Milchmahlzeiten / Snacks für Zahnlose / HA-Nahrung neben Kuhmilch

Expertenrat zum Beikost-Start: Speiseplan, erstes Löffelchen, Trinken und vieles mehr!

Expertenforum

Kulitsch
10. Mai 2021 20:26
Milchmahlzeiten / Snacks für Zahnlose / HA-Nahrung neben Kuhmilch
Hallo,

meine Tochter ist acht Monate alt und ihr Tages-/Speiseplan sieht ungefähr wie folgt aus:
zwischen 5-6 Uhr morgens erfolgt der erste Windelwechsel und sie wird gestillt (nachts trinkt sie nur selten nochmal, in der Regel schläft sie durch). Danach schläft sie nochmal bis ca. 8 Uhr.
Nach dem Aufstehen biete ich ihr meist nochmal die Brust an. Dasselbe nach dem Vormittagsschläfen. Ich habe es nie getestet, aber ich habe den Eindruck, sie könnte bis zum Mittagessen ganz ohne „Essen“ auskommen. Sie verlangt nicht nach der Brust, trinkt aber (mittelprächtig) wenn ich sie ihr anbiete. Sie guckt sich eigentlich lieber die Gegend an, dockt ab und lächelt mich an und spielt an irgendetwas Greifbarem herum. Wenn ich dann denke, sie dürfte vorerst ausreichend getrunken habe, und die Stillmahlzeit während ihrer Spiel-/Rumguckphase beende, protestiert sie nie.
Zu Mittag isst sie dann eine altersgerechte Mahlzeit (ca. 220gr) mit Obstdessert. Ca. 3 Stunden später gibt es den Getreide-Obst-Brei; denselben Abstand hat sie zum Milch-Getreide-Abendbrei (mit ca. 200ml Vollmilch). Beim Zubettgehen stille ich sie manchmal oder sie bekommt von meinem Mann eine Pre (hängt vom Abstand zum Abendbrei ab). Die Trinkmengen variieren dabei sehr stark.
Über den Tag verteilt trinkt sie mal 100 ml, mal auch 200 ml Wasser.

Ich bin bei der Suche nach anderen Fragen (bzw. die Antworten darauf) in diesem Forum immer wieder auf Kommentare gestoßen, in denen davon gesprochen wird, dass die Anzahl der Milchmahlzeiten nach dem Beikoststart vom Alter abhängig ist. Unsere Hebamme hat davon leider nichts gesagt und ich finde auch keine Tabelle (Alter/Mahlzeitenanzahl) an der man sich orientieren könnte.

1. Ich überlege im Hinblick auf das Stillverhalten im Vormittagsbereich einen weiteren GOB einzubauen und nur noch früh morgens und nachts zu stillen. Sobald ich nicht mehr Stille würde ich dann gegen 6 Uhr eine Flasche Pre und zum Vormittagsbrei eine weitere kleinere Flasche reichen [Zu den Mengen: Sie hat noch nie mehr als 180ml getrunken, in der Regel sogar deutlich weniger – dafür dann zu Vollstillzeiten 24/7 alle zwei Stunden. Das gilt auch für abgepumpte Muttermilch.]. Ich bin mir aber unsicher, ob sie mit der angedachten Umstellung zu wenig Milchmahlzeiten am Tag zu sich nimmt.

2. Grundsätzlich würde ich vormittags auch etwas zum Knabbern anbieten wollen, aber unsere Tochter hat erst einen Zahn und ich bin mir nicht sicher, ob das schon genügt für sichere Knabberversuche. Generell bin ich beim Thema Snacks (für ein quasi zahnloses Baby) zwischen den Breien überfragt. Sie ist sehr aktiv und schafft manchmal sogar nur 2 Stunden zwischen den Breien, dann hat sie richtig Kohldampf. Der Tagesablauf ist sehr darauf ausgerichtet, zu den erwarteten Breizeiten „zu Hause“ zu sein. Wenn ich ihr auch unterwegs mal etwas Unkompliziertes reichen könnte, wäre das eine enorme Erleichterung.

3. Weiterhin habe ich irgendwo gelesen, dass die Reihenfolge der Breie (GOB nach der Mittagsmahlzeit, erst danach der Milchbrei) für die Nährstoffaufnahme wichtig sein soll. Mir erschließt sich die Notwendigkeit nicht, dennoch möchte ich die Frage hier aufwerfen.

4. Bisher hat unsere Tochter wegen einer Allergie in der Familie HA-Pre bekommen. Macht es nach Einführung des Milchabendbreies, den sie mittlerweile mit 200ml Vollmilch bekommt und super verträgt, Sinn noch weiter HA-Nahrung zu geben?

5. Zuletzt eine Frage zur Darreichungsweise der Milch: Unsere Tochter hat so einen Trinklernbecher mit Gummilippe für ihr Wasser und kommt damit sehr gut zurecht. Pre trinkt sie bislang aus einer Milchflasche, die sie aber immer selbst halten will bzw. hält. Spricht etwas dagegen ihr tagsüber die Pre auch in einem Trinklernbecher anzubieten?

Herzlichen Dank fürs Lesen und Antworten!
HiPP-Elternservice
12. Mai 2021 09:54
Re: Milchmahlzeiten / Snacks für Zahnlose / HA-Nahrung neben Kuhmilch
Liebe „Kulitsch“,

der Ernährungsplan Ihrer kleinen Tochter gefällt mir wirklich prima. Sie machen es ganz richtig und gehen hier ganz nach Ihrer Tochter vor.

Gleich vorneweg habe ich hier einen Ernährungsplan für das 1. Lebensjahr zur Orientierung für Sie – diesen können Sie ganz an Ihren kleinen Schatz anpassen: https://www.hipp.de/beikost/ratgeber/ernaehrungsplan/

An Milch sind in dem Alter Ihrer Tochter zur ausreichenden Versorgung noch 400-500 ml Milch/Gramm Milchhaltiges wie Milchbrei nötig.
Das teilt sich meist auf in 1-2 Stilleinheiten (oder mehr) bzw. eine Flasche Säuglingsmilch (200-250 ml) am Morgen und eine Portion Milchbrei (200-250 g) am Abend. Das passt bei Ihrer Kleinen ganz wunderbar. Natürlich kann man nicht einschätzen, wie viel Milch sich Ihr Mädchen über das Stillen holt. Stillen Sie Ihren kleinen Schatz am Vormittag also gerne ganz nach Bedarf weiter und schauen Sie mal wie es sich in nächster Zeit entwickelt. Im Laufe der Zeit lernt nun Ihr kleiner Schatz sich tagsüber richtig satt zu löffeln. Dann wird die Milch und die Stillmahlzeiten automatisch weniger werden.

Aber nun der Reihe nach:

1. Gerne können Sie nun auch eine Zwischenmahlzeit am Vormittag einführen. Ein weiterer milchfreier Getreide-Obst-Brei eignet sich dann hier ideal. Zum Frühstück in der früh um 6 bleiben Sie dann gerne weiterhin noch bei der Milch. Die Milch bleibt das erste Jahr über der ideale Start in den Tag. Sie liefert nach einer langen Nacht Energie und Flüssigkeit gleichermaßen.

2. Ist Ihre Kleine bereits an der stückigen Kost interessiert und kommt damit gut zurecht, kann der Knabberspaß gerne losgehen und Sie können ihr zwischendurch etwas zum Knabbern anbieten. Für den Knabber-Start eignen sich Knabberprodukte wie unsere HiPP Hirsestangen ab dem 8. Monat (https://shop.hipp.de/beikost/produkte/z ... -2383.html ). Diese sind babygerecht und ganz ohne Zuckerzusatz. Sie lassen sich sehr einfach abbeißen, sehr gut „einspeicheln“ und lösen sich so sehr gut auf – alles ohne Zähne. Als Alternative könnten Sie Ihrem Kleinen dann auch unsere HiPP Dinkel-Hafer Ringe und unsere HiPP Reiswaffeln anbieten.

3. Als zweiten Brei wird klassischerweise die letzte Mahlzeit durch einen Milch-Getreide-Brei (Milchbrei = Abendbrei) ersetzt. Milch & Getreide sind eine ideale Kombination am Abend. Sie liefern wichtige Nährstoffe und das Getreide sorgt für eine angenehme Sättigung. Aber auch das Einführen des Getreide-Obst-Breis am Nachmittag als zweiter Brei wäre eine Möglichkeit. Oder: Sind die Kleinen am Abend zu müde zum Löffeln kann zunächst der Milch-Getreide-Brei am Nachmittag gelöffelt und später auf den Abend geschoben werden. Bei der Breireihenfolge sind Sie ganz flexibel – hier können Sie immer ganz nach Ihrem Baby vorgehen.

4. Allergiegefährdete Kinder sollten die ersten vier Monate ausschließlich gestillt werden oder kann nicht gestillt werden bzw. reicht die Muttermilch nicht aus, können zur Vorbeugung HA-Nahrungen verwendet werden. Diese Maßnahmen helfen wissenschaftlich nachgewiesen das Allergierisiko deutlich zu vermindern. Sie haben also alles richtig gemacht. Weitere Empfehlungen fürs Beikostalter nach vier Monaten gibt es nicht mehr – weder für die Milch noch für die Beikost. Sie haben somit das das Bestmögliche bei der Ernährung getan.
Vor diesem Hintergrund können Sie Ihrer Kleinen nun gerne eine herkömmliche Säuglingsmilch wie z.B. HiPP Bio Combiotik Pre füttern – eine HA Nahurng ist nicht mehr notwendig. Sie können aber natürlich auch eine HA-Nahrung weiter verwenden und dabei bleiben, wenn sich Ihre Kleine an die HA Nahrung gewöhnt hat. Das ist auch möglich und Ihre Tochter wird weiterhin bestens mit Nährstoffen versorgt.

5. Gerne können Sie Ihrem kleinen Mädchen die Milch auch schon aus einem Becher/Tasse/Trinklernbecher reichen. Mit etwas Übung lernt das Ihre Kleine sicher ganz schnell. So kann die Milch bei vielen Kinder auch gleich schon wieder viel Spannender sein. Hierbei kann es hilfreich sein, den Becher bis zum Rand mit Flüssigkeit zu füllen, damit die Lippen beim Trinken gleich benetzt werden und sich das Mündlein so automatisch öffnet. Probieren Sie es einfach mal aus.

Ihnen und Ihrem kleinen Mädchen wünsche ich alles Liebe & Gute!

Herzliche Grüße
Ihre HiPP Expertin
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