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November 2015  | HiPP und EMAS

HiPP und EMAS – eine 20-jährige Verbindung

Florian Schmidt, verantwortlich für das Umweltmanagement bei HiPP, nahm die EMAS-Urkunde entgegen. (Foto: EMAS, Geschäftsstelle)

HiPP wurde am 13.11.2015 im Rahmen der High-Level Conference in den Räumen der Europäischen Zentralbank (EZB) feierlich die Urkunde für 20 Jahre EMAS-Mitgliedschaft überreicht. HiPP ist eines der EMAS-validierten Unternehmen der ersten Stunde und einer der ersten Lebensmittelhersteller, der das anspruchsvolle europäische Umweltmanagementsystem in seine betrieblichen Abläufe integriert hat. EMAS unterstützt weltweit Unternehmen und Organisationen dabei, ihre Umweltleistung über das gesetzlich geforderte Maß hinaus zu verbessern.

Dass das 20-jährige europäische EMAS-Jubiläum eine besondere Bedeutung hat, machte schon der Veranstaltungsrahmen deutlich: Die Verleihung fand im Rahmen der High-Level Conference der Europäischen Union zu EMAS statt, Gastgeber der Veranstaltung war die ebenfalls EMAS-registrierte EZB. Als Teilnehmerwaren namhafte Vertreter aus Wirtschaft, Wissenschaft, Behörden und Politik aus über 30 Ländern eingeladen.

Kestutis Sadauskas, Direktor des Bereichs Green Economy bei der EU-Kommission, und Werner Studener, Generaldirektor Verwaltung der Europäischen Zentralbank (EZB) überreichten Vertretern der HiPP Werk Georg Hipp OHG, der Bombardier Transportation GmbH, der Viessmann Werke GmbH &Co. KG und der Sedus Stoll AG die Urkunden für ihre langjährige Teilnahme an EMAS.

Unternehmen, die sich EMAS-zertifizieren lassen, setzen ein Signal für den Umwelt- und Klimaschutz. So zeigte sich auch die Bundesumweltministerin Dr. Barbara Hendricks überzeugt: „EMAS ist ein unverzichtbares Element für nachhaltiges Wirtschaften. Kein anderes freiwilliges Instrument gewährt zudem in diesem Maße öffentlichen Einblick in die Umweltpolitik der Unternehmen und schafft so Transparenz und Vertrauen.“

Umweltmanagement auf hohem Niveau

Als Instrument der Europäischen Union unterstützt EMAS seit 20 Jahren europaweit und seit 2009 weltweit Unternehmen und Organisationen ein Umweltmanagement auf hohem Niveau umzusetzen. EMAS steht für Eco-Management and Audit Scheme und ist das weltweit anspruchsvollste System für Umweltmanagement und Umweltbetriebsprüfung. Der Umweltgutachterausschuss als unabhängiges Beratungsgremium des Bundesumweltministeriums überprüft streng die Einhaltung.

Für HiPP waren in diesem Zusammenhang vor allem die Steigerung des Einsatzes regenerativer Energien von 0 % (1995) auf knapp 90 % (ab 2002), die Senkung des Wasserverbrauchs um über 70 % (1990 bis heute) und die Erhöhung des Recycling-Anteils bei HiPP auf heute 99,8 Prozent große Meilensteine. Seit 1995 auditieren Umweltgutachter in regelmäßigen Abständen die HiPP-Umweltbilanzen. Jedes Unternehmen, das die Prüfung durch EMAS erfolgreich besteht, darf das EMAS-Logo führen und muss eine Umwelterklärung vorlegen. HiPP veröffentlicht diese unter anderem im Nachhaltigkeitsbericht.

HiPP sieht sich bestätigt in der Entscheidung, einen Standard zu erfüllen, der über die DIN ISO 140001 hinausgeht. „Wir gehen diesen Weg für mehr Umweltschutz in Europa konsequent weiter“, sagte Stefan Hipp als ein Gesellschafter des Familienunternehmens.

Über Emas

EMAS geht über ein reines Umweltmanagementsystem hinaus, denn der Betrieb soll sich über die umweltgesetzlichen Anforderungen hinaus verbessern. Das bedeutet, dass die Mitarbeiter einbezogen werden und jährlich eine Umwelterklärung veröffentlicht werden muss.

EMAS-Zertifizierungen sind nicht verpflichtend. Sie fallen demnach unter das Konzept der Corporate Social Responsibility (CSR), wonach Unternehmen freiwillig mehr Verantwortung für die Gesellschaft übernehmen.EMAS findet weltweit Anwendung.

Als Verordnung (EWG) Nr. 1836/93 des Rates wurde EMAS (Eco-Management and Audit Scheme) erstmals am 10. Juli 1993 veröffentlicht und im Dezember 1995 mit dem Umweltauditgesetz (UAG) in deutsches Recht umgesetzt. Die aktuelle Rechtsgrundlage ist die Verordnung (EG) Nr. 1221/2009. Diese Novellierung trat am 11. Januar 2010 in Kraft.

Der Umweltgutachterausschuss als unabhängiges Beratungsgremium des Bundesumweltministeriums überprüft, ob EMAS in der Praxis richtig umgesetzt wird. EMAS-Teilnehmer müssen alle Vorschriften der strengen EMAS-Verordnung einhalten (Legal Compliance).


 

 


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