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Kaiserschnitt – Auswirkung auf die Darmflora

Die Anzahl der Kaiserschnittgeburten steigt kontinuierlich. So wird in Deutschland und Österreich bereits jedes dritte Kind per Kaiserschnitt geboren. Im folgenden Ratgeber erfahren Sie welche Auswirkungen eine Kaiserschnittgeburt auf die Darmflora des Babys hat.

Studien zeigen, dass Kaiserschnittbabys anfälliger für Erkrankungen sind als Babys die normal entbunden wurden. Eine mögliche Ursache kann eine veränderte Darmflora im Vergleich zu vaginal geborenen Kindern sein.

Darmflora bei Kaiserschnittkindern

Man geht heute davon aus, dass die Darmflora eine wichtige Rolle bei der Unterstützung des unreifen Immunsystems des Neugeborenen spielt. Kaiserschnittkinder haben eine „ungünstigere“ Darmflora als vaginal entbundene Kinder. Denn besonders Laktobazillen fehlen nach der Kaiserschnittentbindung. Gerade aber diese zählen zu den Erstbesiedlern der Darmflora und schaffen für nachfolgende Keime ein günstiges Milieu. Sie sind also besonders wichtig für ein Neugeborenes.

Grafik modifiziert nach Dominguez-Bello, 2010

Muttermilch fördert den Aufbau der Darmflora

Muttermilch fördert den Aufbau der Darmflora optimal: wertvolle Ballaststoffe (Präbiotika) und natürliche Milchsäurekulturen (Probiotika) sowie viele weitere Inhaltsstoffe in Muttermilch fördern den Aufbau der Darmflora und schützen den gestillten Säugling vor Infektionen. Stillen ist für Kaiserschnittbabys also besonders wichtig!

Wenn nicht gestillt wird, können Säuglingsnahrungen, die dem Vorbild Muttermilch z.B. durch wichtige Ballaststoffe (GOS) angenähert sind, die Entwicklung der Darmflora des Säuglings unterstützen.