Essen 18 Monate altes Kind

Expertenrat zum Beikost-Start: Speiseplan, erstes Löffelchen, Trinken und vieles mehr!

Expertenforum

KirstenS
19. Jul 2021 20:24
Essen 18 Monate altes Kind
Hallo, unsere kleine ist 18 Monate,sie isst schon normales Essen, allerdings haben wir jetzt schon länger das Problem, dass sie nicht gut isst, so dass sie abends immer über 300 ml Milch trinkt. Ihr essensplan ist
Morgens Brot eigentlich isst sie nur den Belag und verschmäht das Brot
Mittags 1 Glässchen Hipp, das sie zur Zeit auch nur zur Hälfte isst
Nachmittags Obst mit z.b.Waffel auch hier isst sie nur wenig
Um 17.00_17.30 Uhr Essen wir warm
19.00 Uhr geht sie ins Bett dann gibt's noch ne Flasche
In der Nacht kriegt sie auch noch einmal eine Flasche.
Am liebsten würde sie nur Geflügel Fleischwurst essen, aber das kann ja nicht sein.
Ich weiß nicht mehr was ich machen soll, bzw.was ich geben soll damit sie richtig isst.
HiPP-Elternservice
21. Jul 2021 11:16
Re: Essen 18 Monate altes Kind
Liebe „KristenS“,

lassen Sie sich nicht vom Essverhalten Ihrer Kleinen verunsichern. Diese „ich-ess-jetzt-mal nix“ oder „ich-ess-nur-was-mir-schmeckt“-Phasen kommen häufiger vor als man denkt. Viele Eltern kennen diese Situation und können ein Lied davon singen.

Das Essverhalten der Kleinkinder ist nur in den wenigsten Fällen so wie es „sein sollte“. Kinder in diesem Alter haben ihren eigenen Kopf und entwickeln spezielle Vorlieben. Die Kinder werden wählerischer, haben keine Zeit zum Essen und schaffen oftmals nur Spatzenportionen.

Kinder - wie auch wir Erwachsene - entwickeln Vorlieben und es gibt Kinder, die sich - zumindest phasenweise - nicht viel aus täglicher Abwechslung machen. Haben sie eine bestimmte Vorliebe (häufig Nudeln, nackt oder mit Soße – oder bei Ihnen Belag ohne Brot, Geflügel Fleischwurst) entwickelt, bleiben sie dabei, da dies ihnen auch eine gewisse Sicherheit gibt: "Dies schmeckt mir und ist mir gut bekommen, das merke ich mir und dabei bleibe ich (erst mal)". Und dennoch gedeihen sie! Natürlich ist eine abwechslungsreiche Kost wichtig, damit die Kinder mit allen Nährstoffen ideal versorgt sind – dazu gehören auch Speisen mit Fisch oder mal vegetarisch. Diese Phasen hat die Natur aber schon mit einberechnet.

Auch ist es normal, dass die Milchmenge wieder steigen kann. Ihre Kleine erlebt am Tage so viele Abenteuer, da kann das Interesse am Essen vom Löffel abfallen und die bequeme Variante Milchfläschchen wieder mehr in den Fokus rücken. Probieren Sie aber die Milchmenge wieder zu reduzieren und die Milch altersgerecht aus einem Becher anzubieten. Damit Ihr Schatz weiterhin ausreichend mit Milch und Calcium versorgt bleibt, reichen im zweiten Jahr noch etwa 300 ml inklusive der anderen Milchmahlzeiten wie Milchbrei, Joghurt, Käse, Pudding…

Aus der Erfahrung weiß ich, das wird besser werden - irgendwann platzt immer der Knoten. Die Speisenauswahl wird wieder umfangreicher.

Hier mal eine Orientierung wie ein Speiseplan im Kleinkindalter aussehen kann:

Morgens: Milch + Brot oder Müesli
Vormittags: Obst, Gemüse + Knabberei, nur Knabberei, nur Gemüse, Obst oder Getreide-Obst-Brei, hin und wieder ein kleiner Joghurt
Mittags: Gemüse, Beilage und 2-3 mal Fleisch und einmal Fisch
Nachmittags: nach Bedarf etwas Obst, Gemüse + Knabberei oder Getreide-Obst-Brei, hin und wieder ein kleiner Joghurt
Abends: Milchbrei mit Obst/Gemüse, Brot + Käse plus Gemüsesticks, Milch, Müesli

Zwischendurch Getränke wie Wasser oder Tee ganz nach Bedarf.

Noch ein paar lieb gemeinte Anregung meinerseits:

Versuchen Sie nicht immer angestrengt Mahlzeiten zu „finden“, die Ihrer Tochter schmecken könnten. Das ist überhaupt nicht notwendig. Nein, Sie als Mama geben vor was es zu essen gibt. Es kann eine gewisse Auswahl geben, bei der Ihr Schatz wählen kann. Ist nichts dabei, gibt es auch ansonsten nichts.

Wenn Ihre Kleine wenig oder gar nichts isst, bekommt sie nichts Beliebteres, sondern bis zur nächsten Mahlzeit nichts. Das ist nicht so schlimm. Also ruhig ab und zu mal den Appetit zum Gehilfen machen. Manchmal braucht es auch mehr Anläufe, bis wieder ein anderer Geschmack angenommen wird.

Auch wenn es schwer fällt. Ich weiß, es ist nicht so leicht, aber versuchen Sie es aus: Bieten Sie Ihrer Tochter eine Auswahl an Speisen an, die Portion auf ihrem Teller dabei eher klein halten. Und dann lassen Sie sie einfach mal in Ruhe.
Schauen Sie nicht auf ihren Teller hin, motivieren Sie sie nicht, interessieren Sie sich nicht für ihr Essverhalten. Essen Sie und die Familie selbst mit Genuss, unterhalten Sie sich am Tisch über angenehme Dinge. Sie sind das Vorbild, Ihre Tochter wird Sie nachahmen.

Ziehen Sie Mahlzeiten auch nicht in die Länge. Nach etwa 30 Minuten sollte das Essen beendet sein, egal ob aufgegessen oder nicht. Dann ist wieder Spielzeit etc.. Nehmen Sie sich viel Zeit für die gemeinsamen Mahlzeiten, setzen Sie sich gemeinsam mit Ihrem Schatz an den Tisch, ohne Fernseher oder andere Ablenkungen.

Probieren Sie es gerne aus - Sie werden sehen, bald spielt es sich wieder ein!

Herzliche Grüße und alles Gute

Ihre HiPP Expertin
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