Sohn 13 Monate trinkt nichts

Expertenrat zum Beikost-Start: Speiseplan, erstes Löffelchen, Trinken und vieles mehr!

Expertenforum

Anel1984
25. Jul 2021 21:43
Sohn 13 Monate trinkt nichts
Guten Morgen!

Liebe Experten, ich wende mich an Sie mit unserem großen Problem, das wir inzwischen gute 5 Monate mit unserem Kleinen haben. Inzwischen ist unser Sohn 12 1/2 Monate jung. Kurz zur Vorgeschichte: Leider hat das Stillen bei uns nur sehr kurz (ca.2 Monate) gedauert. Es war immer sehr schwierig und ein Kampf, da unser Sohn aufgrund seiner Muskelhypotonie immer sehr schlapp war und kaum an der Brust gesaugt hat. Wir mussten ihn von Anfang an Beifüttern mit PRE-Flaschennahrung. Laut der Hebamme hat unser Sohn nie viel getrunken (Vergleich mit anderen Säuglingen in seinem Alter) aber er war immer munter und agil und hat auch weiter zugenommen. Stuhlgang war immer okay. Seit dem Beikoststart (auf Rat der KiÄ) mit ca. 4 Monaten, haben wir ihm zu den Mahlzeiten Wasser angeboten. Er hat immer höchstens dran genippt. Da er immer noch PRE Nahrung bekam, hatten wir nie große Sorgen dass er zu wenig Flüssigkeit bekommt.

Dann plötzlich, mit ca. 7 Monaten, wollte unser Schatz plötzlich keine Flasche mehr, hat aber auch nichts anderes dafür mehr trinken wollen. Natürlich haben wir dies unverzüglich der KiÄ mitgeteilt. Sie meinte nach Untersuchung der Schleimhäute und Fragestellungen zu wichtigen Merkmalen bei Flüssigkeitsmangel, unser Sohn hätte genug Flüssigkeit durch die Breie und andere Nahrung und alles wäre i.O. Wir sollten es weiter versuchen, es ist nur eine Phase. Auch allen den wir das erzählt haben meinten, das würde sich legen und wir sollten ihm immer wieder was zu trinken anbieten.
Leider hat sich bis heute nichts an der Situation geändert. Wir haben sämtliche Trinklernbecher, Gläser, Pinchen, Getränke durchprobiert, Flüssigkeiten angewärmt und gekühlt, mit Obstmus gestreckt, Getränke mit Löffel gereicht und und und. Wir trinken ihm immer fleißig vor, prosten mit ihm an (scheint ihm Spaß zu machen) aber das Getränk stellt er dann schnell zurück auf den Tisch. Er trinkt einfach nichts von selbst. Das einzige was einigermaßen funktioniert ist, wenn wir ihm Möhrensaft in einer Spritze verabreichen. Davon trinkt er aber auch nicht mehr als 30 ml am Tag. Er scheint einfach keinen Durst zu haben, da er weiß wie Trinken funktioniert (ganz selten nimmt er einen Schluck aus dem magic Cup von NUK). Selbst an richtig warmen Tagen trinkt unser Sohn nichts. Wenn wir ihm versuchen das Glas an den Mund zu halten, dreht er sich weg und schlägt danach.

Jeder sagt zu mir, der Junge sieht gesund aus und ist nicht ausgetrocknet aus aber es kann mir auch keiner sagen, warum das so ist und was ich dagegen tun kann. Ich weiß nicht mehr weiter. Das ist doch nicht normal. Ich habe große Angst ihm fester Kost zu geben, da er dann auch weniger Flüssigkeit durchbrennen Wegfall der Breie bekommt.
Kennen Sie einen Fall wie unseren Sohn und wenn ja, was können wir tun?

Beste Grüße
Lena :)
HiPP-Elternservice
26. Jul 2021 09:44
Re: Sohn 13 Monate trinkt nichts
Liebe Lena,

schön, dass Sie sich an uns wenden – gerne sind wir für Sie da.

Könnten Sie mir noch einen typischen Tagesplan aufschreiben (wann, was, wieviel Brei …)? Dann kann ich besser einordnen, wie es um die Flüssigkeitsversorgung Ihres Kleinen steht.

Ich freue mich auf Ihre Rückmeldung!

Herzliche Grüße
Ihre HiPP Expertin
Anel1984
26. Jul 2021 11:28
Re: Sohn 13 Monate trinkt nichts
Vielen vielen Dank für Ihre umgehende erste Antwort.

Unser Sohn bekommt morgens, kurz nach dem Aufstehen (zwischen 6:30h und 7:00h) zum Frühstücken eine Scheibe Toast mit Butter, von der er manchmal die Hälfte isst. Des Weiteren bekommt er ca. 100 g Milchbrei und danach 50 g Joghurt. Den Joghurt strecke ich mit etwa 5ml Vollmilch. Den Joghurt isst unser Sohn auch gerne und schnell auf. Anders ist sein Essverhalten beim Toast und Milchbrei. Hier dauert es recht lange und man muss ihm das Essen immer wieder anbieten. Natürlich biete ich ihm auch immer saisonales Obst an. Manchmal isst er davon auch was. Er liebt Erdbeeren.
Zwischen 10:30h und 11:00h bekommt er einen kleinen Snack in Form von OGB. Davon isst er ein paar Löffel (ca. 50g manchmal auch 80 g) und 2-3 Hirsestangen oder selbstgebackenes Bananenbrot . Gegen 13:30h/14:00h bekommt er ca. 220 g selbstgekochten abwechselnden Gemüse-, Fleisch- oder Fischbrei, den ich immer etwas mit abgekochten Wasser strecke. Als Dessert isst er ca. 100 g Obstmus. Als Abendessen, um 18h, isst unser Sohn ca. 100-150g Milchgetreidebrei. Auch diesen isst er nur sehr langsam und mit viel Zeit und manchmal auch lauten Protest. Zwischendurch bieten wir ihm, damit er etwas mehr Flüssiges bekommt, die sog. Quetschies an. Davon nascht er etwas. Wie zuvor geschrieben, bieten wir ihm immer wieder Getränke an und die Becher stehen immer für ihn in greifbarer Nähe.
Aktuell ist unser Sohn 79 cm groß und wiegt ca. 8.650 g.

Besten Dank und viele Grüße

Lena
HiPP-Elternservice
26. Jul 2021 12:27
Re: Sohn 13 Monate trinkt nichts
Liebe Lena,

vielen Dank für Ihre Rückmeldung.

Der Speiseplan sieht super aus – Ihr Kleiner gehört zu den leichteren Kindern, da ist es nachvollziehbar, dass er kleinere Portionen braucht als ein propperes Kind.

Was das Trinken betrifft scheint Ihr Kleiner die Flüssigkeit tatsächlich noch über die Breie zu bekommen.
Lassen Sie die Kost ruhig „fester“ werden. Das ist auch wichtig für andere Entwicklungsmöglichkeiten wie beispielsweise die Sprachentwicklung, die durch das Kauen fester Kost gefördert wird. Haben Sie dabei keine Sorge wegen der Flüssigkeit - ein gesundes Kind holt sich was es braucht. Werden die Breie weniger und damit auch die Flüssigkeit wird er bestimmt trinken. Vertrauen Sie hier ganz auf das Durstgefühl Ihres Jungen.

Sie machen es ganz richtig ihm immer wieder etwas anzubieten und verschiedenes auszuprobieren – Trinklernbecher, normaler Becher – auch eine kleine Espressotasse kann spannend sein, Wasser mal warm oder kalt anbieten, zuprosten,…

Machen Sie aber auch nicht zu viel – die Kleinen haben ganz feine Antennen und merken den unterschwelligen Druck den Mama hat. Ihr Junge hat den Becher griffbereit und kann daraus trinken. Versuchen Sie mal eine Weile das Thema Trinken ganz gelassen zu sehen. Das ist nicht einfach, ich weiß – man möchte ja nur das Beste für das Kind. Behalten Sie einfach die Windeln im Blick – sind sie regelmäßig gut nass und der Urin hell, können Sie ganz beruhigt sein.

Fragen Sie doch nochmal bei der Kinderärztin nach – sie kennt Ihren Kleinen und kann ihn untersuchen. Dann haben Sie die Gewissheit, dass alles in Ordnung ist und können das Thema Trinken ganz entspannt sehen.

Alles Liebe und viel Freude mit Ihrem Kleinen!

Herzliche Grüße
Ihre HiPP Expertin
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