen wie Lektorat, Layout, Marketing und so weiter in Anspruch nehmen und muss sich nicht wie beim Selfpublishing um absolut alles selbst kümmern. Mit dem Novum Verlag hatte ich inzwischen Kontakt, lief freundlich und konstruktiv ab. Unterschrieben habe ich jetzt noch nichts, fange mal mit einem Lektoratsgutachten an. Wenn ich dann eine professionelle Einschätzung und nützliches Feedback bekommen habe, werde ich das noch mal einarbeiten und dann die nächsten Schritte gehen.
Auch wenn man jetzt dem Schreiben nicht alles unterordnen möchte, denke ich schon, will man sich auch immer verbessern und sein bestes abliefern. Auch wenn man das Schreiben als Hobby sieht, muss man sich nicht kleiner machen als man ist. Man kann ja trotzdem eine gute Geschichte haben, vielleicht wird man seinen Schreibstil noch etwas verbessern müssen, aber das kommt mit der Zeit wenn man genug Übung hat. Tipps würde ich von überall mitnehmen und sie dann einfach überprüfen. Würde nicht blind allem hinterherlaufen was mir je gesagt wurde. Abschätzen ob es einem helfen kann und ob es auf einen zutrifft.
Ok, spannend wenn es da immer mehr Wege gibt, wie man sein Buch veröffentlichen kann. Was ich so mitbekomme, ist es ja nicht gerade einfach bei einem Verlag unterzukommen. Selfpublishing nimmt immer mehr zu. Aber ohne die Hilfe eines Verlages sind dann viele aufgeschmissen, das sieht man dann auch oft an der Qualität der Bücher. Viele wollen sich da wohl nicht eingestehen, dass sie es doch nicht alleine schaffen. Ein Mittelding könnte da vielen helfen sofern man weiß, dass es das gibt.
Das klingt ja als hättest du einen Plan:)
Was das Schreiben neben Familie mit Kindern angeht, habe ich letztens ein Interview mit einer erfolgreichen Autorin gelesen, die inzwischen tatsächlich vom Schreiben leben kann. Die hat im Eigenverlag angefangen, wurde dann aber richtig groß. Weil sie handwerklich und kreativ echt gut ist und sich auch gut vermarkten kann. Aber selbst sie hat wohl, als sie ihr jüngstes Kind bekommen hat, weit weniger weitergebracht, als für sie normal. Es gibt immer solche und solche Phasen im Leben.
Bei Verlagen wird sich, denke ich, zunehmend das Bild auflösen, dass es nur klassische Verlage gäbe. Es gibt verschiedene Anbieter, die verschiedene Leistungen und Vergütungen anbieten. Und natürlich kann man auch nur Drucken lassen, falls das wer will und eben bereit ist auf Qualität durch Lektorat zu verzichten. Man muss halt abwägen, was man haben will. Und wie man das erreichen kann.
Schau dir mal alle Disney Filme an, die du als Kind gesehen hast. Jetzt verstehst du viel mehr was dir mit den Geschichten gesagt werden hätte sollen. Jetzt sieht man viel mehr die Intention dahinter. Das kommt auch mit "seichter Unterhaltung" rüber.
Ja sicherlich gibts das. Ist auch schwer wenn man etwas weiterbringen möchte und gerade keine Zeit hat. Denke das muss man auch erst einmal akzeptieren. Da heißt es dann die Motivation nicht zu verlieren und weitermachen so gut es eben die Umstände zulassen. Aber sicherlich nicht einfach mit Familie, Kindern, Job, Haushalt,...
Für den Leser ist es ja auch im Grunde egal woher ein Buch kommt. Da muss die Qualität stimmen. Ob einem eine Geschichte gefällt oder nicht, ist meistens eh nur abhängig vom eigenen Geschmack. Aber handwerklich sollte halt alles passen sonst wird es schwer selbst wenn einem die Geschichte gefällt. In dem Punkt sollte man wohl viel hineinstecken.
Und Biografien von irgendwelchen C-Promis verkaufen sich oft ebenso sehr wie warme Semmeln wie irgendwelche Mini-Bücher von Paw Patrol, die komplett lieblos gemacht sind und bei denen die Inhalte der Fernsehserie einfach nochmal kurz, knapp und weder besonders schön geschrieben, noch bebildert wieder aufgewärmt werden. Das wird dann in der "Quengelzone" neben der Supermarktkasse auf Augehöhe der Kinder positioniert. Und oft genug geben entnervte Eltern, Großeltern oder Tanten nach und kaufen den Schund. Den die Kinder nur deshalb haben wollen, weil der Kram bei ihnen im Kindergarten gerade cool ist. Ich finde Vorlesen immer noch besser, als Kinder alleine vor dem Fernseher zu parken. Aber irgendeinen tieferen Wert haben diese Büchlein definitiv nicht.
Da kannst du auch keinesfalls Disney-Filme von früher mit Paw Patrol, Ricky Zoom und was auch immer vergleichen. Echt nicht. Auch aus erwachsener Perspektive nicht. Nichts gegen Berieselung, aber nicht alles hat auch einen tieferen Hintergrund, den man nur noch nicht erkannt hat. Was aber da definitiv stimmt, ist, wie es handwerklich gemacht wird. Und wie es vermarktet wird. Deshalb bin ich auch mit meiner Entscheidung sehr im Reinen mein Buch nicht ganz alleine, sondern unterstützt von einem Dienstleistungsverlag herauszubringen.
Das hat auch nicht mit Wohltätigkeit zu tun, das wird einfach vom markt verlangt. Da gibt es schon viele Eltern, die sehr genau darauf schauen. Also machen die Verlage das nicht freiwillig sondern weil es verlangt wird.
Ja die Annahme stört mich auch oft. Das suggeriert man würde quasi nichts zahlen und nur etwas bekommen. Der einzige unterscheid ist, zahlt man zuerst oder etwas später. Zahlen muss man aber immer:)
Und ich finde das auch korrekt weil man ja auch etwas dafür bekommt. Ein Lektor oder Grafiker muss ja auch von etwas leben, das ist ja nicht ausschließlich deren Hobby.
Ja klar, die wissen schon wie sie ihre Sachen verkauft bekommen:)
Eine Idee wird wohl bei allen dahinterstehen. OB die immer ersichtlich ist, hängt dann auch von der Qualität ab.
Dann drücke ich dir die Daumen und wünsche dir viel Erfolg:)
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