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HiPP Nachhaltigkeitsbericht 2015

3Vorwort | Die Zukunft liegt in der Nachhaltigkeit HiPP steht für Nachhaltigkeit. Das hat auch die jüngste reprä- sentative Umfrage für die WirtschaftsWoche bestätigt, bei der wir erneut als nachhaltigstes Unternehmen Deutschlands auf Platz 1 gewählt wurden. Natürlich spornt uns dieses Vertrauen der Verbraucher an, den ökologischen Weg weiterzugehen und als Unternehmen stets verantwortlich zu agieren. Das Familien- unternehmen HiPP befasst sich seit über 50 Jahren aus Überzeu- gung mit der ökologischen Herstellung von Babynahrung. Der respektvolle Umgang mit der Natur und den natürlichen Ressourcen ist unser erklärtes Unternehmensziel. Das hat uns zu einem der weltweit größten Verarbeiter von ökologischen Rohstoffen gemacht. Nachhaltigkeit bedeutet für uns nicht nur einen wertvollen Ernährungsbeitrag zu leisten, sondern auch die Zukunft für die nachfolgenden Generationen lebens- und liebenswert zu halten. Die höchste Priorität haben dabei Klima, Wasser und Boden – dieses Trio bildet ein untrennbares Bündnis für eine intakte Umwelt. Es ist bekannt, dass das Klima nicht nur durch zuneh- mende Emissionen belastet wird, sondern auch durch den nicht nachhaltigen Umgang mit den Böden. Acker- und Grün- land, Sümpfe und Waldböden speichern CO2 . Die unzähligen Organismen im Boden leben von Kohlendioxid und atmen Sauer- stoff aus. Für den ökologischen Landbau bilden diese Kleinst- lebewesen die Voraussetzung für den Humusaufbau und damit für die Bodenfruchtbarkeit. Mit nur durchschnittlich 30 cm Muttererde ist die Ressource Boden allerdings begrenzt und leicht zerstörbar. Gesunde Bodenökologie steht im Zusammenhang mit dem Schutz der biologischen Vielfalt. Klimawandel, kombiniert mit zunehmenden Artenverlusten, gefährdet die Bodenfrucht- barkeit und damit langfristig auch die Ernährungssicherheit. Wir müssen im wahrsten Sinne „Boden wiedergutmachen“. So gesehen ist die biologische Vielfalt unser aller Lebensgrundlage. Das hat auch die Politik erkannt. Die UNO-Generalversammlung erklärte das Jahr 2015 zum „Internationalen Jahr des Bodens“. Damit soll das Bewusstsein für den Boden als ebenso wichtiges Lebenselement wie Wasser oder Luft gestärkt werden. Und was tut HiPP? Wir engagieren uns verstärkt für den Klima-, Wasser- und Artenschutz. So produzieren wir in Deutschland, Österreich und Ungarn klimaneutral durch den Einsatz rege- nerativer Energiequellen und die Unterstützung eines landwirt- schaftlichen Klimaschutzprojekts, das auf Humusbildung durch ökologischen Anbau setzt. Den Schutz der biologischen Vielfalt haben wir zur Leitlinie erklärt und damit in den Mittelpunkt der Unternehmensziele gerückt. Über die vielfältigen Maßnahmen, die wir ergriffen haben, können Sie in diesem Bericht lesen. Besonders stolz sind wir auf ein Projekt zum Schutz der biolo- gischen Vielfalt: den HiPP Musterhof. Er soll Erzeugern anschau- lich vermitteln, wie Bodenfruchtbarkeit und Artenvielfalt im landwirtschaftlichen Alltag gefördert werden können. Dieser Aspekt ist für HiPP als Lebensmittelhersteller besonders wichtig, um die Rohstoffverfügbarkeit zu sichern. Wir müssen die biologische Vielfalt schützen, um nicht an dem Ast zu sägen, auf dem wir sitzen. Auch Monokulturen durch industrielle Landwirtschaft und Grüne Gentechnik sind eine Gefahr. Ökologische Landwirtschaft muss besonders gefördert werden, um gesunde Lebensmittel auch für die kommenden Generationen zu sichern. Qualitativ hochwertige Rohstoffe, die wir bei HiPP der Natur und unseren jungen Verbrauchern zuliebe aus dem Bio-Anbau beziehen, spielen dabei eine zentrale Rolle. Gemeinsam mit über 8.000 Vertragslandwirten bewahren wir durch ökologischen Anbau Wasser, Luft und Boden vor Verunreinigungen durch Kunstdünger und Pestizide. Wie notwendig dieses Engagement ist, zeigen die zunehmenden Belastungen unserer Umwelt durch die herkömmlichen landwirtschaftlichen Methoden: So gibt Deutschland allein für die Beseitigung von Nitratrückständen im Trinkwasser jährlich rund 8 Milliarden Euro aus. Die Verunrei- nigungen durch Umweltbelastungen nehmen weiter zu und es wird immer aufwendiger, sichere ökologische Rohstoffe zu produzieren. HiPP wird weiterhin all sein Wissen und seine Erfahrung nutzen und in ein lückenloses Qualitätsmanagement investieren. Zur Sicherung der Lebensmittelqualität setzen wir uns außerdem im Rahmen der Revision der aktuellen EU-Okö-Verordnung aktiv für eine transparente Rückverfolgbarkeit der Lieferkette ein. Ihr Prof. Dr. Claus Hipp und Stefan Hipp

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