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Expertenwissen

In dieser Rubrik haben wir interessante Details von unseren Experten zu den Themen „Muttermilch und Darmflora“, „Gehirnentwicklung“, „Wachstumsbaustein Eiweiß“ und „Allergievorsorge“ für Sie zusammengefasst.

Muttermilch und Darmflora

  • Warum ist eine gesunde Darmflora so wichtig für einen optimalen Immunschutz und wie kann Muttermilch u.a. durch ihre probiotischen Kulturen einen wichtigen Beitrag dazu leisten?

    Der unreife Darm eines Neugeborenen bietet noch keinen optimalen Immunschutz. Für den optimalen Immunschutz im Darm ist eine gesunde Darmflora von wesentlicher Bedeutung. Aus diesem Grund ist bei der Ernährung des Säuglings darauf zu achten, dass die gesunde Entwicklung der Darmflora bestmöglich unterstützt wird. Dabei hilft Muttermilch auf besondere Weise.

    Diese Milchsäurekulturen siedeln sich im Darm gestillter Säuglinge an und wehren dort unerwünschte Keime ab. Dadurch erfüllen sie eine Barriere-Funktion, die gestillte Babys vor Allergien und Krankheiten schützt.

    Die Arten von probiotischen Milchsäurekulturen, die die Mutter beim Stillen weitergibt, hängt von der Ernährung und Darmflora der Mutter ab. Beim Stillen werden sozusagen die schützenden Darm-Bakterien weitergegeben.

     

    Führende Wissenschaftler im Bereich der Probiotika (natürliche Milchsäurekulturen) haben untersucht, welche hilfreichen Schutzkulturen in der Muttermilch deutscher und österreichischer Mütter enthalten sind. Diese Untersuchungen haben ergeben, dass Laktobazillen in mehr als zwei Dritteln (66%) und Bifidobakterien in einem Viertel (26%) aller vorliegenden Muttermilch-Proben nachgewiesen werden konnten. Bei den sogenannten Laktobazillen konnten am häufigsten folgende Arten belegt werden: Lactobacillus salivarius, Lactobacillus fermentum und Lactobciluus gasseri. Bei den seltener gefundenen Bificobacterien wurde die Gruppe Bifidus breve am häufigsten gefunden.

    Neben probiotischen Milchsäurekulturen tragen auch präbiotische Ballaststoffe in der Muttermilch (Muttermilch-Oligosaccharide) zum Aufbau einer gesunden Darmflora bei. Diese Ballaststoffe dienen sozusagen als Futter für die positiven Milchsäurekulturen und tragen damit ebenfalls zu einer gesunden Darmflora bei.

Wie kann die Entwicklung und das Wachstum des Gehirns in dem entscheidenden ersten Lebensjahr positiv beeinflusst werden?

Welche Rolle spielen dabei die langkettigen, mehrfach ungesättigten Omega-3 und -6  Fettsäuren (LCP‘s)?


Durch die alltäglichen Dinge können Eltern die Entwicklung des Gehirns Ihres Babys fördern. Wenn Sie Ihrem Baby Zärtlichkeit und Aufmerksamkeit schenken, es streicheln, massieren, mit ihm sprechen, Grimassen schneiden oder Fingerspiele machen, wird sein Gehirn angeregt und bei seiner Entwicklung unterstützt.

Auch die richtige Ernährung kann die Gehirnentwicklung positiv beeinflussen. Denn nur mit der richtigen Nährstoffversorgung kann sich das Gehirn optimal entwickeln. Wichtige Nährstoffe für die Gehirnentwicklung sind neben Eiweiß und Eisen v.a. langkettige, mehrfach ungesättigte Omega-3 und 6 Fettsäuren (LCP).

Besonders in den ersten Lebensmonaten, wenn das Gehirnwachstum sehr ausgeprägt ist, hat das Baby einen hohen Bedarf an LCP-Fettsäuren, die auch in Muttermilch enthalten sind. Sie sorgen für eine optimale Entwicklung von Gehirn-, Nervensystem und Sehvermögen Ihres Babys.

Die lebenswichtigen LCPs muss das Baby über die Nahrung aufnehmen, da der kleine Organismus in den ersten Lebensmonaten noch nicht ausreichend diese langkettigen, mehrfach ungesättigten Fettsäuren bilden kann. Daher enthalten alle HiPP Anfangsnahrungen LCP.

Auch Schlafen ist für die Gehirnentwicklung von großer Bedeutung. Im Schlaf ordnet und verarbeitet das Gehirn die gewonnenen Eindrücke und festigt die Gedächtnisinhalte. Unter anderem wegen ihrer intensiven Gehirnaktivität haben Babys, Ein- und Zweijährige deshalb tagsüber noch ein Schlafbedürfnis.

Wachstumsbaustein Eiweiß

Welche Rolle spielt Eiweiß bei der Entwicklung der Babys? Was ist hinsichtlich Eiweiß bei Säuglingsnahrungen zu beachten?

Im ersten Lebensjahr verdreifachen Babys ihr Geburtsgewicht und wachsen in enormem Tempo. Eiweiß ist der Motor gesunden Wachstums, denn es gehört zu den Grundbausteinen aller Zellen und spielt daher insgesamt für die Entwicklung eine entscheidende Rolle.

Das Eiweiß wird über die Nahrung aufgenommen. Es ist daher wichtig, dass das Eiweiß hochwertig und in der richtigen Menge vorhanden ist, damit das rasante Wachstum in einem angemessenen und gesunden Rahmen verläuft.

Muttermilch liefert Eiweiß in optimaler Qualität und Menge und genau auf die Bedürfnisse Ihres Babys abgestimmt.

Für Säuglinge, die nicht gestillt werden, gibt es heute hochwertige Säuglingsnahrungen, die eine gesunde Ernährung gewährleisten. Falls Sie eine Säuglingsnahrung füttern, sollten Sie unbedingt darauf achten, dass sie hochwertiges Eiweiß in bedarfsgerechter Menge enthält.

"Über die Wertigkeit einer Säuglingsnahrung entscheiden Proteinqualität und -quantität." Prof. Dr. Berthold Koletzko, München

Normale Kuhmilch sollte aufgrund ihres sehr hohen Eiweißgehalt im 1. Lebensjahr nicht als Getränk gegeben werden.

Auf keinen Fall verpassen sollten Sie die U-Vorsorgeuntersuchungen beim Kinderarzt! Hier wird ganz genau kontrolliert, ob Ihr Baby sich gesund entwickelt und gut gedeiht.

Allergievorsorge

  • Allergien sind ein immer häufiger auftretendes Phänomen, von dem mittlerweile 20-30% der Babys betroffen sind. Insbesondere wenn Vater, Mutter oder Geschwister bereits Allergien haben, liegt eine erhöhte Allergiegefährdung vor und Sie sollten auf allergenarme Ernährung achten.

    Die beste Nahrung für allergiegefährdete Babys ist die Muttermilch, da sie von Natur aus allergenarm ist und wichtige Schutzstoffe enthält, die das Baby von innen heraus schützen können. Muttermilch fördert durch ihre natürlichen Milchsäurekulturen und präbiotischen Ballaststoffe eine gesunde Darmflora und sorgt damit für einen natürlichen Schutz.

    Wenn allergiegefährdete Babys nicht voll oder nicht mehr gestillt werden, empfehlen Experten hypoallergene HA-Nahrungen. Diese enthalten im Vergleich zur normalen Milchnahrung Eiweiß, das in kleinere Bruchstücke gespalten ist, die der Organismus weniger als fremd empfindet. Dadurch helfen HA-Nahrungen das Risiko von Allergien zu vermindern. 

    Herkömmliche HA-Nahrung nur teilweise gespalten
    HiPP HA Combitotik Anfangsnahrung ® stark gespalten und ultrafiltriert

    Das Eiweiß in HiPP HA-Combiotik® Anfangs-Nahrungen ist besonders stark aufgespalten und ultrafiltriert. In einer Studie konnte dabei gezeigt werden: „Das Risiko, eine atopische Dermatitis in den ersten zwei Lebensjahren zu entwickeln, war bei den initial gestillten und/oder vorwiegend mit HiPP HA ernährten Kindern vergleichbar.“*

    * Nentwitch et al. (prospektive Beobachtungsstudie), Kliniksche Pädiatrie, 2009

    Entscheidend für allergiegefährdete Babys ist, dass Sie in den ersten vier bis sechs Lebensmonaten konsequent stillen oder bei den HA-Nahrungen bleiben. Schon kleinere Mengen Säuglingsmilch mit normalem, nicht gespaltenem Eiweiß können zu einer Sensibilisierung führen und so die Vorteile einer allergenarmen Ernährung gefährden.

    Wenn Ihr Baby alt genug ist, Gläschen zu essen, muss es nach neuesten Erkenntnissen nicht mehr auf bestimmte Lebensmittel verzichten, auch wenn ein Allergierisiko besteht. Lassen Sie es ruhig alles kosten. Warten Sie aber einige Tage ab, wenn Ihr Baby etwas Neues probiert, um festzustellen, ob es darauf reagiert.

    Neben der Ernährung können Sie auch in der Umgebung Ihres Babys einiges tun, um das Risiko von Allergien zu vermeiden:

    • nicht in der Nähe des Kindes rauchen
    • wenn möglich keine felltragenden Haustiere anschaffen
    • hohe Luftfeuchtigkeit vermeiden und regelmäßig lüften, um einem Schimmelpilzwachstum vorzubeugen
    • nach den aktuellen Empfehlungen impfen