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Wie viel Schlaf braucht mein Baby?

Das Tag-und-Nacht-Gefühl entwickelt sich erst nach und nach...

Jedes Kind hat seinen ganz individuellen Schlaf- und Essrhythmus und auch Bedarf. Gerade das Neugeborene hat in den ersten Wochen noch kein Tag-Nacht-Gefühl. Die Möglichkeit auf den Rhythmus einzuwirken ist sehr gering.

Eltern können das Kind in seiner Entwicklung unterstützen, bestimmend aber bleibt zunächst das Kind. Manche Säuglinge haben einen starken inneren Drang zur Regelmäßigkeit. Diese Kinder schlafen früh durch. Andere Babys melden ihre Hunger- und Schlafbedürfnisse über Monate zu immer anderen Tages- und Nachtzeiten an. Sie brauchen die Unterstützung der Eltern um zu einer Regelmäßigkeit bzw. einem für die gesamte Familie verträglichem Rhythmus zu kommen.

Wichtig ist ein konstanter, ruhiger Tagesablauf mit regelmäßigen Mahlzeiten, Einschlafzeiten und anderen Aktivitäten wie z.B. Spazierengehen oder Ritualen. Eine immer wiederkehrende Ordnung wie Baden, Essen, Gute-Nacht-Geschichte oder Schlaflied wirkt beruhigend. Bitte achten Sie darauf, auch Ihre eigenen Energiereserven wieder aufzufüllen, indem Sie sich ausgewogen ernähren, genug trinken und tagsüber vermehrt Ruhepausen einlegen.

In den ersten Lebenswochen

In den ersten Lebenswochen scheint Ihr Baby fast den ganzen Tag zu schlafen - tatsächlich sind es etwa 18 Stunden pro Tag, meist in 4-Stunden-Abschnitten, die von einer Wachphase zum Trinken, Wickeln und Kuscheln unterbrochen werden.

In den ersten 4 bis 6 Monaten

In den ersten 4 bis 6 Monaten lernt das Baby, Tag und Nacht zu unterscheiden. Denn der Tag-Nacht-Rhythmus ist nicht angeboren, sondern die innere Uhr muss sich nach der Geburt erst anhand der Abläufe in der Familie einstellen. Mit der Zeit werden aus häufigen kleinen Schläfchen länger andauernde Schlafperioden. Auch die Wachphasen werden allmählich länger.

Mit 6 bis 12 Monaten

Mit 6 bis 12 Monaten schlafen die meisten Kinder nachts etwa 11 Stunden und tagsüber 2-mal für 1-1,5 Stunden. Länger sollten die Nickerchen am Tage nicht dauern, weil Ihr Kind sonst Probleme mit dem nächtlichen Schlafen bekommen könnte.

Manche Eltern wecken ihr Baby ungern auf, weil sie meinen, sein Körper brauche den Schlaf. Aber um einen gesunden Rhythmus nicht zu gefährden ist es ist besser, Kinder, die tagsüber ausgesprochen lange schlafen, sanft zu wecken. Lieber ist ein Kind tagsüber nach dem Wecken quengelig, als nachts, wenn es ausgeschlafen ist und unterhalten werden möchte. Nützen Sie die Wachphasen tagsüber, indem Sie sich viel und intensiv mit Ihrem Baby beschäftigen. Die längste Wachphase mit 4 bis 5 Stunden sollte vor dem Zu-Bett-Gehen am Abend liegen. Auch das trägt zum guten Ein- und Durchschlafen bei.

Im 2. Lebensjahr

Im 2. Lebensjahr brauchen Kinder etwa 13,0 Stunden Schlaf täglich. Entfallen davon 11 Stunden auf die Nacht, bleibt noch ein Schläfchen für den Mittag übrig. Manche beginnen mit 10 Monaten nur noch einen Mittagsschlaf zu machen, andere lassen sich damit Zeit bis sie 1,5 Jahre alt sind.

Im 3. Lebensjahr

Je älter die Kinder, umso weniger Schlaf brauchen sie. Im 3. Lebensjahr schlafen Kinder nur noch etwa 12 Stunden. Viele gewöhnen sich den Mittagsschlaf ganz ab, manche behalten ihn bis zum Kindergarten bei.

Angaben für die einzelnen Altersgruppen

Die folgenden Angaben für die einzelnen Altersgruppen sind Durchschnittswerte, das individuelle Schlafbedürfnis variiert jedoch von Kind zu Kind. Abweichungen von 1 bis 2 Stunden plus oder minus sind kein Anlass zur Sorge. Und manche Kinder kommen sogar mit noch weniger Schlaf bestens aus.

Alter Soviel Schlaf braucht Ihr Kind pro Tag (in 24 Stunden)
Neugeborenes 16 bis 20 Stunden
3 Wochen 16 bis 18 Stunden
6 Wochen 15 bis 16 Stunden
4 Monate 9 bis 12 Stunden nachts & 2 Nickerchen (je 2 - 3 Stunden)
6 Monate etwa 11 Stunden nachts & 2 Nickerchen (je 1 - 1,5 Stunden)

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