Ernährung

Expertenrat zum Beikost-Start: Speiseplan, erstes Löffelchen, Trinken und vieles mehr!

Expertenforum

Evy17
11. Sep 2022 02:30
Ernährung
Hallo, ich bin langsam am verzweifeln was das Essen, Trinken und schlafen angeht.

Fangen wir von vorne an. Mein kleiner ist jetzt 7,5 Monate alt und hat noch nie durchgeschlafen (das stört mich auch nicht weiter)
Er hat mit ca 5 Monaten seinen ersten Brei bekommen, und er hat es voll gut angenommen. Die ersten Wochen haben super geklappt und er hat nach ca 3,5 Wochen schon eine ganze Portion zu mittag gegessen. Nach 3 wochen gabs dann zusätzlich noch Obstbrei am nachmittag. Und danach wurde der Abendbrei eingeführt - den er immer abgelehnt hat. Es scheint ihm nicht zu schmecken. Zwischendurch gabs immer ein Flaschi mit Pre ca 100-150ml.
Dann gabs eine Phase wo er den ganzen Brei abgelehnt hat. Diese Phase dauerte 2 Wochen. Mittlerweile isst er wieder zu Mittag und am Nachmittag eine halbe bis ganze Portion. Abends lehnt er nach wie vor ab.
Seit ca einer Woche trinkt er am Tag max 2 Flaschis, jedoch schreit er dabei sehr viel. Trinkt die eher im halbschlaf. Am liebsten würde er nur wasser trinken am Tag. Und nachts trinkt er jetzt 4-6 Flaschi mit he 150ml. Ich bräuchte bitte Ihren Rat was ich tun kann, dass er einen Normalen Rhythmus beim Essen kann.
Am Tag lehnt er die Flasche komplett ab, presst die Lippen zusammen und schreit.

Liebe Grüße
HiPP-Elternservice
12. Sep 2022 13:48
Re: Ernährung
Liebe „Evy17“,

ich kann mir gut vorstellen, dass Sie durch das veränderte Verhalten bei Ihrem Schatz sehr herausgefordert sind.
Hat es doch vorher alles seinen vertrauten Rhythmus gehabt, sind Schlafens- und Trinkzeiten nun ganz anders.
Bitte verzweifeln Sie nicht. Auch wenn das vielleicht erst mal ungewöhnlich scheint, kann ich Sie beruhigen: Dass die Kleinen solche Phasen haben, ist ganz normal. Und das sind es auch wirklich: Phasen. Werden Babys älter, nehmen sie z.B. ihre Umgebung immer mehr wahr und essen und trinken kann da schnell mal in den Hintergrund rücken. Gibt es doch so viel spannendes rundherum. In der Nacht holt Ihr Schatz das Trinken dann nach. Oder in dem von Ihnen beschriebenen Halbschlaf. Auch die berühmten Wachstumsschübe, sich ankündigende Zähne oder ein kleiner Infekt können für Unruhe sorgen. Ich möchte Sie ermutigen: Das geht aber alles wieder vorbei, so dass wieder ruhigere Zeiten kommen.

Schön, dass Menü und Nachmittagsbrei wieder gut klappen – das ist schon mal super. Schwanken die Mengen etwas, ist das völlig in Ordnung. Auch wir Großen essen ja mal mehr und mal etwas weniger. Vielleicht kommt auch ein bestimmter Brei gerade besonders gut an. Am Abend ist ein Milchbrei praktisch, da die Kombination aus Milch und Getreide besonders gut sättigt.

Haben Sie mal versucht, den Brei mit etwas Gemüse zu verfeinern? Manche Babys mögen auch Breie aus dem Gläschen lieber als die zum Anrühren – oder anders herum. Wie ist es, wenn Sie den Brei mit der Pre oder mit Vollmilch (als Halbmilch 50% Wasser und 50% Vollmilch) zubereiten? Oder Sie reichen zum Brei etwas Fingerfood (weich gedünstetes Gemüse, Obst) oder was zum Knabbern (z.B. HiPP Hirsestangen oder HiPP Dinkel-Hafer-Ringe). So kann Ihr Junge selber das Essen erfahren und untersuchen und Mama darf nebenbei etwas Brei füttern. Geht der Milchbrei aber partout nicht, wäre auch vorerst ein weiterer Getreide-Obst-Brei möglich und dazu die Pre zum Trinken.
Gehen Sie hier ganz nach Ihrem Kleinen vor und bleiben Sie dran den Milch-Getreide-Brei Ihrem Sohn weiterhin schmackhaft zu machen. Sicher platzt bald der Knoten und der Brei am Abend wird gerne gelöffelt. Wird der Brei am Abend mehr, wird sich die nächtliche Milch sicher von ganz alleine etwas reduzieren und Ihre Nächte wieder etwas ruhiger werden. Das kann sich alles noch einspielen und Sie beide finden wieder einen Rhythmus.

Hier habe ich noch ein paar Tipps, wie es momentan tagsüber mit der Milch leichter klappen könnte:

Versuchen Sie eine andere Trinkatmosphäre zu schaffen: Ein anderer Raum, andere Trinkposition, vielleicht auch eine andere vertraute Person die die Milch reicht.

Bieten Sie die Milch statt aus dem Fläschchen mal aus einem Becher an. Auch wenn erst einmal Milch daneben geht, lernen die Kleinen sehr schnell daraus zu trinken. Ruhig ein Lätzchen oder Tuch bei den ersten Versuchen anziehen. Den Becher gerne auch sehr voll machen, damit die Lippen gleich mit Flüssigkeit benetzt werden und Ihr Schatz den Mund auf macht.

Ist die Milch über den Löffel gefüttert gerade spannender? Auch wenn es vielleicht erst mal keine großen Mengen sind, bekommt Ihr Sohn mehr Milch und deckt seinen Bedarf weiter.

Für Sie zur Orientierung:
Damit Ihr Junge ausreichend mit Milch und Calcium versorgt bleiben, sollten bis zum Endes des 1. Jahres noch 400-500 ml Milch inklusive Gramm Milchbrei im Speiseplan enthalten sein. Das teilt sich meist auf in eine Milchmahlzeit am Morgen (200-250 ml) plus abends eine Portion Milchbrei (200-250 g).

Letztendlich ist es wieder eine Phase, die es zu überbrücken gilt. Bestimmt spielt es sich bald schon wieder ein, so dass er sich in der Nacht weniger zu trinken holt bzw. dann etwas Wasser für den Durst ausreicht. Das kann schon mal ein-zwei Wochen brauchen. Sie beide sind ein gutes Team und schaffen das!

Ich wünsche Ihnen beiden alles Liebe und eine gute Zeit!

Herzliche Grüße
Ihre HiPP Expertin
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