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Juli 2015  | Biologische Vielfalt schützen

Biologische Vielfalt schützen!

Warum biologische Vielfalt wichtig ist

Unsere Welt ist auf die biologische Vielfalt angewiesen: Auf die Gratis-Leistungen der Natur können wir Menschen nicht verzichten, denn sie sichern die wichtigsten Grundlagen unseres täglichen Lebens:

  • Saubere Luft und sauberes Trinkwasser
  • Die Bestäubung von Blüten, damit Früchte wachsen können
  • Kohlenstoff-Speicherung in Wäldern, Mooren und Böden, die verhindert, dass zu viele Emissionen in unsere Atmosphäre gelangen


Sogar die kleinsten Lebewesen - die Mikroorganismen - haben eine wichtige Funktion für den Kreislauf allen Lebens auf der Erde. Durch ihre Arbeit zerkleinern sie zum Beispiel Streu und verwandeln ihn in nährstoffreiche Erde, den Humus. Dieser Humus ist die Grundlage für gesundes Pflanzenwachstum. Unterstützt werden die Mikroorganismen von zahlreichen Würmern, Larven und Insekten, die sich in der Erde tummeln.

Geschlossene Nahrungsketten sichern den Erhalt des natürlichen Gleichgewichts. So frisst zum Beispiel ein Vogel Beeren und trägt über die Ausscheidung der Samen dazu bei, dass sich die Pflanze vermehren kann. Damit sich eine Tierart nicht übermäßig ausbreiten kann und die natürliche Balance ins Ungleichgewicht bringt, hat sie natürliche Fressfeinde. Der Habicht etwa fängt Mäuse, die sich auf Feldern vermehren.

Solche Lebensgemeinschaften sind auch von großer Bedeutung für den Schutz des Trinkwassers: Schilf filtert Schadstoffe aus dem Wasser, verwertet diese als Nährstoffe und erhöht dadurch das Selbstreinigungspotenzial von Flüssen und Bächen. Pflanzen schützen uns durch die Ausbreitung ihrer Wurzeln im Boden vor Erdrutschen, Lawinen und den Boden vor Erosionen.

Durch unverantwortliches menschliches Handeln nehmen die Pflanzen- und Tierwelt und auch natürliche, artenreiche Lebensräume großen Schaden.

Jeden Tag sterben weltweit ungefähr 150 Tier- und Pflanzenarten für immer aus. Schuld daran sind unter anderem der von Menschen verursachte Klimawandel und der steigende Bedarf an Lebensmitteln, Energie und Nutzflächen. Für Verkehr, Industrie und Landwirtschaft zerschneiden und zerstören wir natürliche Lebensräume. Immer mehr Schadstoffe werden inzwischen ausgestoßen, viel mehr als die Natur aufnehmen kann. Zusätzlich bedroht der Klimawandel viele Arten und Ökosysteme, die es nicht schaffen, sich den veränderten Bedingungen anzupassen.

Bilanz: 40 Prozent aller Arten sind vom Aussterben bedroht.

Der Verlust von biologischer Vielfalt schwächt unsere Ökosysteme, also das Zusammenspiel von Tieren und Pflanzen mit ihrem Lebensraum. Das wird jedoch häufig nicht sofort sichtbar. Oft dauert es Jahre, doch irgendwann droht ein derart gestörtes System endgültig zu kippen. Eine intakte biologische Vielfalt ist deshalb für das Überleben der Menschheit wichtig. Deshalb müssen wir uns heute um den Schutz der biologischen Vielfalt kümmern - bevor es zu spät ist.

Beispiel für Artenvielfalt in der Biolandwirtschaft – der Ehrensberger Hof

Feld und Wiese

Humusreiche Böden speichern besonders gut CO2. Deshalb tragen gut bewirtschaftete Bio-Böden auch zum Klimaschutz bei.

Bis zu 150 l/m²/d Wasser kann ein guter Bio-Boden pro Tag aufnehmen und damit vor Überschwemmungen schützen.

In Deutschland verschwinden jeden Tag Flächen in der Größe von mehr als 100 Fußballfeldern durch Bebauung.

Beim Mähen von Wiesen zur falschen Tageszeit (mittags, Hochflugzeit der Insekten) werden bis zu 24.000 Honigbienen pro Hektar und eine unbekannte Zahl an Wildinsekten getötet.


Tiere

Schleiereulen fressen in der Brutzeit pro Paar und Junge ca. 30 Mäuse am Tag (sie jagen auch im Stall und Gebäude - quasi als Katzenersatz).

Böden mit 600 Regenwürmer pro m² können 80t Humus pro Jahr und ha produzieren (Optimalfall).


Im biologischen Landbau kann man bis zu 200 - 500 Regenwürmer pro m² finden. Normalerweise bewegt sich die durchschnittliche Zahl bei 100 Regenwürmern pro m².

10.000 Raupen in 3 Wochen verfüttert ein Kohlmeisen-Paar bei der Aufzucht seiner Jungvögel...


Igel sind die ärgsten Feinde der Nacktschnecken und können im Garten helfen, diese lästigen Pflanzenfresser in Schach zu halten. Außerdem mögen sie Käfer, Tausendfüssler, Spinnen und Regenwürmer. Eine Fledermaus frisst pro Nacht ca. 4.000 Insekten.

Nur auf gesundem Boden können gesunde Lebensmittel wachsen.

Unser Boden ist sprichwörtlich unsere Lebensgrundlage. Die schonende und nachhaltige Bodennutzung hilft nicht nur, das Grundwasser sauber zu halten, sondern in einem lebens und leistungsfähigem Boden gedeiht all das, was heute und in Zukunft eine wachsende Bevölkerung ernähren muss.

Die Rechnung ist sehr einfach




Viele Faktoren zerstören jedoch gesunde Böden: Zersiedelung, chemische Belastung durch Industrie und Landwirtschaft, physikalische Belastung durch unsachgemäße landwirtschaftliche Bearbeitung, Überdüngung und das Nichtbeachten von Fruchtfolgen. Ein gesunder Boden kommt in der Regel ohne chemisch-technische Maßnahmen aus.


Im Biolandbau wird mit der Kraft der Natur gearbeitet, um den Boden nachhaltig leistungsfähig zu halten. Ein gut sichtbarer Hinweis für einen gesunden Boden ist der Regenwurm, der das Erdreich lockert und durchlüftet und vor allem natürlichen Dünger an die Oberfläche bringt.


Die Natur gibt uns alle Instrumente in die Hand, unsere Böden nicht nur zu bewirtschaften und dabei fruchtbar zu erhalten, sondern dessen Leistungsfähigkeit auch noch auf natürliche Weise zu steigern. Vor über 50 Jahren haben unsere Zweifel an der chemisch-technischen Landwirtschaft uns dazu gebracht, den Bio-Anbau voranzutreiben. Im Vordergrund stand und steht dabei immer der nachhaltige und verantwortungsbewusste Umgang mit den reichen Möglichkeiten, die uns die Natur schenkt. Diesen Weg gehen wir konsequent weiter.


Für Artenvielfalt kann jeder etwas tun. Mit ein paar einfachen Kniffen leisten Sie einen wichtigen Beitrag.

Im Garten

Kleine Untermieter: Nistkästen, Insektenhotels, Totholzbereiche und Natursteinmauern bieten den dringend notwendigen Wohnraum für Käfer und Insekten. Werden Wiesen nicht so häufig gemäht, profitieren auch viele Kleintiere. Sie finden in der Wiese Unterschlupf und Ernährung.


Hecken Sie was aus: Heimische Gewächse – z. B. Schwarzer Holunder, Haselnuss, Hainbuche oder Roter Hartriegel – sind pflegeleicht, und bieten Schutz und Nahrung für viele Arten.


Das große Fressen: Bekämpfen Sie Schädlinge, indem Sie deren natürliche Fressfeinde anlocken. Marienkäfer z. B. vertilgen in ihrer Larvenzeit bis zu 3.000 Blattläuse. Die niedlichen roten Krabbler betrachten Schädlinge, die sich zum Beispiel auf Dill, Schafgarbe, Klatschmohn und Kamille ansiedeln, als köstlichen Festtagsschmaus.


Auf dem Balkon

Wohnraum findet sich auf engster Fläche: Mit Nistkästen, Schmetterlingshotels und Insektenhäuschen siedelt sich auch auf dem Balkon schnell eine vielfältige Bewohnerschar an.

So haben alle was davon: Frische Kräuter sind nicht nur leckere Zutaten in unseren Speisen, auch Insekten lieben die grünen Gewürze. Bienen, Hummeln & Co erfreuen sich nicht nur an den Blüten von Salbei und Minze. Auch bei Platzmangel bieten sich beispielsweise Balkonkästen oder Pflanztöpfe für die Aussaat an.


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Wer Babys in den Mittelpunkt stellt, trägt große Verantwortung.

Deshalb sind unsere Bio-Produkte von ganz besonderer Qualität und gemäß EU-Bio-Verordnung ohne Gentechnik.
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